Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

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chris
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Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Nachdem ich nun das zweite mal bei meinem Arbeitgeber ein sogenanntes Sabbatical beantragt hatte, dieses auch genehmigt wurde, möchte ich die Interessierten unter Euch hier daran teilhaben lassen.
Des letzte Sabbatical vor 2 Jahren war ja aufgrund der Pandemie lange auf der Kippe und es war bis kurz vor Abreise nicht klar, ob ich fliegen kann oder nicht. Durch die Quarantäne konnte ich die 3 Monate nur auf Thailand beschränken und auch hier waren aufgrund der Pandemie die Bedingungen für das reisen innerhalb Thailands sehr restriktiv.
Zur Erklärung, was ein sogenanntes Sabbatical ist folgendes:
Der Hintergedanke ist, das man sozusagen auf einen Teil seines Geldes verzichtet für eine längere Pause. Klassischerweise wird beim Sabbatical auf 25% des Gehalts verzichtet, obwohl Mann/Frau/Divers weiterhin die volle Arbeitszeit (also 100%) leistet. Das ganze ist auf 4 Jahre ausgelegt, die ersten 3 Jahre sind die sogenannte Ansparphase. Im 4. Jahr erfolgt dann die Freisstellungsphase. In der gesamten Zeit wird das Gehalt für 75% gezahlt.
Bei mir war das Modell auf 2 Jahre ausgelegt, 21 Monate Ansparphase und 3 Monate Freistellungsphase bei einer Bezahlung von 87,5% (also 12,5% "Verzicht


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chris
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Nach langem suchen hatte ich 8 Monate vor Abreise einen Flug über die LH-Group mit Austrian NUE->VIE->BKK und zurück gebucht. Der Preis war mit etwas über 1000 € nicht unbedingt günstig, aber da ich unbedingt ab/an NUE fliegen wollte war mir die Differenz zu Lufthansa mit dem Bus nach MUC und dann mit A380 nach BKK den Aufpreis von 100 € sekundär.
Alles schön und gut, nur beschloss die LH-Group im Oktober die Destination NUE abzuschreiben (bis auf die Flüge nach FRA und den Bus nach MUC). Also Flug einfach gecancelt, "sie zu, wie Du zurecht kommst". Der Zeitraum 31.12.2023-01.04.2024 war nun für die suche eines gleichwertigen Fluges mit einem deutlichen Mehrpreis verbunden. Das, was mir dann via Service Hotline angeboten wurde war der Kracