Ein Online-Fotoalbum habe ich nicht, ich hoffe es ist ok, so viele Bilder in den Text einzustellen
Vorab: der Urlaub war klasse
Wir waren gut eine Woche in Nordthailand, anschließend gut 2 Wochen in Südthailand, vom 5.3.09 – 28.03.09. In Nordthailand haben wir mit Chiang Mai angefangen und uns dann mit dem Mietwagen Richtung Norden und anschließend nach Bangkok vorgearbeitet. Zum Mietwagen schreibe ich unten noch einiges (Sa 7.3.09). Allgemein zum Norden: wir hätten mindestens 3 Tage mehr Zeit gebraucht (wir hatten: 2 Nächte Chiang Mai, 1 Nacht Chiang Dao, 1 Nacht Mae Sai, 1 Nacht Lampang, 2 Nächte Sukhothai, 1 Nacht Ayutthaya). Wir hätten eigentlich, um uns alles anzusehen, was wir gerne gesehen hätten, noch mindestens eine Nacht mehr zwischen Chiang Dao und Mae Sai gebraucht, eine Nacht zwischen Mae Sai und Lampang und eine mehr in Ayutthya. Wir mussten uns auf die Hauptsehenswürdigkeiten beschränken, und selbst die konnten wir nicht alle mitnehmen. Etwas Schade war auch, dass (Ende der Trockenzeit) viel Staub in der Luft war, dazu die vielen Feuer, da war die Sicht leider sehr schlecht, wo eigentlich traumhafte Ausblicke gewesen wären.
Teils haben wir vorgebucht, teils nicht, steht auch im Text unten. Wir haben nach Bungalow-Anlagen / Resorts mit AC, nett eingerichtet, freundlich, sauber… gesucht. Im Norden sind wir so im Schnitt bei gut 1000 Baht pro Nacht und Bungalow gelandet, im Süden bei über 2000 Baht pro Nacht und Unterkunft für 2 Personen.
In Südthailand war unsere Route: Koh Ngai – Koh Bulone – Koh Lipe – Koh Phuket.
Bangkok haben wir ausgelassen, auch wenn dies unserer Start- und Zielflughafen war. Bei Nachfragen zu den Unterkünften, Route, Mietwagen oder was auch immer: gerne
Do 5.3 (Ankunft Chiang Mai): wir landen morgens in Bangkok und fliegen 2,5 Stunden später mit Airasia weiter nach Chiang Mai. Trotz insgesamt 5 Kilo Übergepäck müssen wir bei airasia nichts nachzahlen. An Bord findet eine Verlosung (nach Bordcard-Nummer) statt, zwei Kulis und ein Post-It-Block finden neue Besitzer, wir gehen allerdings leer aus… Gegen 2 Uhr Nachmittags erreichen wir Chiang Mai, übermüdet, mit Sehnsucht nach einer Dusche und gutem Essen. Wir werden am Flughafen von einem Angestellten des Hotels empfangen: der Raming Lodge in der Nähe des Tapae Gates und des Nachtmarkts. Das Zimmer ist schön, W-Lan auf dem Zimmer ist frei, ein Spa ist auch vorhanden. Nach der Dusche machen wir aber erstmal eine kurze Erkundungsrunde in Chiang Mai. Im müden Zustand und ohne feste Route/Ziel war es allerdings recht ernüchternd: heiß, staubig, eher häßlich. Das Abendessen nehmen wir im Hotel ein: super lecker!!! Vor allem die Kokosnussmilch-Suppe mit Hühnchen habe ich im Laufe des Urlaubs lieben gelernt. Um halb 9 lagen wir im Bett und haben gut 10 Stunden durchgeschlafen
Fr 6.3 (Chiang Mai): Am nächsten Tag sah die Stadt schon schöner aus… Wir begannen mit der Umgebung des Warorot-Marktes (China-Town). Günstige Klamotten und zu unserer Überraschung auch Marken wie Head and Shoulders, Fishermans, Magnum-Eis… deutlich günstiger als in Deutschland. Warorot-Markt und Umgebung kann ich zum einkaufen auf jeden Fall empfehlen. Anschließend ging es in die Altstadt. Besonders schön fand ich den Wat Chedi Luang und einen sehr einsamen Tempel im Norden der Altstadt, dessen Name mir gerade nicht einfällt. Wat Phra Sing fand ich persönlich nicht soooo toll. Am Wat Chedi Luang hat man die Möglichkeit mit Mönchen zu reden. Ein Schild weist darauf hin, dass die Mönche traurig wären, wenn man sie nicht anspricht. Es stehen ein paar Tische (und Mönche) im Tempel-Hof bereit.
Nach dem ausgedehnten Rundgang gönnen wir uns eine Massage im Hotel und machen uns dann auf den Weg zum Nachtmarkt. Dabei stellen wir fest, dass der Loose höchstens im Bereich der größeren Straßen halbwegs genau ist… Aber verfehlen kann man den Nachtmarkt nicht wirklich. In den „Hinterhöfen“ sind z.T schöne Stände und Essensmöglichkeiten, die Buden entlang der Hauptstraße haben mir dagegen überhaupt nicht gefallen. Es fiel dennoch sehr positiv auf (im Vergleich zu anderen nicht-westlichen Ländern, die wir bereits besucht haben), dass die Verkäufer nicht aufdringlich sind. Man kann sich in Ruhe umschauen, es ist auch kein Problem, hinterher nichts zu kaufen. Ich bin nicht so der „Basar-Typ“, so hat es mir sehr zugesagt.
Gästehäuser, Restaurants, Buchläden mit (gebrauchten) Büchern in allen Sprachen, Wäschereien und Tour-Anbietern findet man in Massen rund ums Tapae Gate, sowohl in der Altstadt als auch außerhalb.








Sa 7.3 (Chiang Mai – Chiang Dao): wir übernehmen den Mietwagen. Oder besser: wir versuchen es. Wir haben den Mietwagen in Deutschland gebucht über billiger-mietwagen.de, der Mietwagen wurde dort vermittelt über FTI und kam letztlich von Avis… Aber bei Avis kam das offensichtlich nicht an. Um 9:30 sollte der Mietwagen zum Hotel gebracht werden, gegen 9:50 riefen wir bei Avis an, da es keine Spur von einem Mietwagen gab. Nach rund 10 Minuten Diskussion fand man unsere Reservierung und schickte uns den Wagen. Mit gut einer Stunde Verspätung konnte es also los gehen…
Auto-fahren in Thailand:
Wir waren reichlich verunsichert im Vorfeld, da es ja genügend Warnungen bezüglich selber fahren in Thailand gibt. Wir haben uns letztlich doch dafür entschieden, trotz fehlender Fahrpraxis in asiatischen Ländern oder im Linksverkehr. Und ehrlich: es war halb so wild. In Nordthailand fahren fast alle sehr entspannt, eher langsam und ich persönlich fand auch weniger aggressiv/offensiv, als in Deutschland. Gewöhnungsbedürftig sind die Mopeds, die vor allem in den Städten teils mit recht deutlichen Suizid-Tendenzen unterwegs sind… Helmpflicht gibt es, aber ein übliches Bild ist die Mutter mit Helm, die ihr Baby ungesichert mit einem Tuch trägt, quasi als lebenden Airbag… Oder ein völlig überladener Kleintransporter, auf dem 2 Personen mit Händen die Ladung „sichern“… Kurven werden gerne geschnitten, Einfahrten münden direkt auf die Autobahn, auf der auch mit Fahrrädern, Fußgängern, Verkaufsständen… gerechnet werden muss. Das typische Familienauto scheint ein Pick-Up zu sein, die Familienmitglieder sitzen auf der Ladefläche verteilt. Die Unkrautvernichtung am Straßenrand geht mittels Feuer vonstatten (haben die keine Angst, dass ihnen das ganze Land abfackelt?!?), man fährt also durchaus recht nah an Flammen vorbei. Daneben war anfangs auch die ungewohnte Bedienung des Autos nicht ganz einfach. Sowohl mein Mann als auch ich sind eher zu weit links gefahren (und hätten fast ein paar Außenspiegel, Pylonen etc. mitgenommen) und ich hatte auch Probleme, den Rückspiegel statt des rechten Außenspiegels zu nutzen (den Rückspiegel habe ich quasi nicht gebraucht…) und beim Blinken ging regelmäßig der Scheibenwischer an… Das Schalten dagegen war kein Problem und die Straßen-/Verkehrsverhältnisse größtenteils auch nicht. Ein seit 12 Jahren in Thailand lebender Stuttgarter bestätigte uns, dass es nicht wirklich Vorfahrtsregeln oder Verkehrsregeln gibt. Bzw. es gibt sie, aber es kennt oder beachtet sie niemand. Aber in der Praxis erschließt es sich meist aus der Situation. Die größere Straße hat Vorfahrt, Ampeln werden meist beachtet (an den größeren Kreuzungen zumindest), sonst spricht man sich durch Blicke ab. Auf Mehrspurigen Straßen gibt es eine Art Linksfahrgebot, d.h., links fahren die langsamsten, rechts die schnellsten. Wenn wenig Verkehr ist, wird auf mehrspurigen Straßen links gefahren und nur zum überholen geht es auf die rechte Spur. Was nicht heißt, dass nicht auch links überholt wird. Wie schnell man Innerorts fahren darf, weiß ich heute noch nicht, Schilder weisen lediglich auf ein ominöses „reduce speed - City Limit“ hin. Auch was Autobahn (120km/h) und was Highway (90 km/h) ist, ist mir ein Rätsel geblieben. Wir sind nach Gefühl gefahren und sind so gut durchgekommen.
Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut und in Englisch beschildert. Was die Nebenstraßen angeht, steht im Loose ganz gut, welche man befahren kann und welche nicht. Wir hatten neben dem Loose keine weitere Straßenkarte dabei, waren aber fast nur auf größeren Straßen unterwegs, das ging recht problemlos.
Ich hatte den Eindruck, die meisten Thai fahren recht zurückhaltend und der Blinker wird nicht weniger genutzt, als in Deutschland. Ich kann auch nicht bestätigen, dass LKW sich grundsätzlich das Recht des Stärkeren heraus nehmen, Busse dagegen schon... Aufpassen muss man auf auf der Straße liegende Hunde, die es eher nicht nötig zu haben scheinen, auszuweichen. Auch Hühner und Kühe kamen vor. Auf steileren Strecken können LKW im Schritttempo auftauchen, da empfiehlt es sich, bei unübersichtlichen mehrspurigen Straßen, rechts zu bleiben. Auf den größeren Straßen gibt es Kilometersteine, auf denen auch die Entfernung zu den nächsten größeren Städten angegeben ist. Dies zwar nur in Thai, aber wenn man weiß, wohin man gerade fährt, erschließt sich, was gemeint ist. Die Tankstellendichte ist hoch, Sprit kostet zwischen 20 und 30 Baht der Liter, meist gehört ein Supermarkt und Toilette zur Tankstelle.
Insgesamt wage ich zu behaupten, dass Thai als Autofahrer in Deutschland eher mehr Anpassungsschwierigkeiten haben dürften, als wir Deutsche in Thailand…
Zurück zum Samstag-Ablauf: unser erstes Ziel ist der Wat Doi Suthep. Den findet man gut, der Parkplatz ist groß und trotz der Warnung im Loose, nicht am Wochenende hinzufahren, ist nicht so viel los. Einige Gläubige sind dort, Ausländer eher weniger. Der Blick über Chiang Mai ist bei klarem Wetter sicher toll, wir gucken nur auf einen Dunstschleier. Nicht dass der Eindruck entsteht, es läge an schlechtem Wetter: wir haben in der ganzen Zeit im Norden nicht eine Wolke gesehen und die Temperaturen sind hoch. Es ist einfach unglaublich „diesig“, staubig… Dennoch, der Wat Doi Suthep ist schön.

viele Stufen hoch zum Tempel:

Anschließend fahren wir weiter hoch zum Phu Ping Palast. Dort treffen wir den schon angesprochenen Stuttgarter, der auch gleich bemängelt, dass Ausländer höhere Preise bezahlen müssen, weswegen er den Palast nicht besucht (trotz dass er für den Thai-Preis rein käme auf Grund seines Thai-Führerscheins…). Beeindruckend sind die riesigen Farne. Farne gab es schon, bevor es Bäume gab, sie hatten damals auch schon Baumgröße und in Teilen des Parks kann man sich vorstellen, wie es damals aussah. Daneben vor allem sehr „deutsche“ Blumen: Geranien, Petunien, Löwenmäulchen, Fingerhut, Azaleen, Rosen… Im Loose lese ich, dass es tatsächlich in Thailand etwas Besonderes ist, diese Pflanzen zu haben. Der Park ist schön angelegt, aber für deutsche Augen wenig exotisch…


Auf dem Weg zurück Richtung Chiang Mai halten wir an einem Schild am Straßenrand, das auf eine Höhle hinweist (zwischen Wat Doi Suthep und Phu Ping Palast). Sehr viele Stufen führen hinab in den Dschungel. Unten treffen wir auf einen einsamen Mönch (ohne Englisch-Kenntnisse) und eine Art Schrein mit einer winzigen Höhle. Der Weg ist schön, aber in der Hitze sehr steil auf dem Weg zurück nach oben. Wir rätseln, was der weiße Bindfaden soll, der sich um die Heiligtümer bei der Höhle windet und dann bis hinauf zur Straße gespannt ist?! Später lese ich zufällig in einer Zeitschrift, dass es den Ort vor bösen Geistern schützen soll.

Eigentlich wollten wir anschließend noch ins Mae Sa Valley, doch die Zeit ist schon recht vorgerückt. So halten wir auf dem Weg zu unserem vorgebuchten Hotel (Marisa Resort bei Chiang Dao) nur noch am Mae Sa Wasserfall. Wir haben wenig Hoffnung auf ein eindrucksvolles Erlebnis zu der Jahreszeit, aber es ist trotz eher wenig Wasser schön. Sehr viele Thai nutzen die 10 Kaskaden des Wasserfalls zum Picknicken und Baden, so ist es wider Erwarten recht voll. Und vor allem die oberen Kaskaden sehen auch schön aus. An den glatt geschliffenen Steinen und Aushöhlungen lässt sich erahnen, wie es hier zur Regenzeit aussieht. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir uns gut 1-2 Stunden mit einem kühlen Bier dort ausruhen und abkühlen können. Auf jeden Fall ein Tipp von mir, wenn man Zeit für einen entspannten Nachmittag hat (äh, wir hatten diese in unserem Urlaub offensichtlich nicht…).



Gegen 5 Uhr erreichen wir das Marisa Resort, ein paar Kilometer hinter Chiang Dao gelegen. Sehr schön, schöne Zimmer, lecker Essen, sehr ruhig mit Teichen in netter Parklandschaft. Ausgesprochen freundlich und den Preis fand ich angemessen.

Garten des Marisa Resort:



Restaurant des Marisa:

So 8.03 (Thaton – Mae Salong – Mae Sai): wir haben heute kein festes Ziel, sondern schauen, wie weit wir kommen. Als erstes fahren wir durch bis Thaton. Dort besichtigen wir den Wat Thaton, der am Berg gebaut ist. Ganz oben ist eine goldene Buddha-Statue, umgeben von Schlangenköpfen. An den Köpfen und am Hals des Buddha leben Bienenvölker, worauf uns ein Mönch hinweist. Es sieht aus, als hätten die Schlangen schwarze Bärte. Der Mönch erklärt, die Bienen seien nur ein paar Monate im Jahr hier. Der Blick ins Tal ist leider wieder nur theoretisch schön und endet an einer Wand aus Staub.



weidende Stein-Kuh:

Nächster Halt ist das Dorf Lorcha, ein königliches Entwicklungsprojekt, bei dem ein Akha-Dorf eine Führung anbietet. Es ist wirklich empfehlenswert und liebevoll gemacht. Man bekommt an englischen Tafeln einiges erklärt (die Dorfbewohner selbst sprechen fast kein englisch) und es wird einem viel vorgeführt: weben, das Tor, das die Geister von den Menschen trennt, eine Vogelfalle (ohne lebenden Vogel), die Arbeit des Dorfschmied, ein traditionelles Haus…. Die Dorfschaukel war von Kindern als Spielzeug in Beschlag genommen. Auch hier gab es hinterher kein Aufschwatzen von Souvenirs und für Fotos musste nichts gezahlt werden. Es war sehr freundlich und höflich.


Kurz hinter dem Dorf geht eine Straße ab zum Ort Mae Salong in den Bergen. Dort gibt es einen recht deutlichen chinesischen Einschlag, viel Tee zu kaufen und als wir da waren, ein Volksfest. Menschen in unterschiedlichen Trikots traten unter viel Jubel und Mitgefühl gegeneinander an, z.B. im Tauziehen. Es gibt auch einen 7Eleven. Auf der Passhöhe geht eine sehr (!) steile Straße zu einem tollen Tempel ab. Alternativ kann man ein paar Hundert Meter weiter links ab parken und gut 700 Stufen zu diesem Tempel hoch steigen. Es lohnt sich!!






Der Highway 1234 führt dann weiter bis oberhalb von Mae Chan. Es ist stellenweise recht steil, aber mit ein wenig Erfahrung im Bergfahren ist es ohne Probleme zu schaffen. Wie hatten einen Mietwagen kleinster Kategorie und weder Motor noch Bremsen haben versagt (ganz wichtig: keinesfalls dauerhaft auf der Bremse bleiben, sondern den Motor mit bremsen lassen. Der Motor sollte natürlich auch nicht zu hoch drehen, im Zweifelsfall Pausen machen). Bergab kommt man an vielen Teeplantagen vorbei und an einem wunderschönen Resort, dem Flower Hill Resort. Wir beschlossen aber, weiter bis Mae Sai zu fahren.
Auf der Straße Richtung Mae Sai ziehen sich viele Stände mit Erdbeeren lang, an denen es auch sehr leckeren Erdbeerwein zu kaufen gibt
Vor Mae Sai (oder ganz am Ortseingang) geht rechts der 1290 ab und gegenüber eine kleine Straße, an der mehrere Resorts liegen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen haben wir es aufgegeben, das im Loose beschriebene Pu Tawan Resort zu finden. Ich habe den Eindruck, es existiert nicht mehr. Wo es nach meinem Empfinden hätte sein sollen, ist eine Farm mit einem angeschlossenen Picknick-Platz, auf dem nur vegetarische Speisen verzehrt werden dürfen. Stattdessen haben wir im Huay Nam Rin Resort übernachtet, das am Ende der Straße liegt, genau da, wo es links Richtung Doi Tung geht (siehe unten) und rechts wieder Richtung Mae Sai. Das Resort ist in Ordnung, Preise je nach Zimmer zwischen 700 und 1000 Baht inkl. recht reichhaltigem Frühstück und AC. Aber nicht gerade überragend schön. Wir waren müde und hatten keine Lust, nach der „perfekten“ Unterkunft zu suchen. Und tatsächlich haben wir gut geschlafen: die Klimaanlage war sehr leise und das Bett nicht ganz so steinhart. Vorher haben wir noch einen riesen Super-Markt mit Nacht-Markt besucht, etwas vor dieser Straße am H110.
Mo 09.03. (Mae Sai – Lampang): wir besichtigen Mae Sai. Tatsächlich hätten wir uns den Grenzübergang zu Myanmar etwas, hm… „abenteuerlicher“ vorgestellt. Es war einfach nur eine recht schmucklose Brücke mit Grenzkontrolle. Auf Thai-Seite gibt es einen großen Markt, der sich durch die Nebenstraßen zieht. Vor allem alles mögliche an Elektrik-Artikeln und Kinderspielzeug, aber auch Kleidung und Schmuck wird angeboten. Wohl in erster Linie für kauffreudige Menschen aus Myanmar, die erstehen möchten, was es ihrem Land nicht gibt. Der Tempel (mit riesiger Skorpion-Statue und Blick über Myanmar) ist ebenfalls sehr sehenswert.

Bei der Touristen-Polizei haben wir uns erkundigt, ob es gefahrlos möglich ist, den 1149 entlang der Grenze zu Myanmar von Mae Sai auf den Doi Suthep zu nehmen. Man warnte uns, es sei steil, aber es war ansonsten in Ordnung. Da Myanmar nicht gerade als der menschenfreundlichste Staat bekannt ist, ist ein Nachfragen zur Grenzsituation aber sicher immer angebracht. Die Straße hoch zum Doi Suthep ist absolut toll!!! Wunderschöner Dschungel, tolle Ausblicke, absolut empfehlenswert!!! Aber wirklich stellenweise steil und eng. Teilweise kamen wir nur noch im ersten Gang weiter (Wir sehnten uns nach unserem Alfa Romeo Brera Zuhause



Kurz vor dem höchsten Punkt kommt noch ein Militärposten, direkt dahinter eine Art „Park“. Man darf rein und die Schießscharte Richtung Myanmar bewundern. Kurz davor ist ein Dorf auf Myanmar-Seite direkt an der Straße, umgeben von hoher Umzäunung. Kurz danach hat einen die Zivilisation wieder und man erreicht den im Loose beschriebenen Park (nicht den zum Palast gehörenden). Der Park ist wunderschön mit Unmengen von Schmetterlingen, kostet 50 Baht Eintritt, lohnt aber auf jeden Fall.





Etwa 5 km weiter unten ist der Wat Doi Tung. Als wir da waren, war ein großes Fest und kein Parkplatz in Sicht. Im Umkreis von etwa 2km war die komplette (schmale) Straße zugeparkt. Wir haben es aufgegeben, da wir immerhin noch bis Lampang kommen wollten an dem Tag. Eigentlich Schade, wir hätten mehr Zeit haben müssen. Der einzige weitere Zwischenstopp der Route nach Lampang war in Phayao. Ein wirklich nettes Städtchen an einem See. Durch den Dunst wirkte der See nur schöner, endlich mal was Gutes an der schlechten Sicht. Interessant ist der Tempel Si Khom Kham im Norden der Stadt. Er liegt direkt am See und neben einer riesen Buddha-Statue hat er einen Park mit sehr drastischen Darstellungen der Hölle zu bieten. Menschen zerfressen von Maden, abgeschlagene Köpfe, Höllenhunde, die sich in Menschen verbeißen, welche sich verzweifelt versuchen auf einen dornigen Baum zu retten…




... und wie man es besser macht

Wir übernachten im vorgebuchten Hotel Lampang River Lodge. Im Loose steht, es sei beliebt bei Reisegruppen. Und tatsächlich ist neben uns eine größere Gruppe Engländer um die 60 Jahre im Resort. Wir beschließen (leider) am Buffet teilzunehmen. Das dürfte das unthailändischste Essen unseres Urlaubs gewesen sein. Bisher ging mein Essen hier so: schmeckt interessant, nach was auch immer… neu, unbekannt, „Exotisch“… und richtig gut!!! Aber in der River Lodge schmeckte es eher so, wie man es aus weniger guten „chinesischen“ Restaurants in Deutschland kennt… Nicht empfehlenswert…! Das Resort selbst ist aber recht schön, die Bungalows, der Pool, WLan umsonst, die Gartenlandschaft, Frühstück am Fluss… Vielleicht wäre das Essen a la carte auch besser gewesen?! Der Service ist weniger freundlich und persönlich als wir es sonst in Nordthailand erlebt haben. Trotz dass das Resort nicht schlecht ist, ich würde nicht wieder hier übernachten.



Di 10.03. (Lampang – Sukkhothai): Wir fahren morgens zum Elephant Conservation Center, 28km westlich von Lampang am H11 gelegen. Man muss spätestens 9:30 abfahrbereit am Parkplatz des elephant center stehen, um den Shuttle Bus zum morgendlichen Bad der Elefanten zu erwischen. Dort fällt auf: die meisten Elefanten werden von nicht-Thai geritten und gebadet (und hinterher auch in der Show präsentiert). Es gibt ein mehrtägiges Mahout-Program, das für mich absolut toll wirkte. Sollte ich erneut in Thailand sein, ich würde auf jeden Fall dran teilnehmen. Zu dem Elefanten-Center gehört auch eine Art Resort, das schön aussah. Die Show ist interessant und hinterher sind wir noch eine Stunde auf einem Elefanten durch den Dschungel geritten.





Anschließend ging es weiter zum Wat Phra Tat Lampang Luang. Die Tempelanlage ist groß, sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch Wert. Was wir bis Dato in Thailand noch nicht gesehen hatten: Pferdekutschen für Rundfahrten standen bereit. Die Pferde waren sehr gepflegt und gut genährt. Freundschaft schlossen wir mit einem Hundewelpen, der fröhlich und mit einem Glöckchen um den Hals zwischen den Kutschen unterwegs war.







Anschließend fuhren wir durch bis Sukhothai. Ein Hotel vorgebucht hatten wir nicht, entschieden uns aber, das Ruean Thai Hotel zu finden. Es war schwieriger als gedacht, die Karte im Loose extrem ungenau und das Hotel recht versteckt in einer Seitenstraße gelegen. Als wir es dann endlich gefunden hatten, war es aber der Mühe Wert. Sehr freundlich und wirklich schön. Wir mieteten uns für zwei Nächte ein, verbrachten den restlichen Nachmittag am Pool und genossen Abends ein recht leckeres Essen.
Im Hotel gibt es 2 zahme, freilaufende Eltern-Kaninchen mit ihren 6 Kindern, die sich mehr wie Hunde verhalten und fröhlich im Innenhof unterwegs sind.










Auf dem Rückweg haben wir am Big C Einkaufszentrum am H12 gehalten, das unter anderem einen Bäcker mit wirklich leckerem frischen Gebäck beinhaltet. Auch kann man für 30-40 Baht recht schmackhaft eine warme Zwischenmahlzeit einnehmen (im Food-Center). Alkoholische Getränke gibt es (nicht nur dort) nur zwischen 11 und 14 Uhr und dann wieder ab 17 Uhr zu kaufen. Dazwischen ist der Verkauf untersagt, wobei die Teilnahme an diesem Anti-Alkohol Programm für Verkäufer freiwillig zu sein scheint. War also nichts mit ein Bier für den Abend mitnehmen… Die Frage ist, warum man sich Mittags betrinken darf, nicht aber Nachmittags?!
Den restlichen Tag verbringen wir im Hotel am Pool und ein Stockwerk höher in der Hängematte. Es tut richtig gut, den Abend mal nicht mit Autofahren und Hotelsuche ausklingen zu lassen.
Das Ruean Thai Hotel war an beiden Nächten sehr gut gebucht. Ich denke, zur Hauptsaison ist Vorbuchen ratsam, wenn man hier übernachten möchte.
Sukkhothai und Ayutthaya sind deutlich mehr von ausländischen Touristen frequentiert, als die Gegend, in der wir im Norden unterwegs waren. In Thaton, Mae Salong und Mae Sai fast wir fast die einzigen (westlichen) Ausländer. Gestört hat das nicht, eher im Gegenteil.
Do 12.03. (Sukkhothai – Kamphaeng Phet - Ayutthaya): Wir stehen früh auf, da wir auf dem Weg nach Ayutthaya noch Kamphaeng Phet besuchen möchten. Besonders der Bereich der Waldtempel hat mir sehr gut gefallen. Es hat viel Atmosphäre und durch die Lage im Wald sind auch die Temperaturen recht angenehm. Wir sind mit dem Auto rein gefahren (50 Baht extra), man könnte das Gebiet aber auch ablaufen. So riesig, wie ich anfangs dachte, ist es nicht.







Mittags geht es weiter Richtung Ayutthaya. Bei Singburi am H32 ist ein großer Outlet-Store mit Markenkleidung (auch Schuhe), z.B. von Adidas oder Le Chevall. Die Ausschilderung zu dem Laden ist unmöglich zu übersehen
Wir beschließen, das im Loose beschriebene Old Palace Resort zu finden, da es in der Nähe der Ruinen ruhig nördlich der Altstadt liegt. Leider fahren wir letztlich an der entgegengesetzten Seite in die Altstadt rein und erleben das erste Verkehrschaos unseres Urlaubs. Jetzt verstehen wir, warum einige völlig davon abraten, in Thailand Auto zu fahren… Dennoch verfahren wir uns nicht und finden das Resort auf Anhieb. Glücklicherweise ist noch genau ein Zimmer frei. Wir zahlen 900 Baht für ein großes, helles Zimmer, mit Terasse, großen Fensterfronten, AC und Kühlschrank in einem kleinen Garten. Die Zeit reicht noch, um uns den alten Palast-Bereich anzusehen, der im Abendlicht wunderschön aussieht.
Beim anschließenden Spaziergang im Rama Park, spricht uns ein kleines Mädchen in sehr gutem englisch an, woher wir kommen. Wir antworten, aus Deutschland, woraufhin der Vater des Mädchens, mindestens genau begeistert wie seine Tochter, ein paar Brocken Deutsch zum besten gibt. Der Rama Park könnte irgendwo in der Welt sein. Menschen joggen, walken, spielen Badminton oder Boccia, führen ihre Hunde aus… Apropos Hunde: Vor allem in den Städten sieht man erstaunlich viele Rassehunde: Rottweiler, Pudel, Mops, Dalmatiner, Golden Retriever… Dabei ist das Verhältnis der Hunde und Menschen zueinander sehr entspannt. So z.B. ein Rottweiler und ein Dalmatiner, die einträchtig nebeneinander hoffend vor einem Essenwagen in Mai Sai saßen. Keine „Oh Gott ein freilaufender Kampfhund“-Hysterie wie mancherorts in Deutschland… Auch im Rama-Park wirkte kein einziger Jogger beunruhigt ob der vielen freilaufenden Hunde. Leinen scheinen fast völlig unbekannt, obwohl viele Hunde ein Halsband tragen, teils mit Glöckchen dran. Wir machen sonst meist in Ägypten Urlaub, wo Hunde mehr als unwillkommene Begleiterscheinung angesehen werden und oft völlig abgemagert und ängstlich Menschen gegenüber sind. Das sieht in Thailand doch ganz anders aus. Was es aber dringend bräuchte, sind Kastrationsprojekte für die Straßen- und Tempelhunde!










2. Teil Südthailand kommt gleich




































































































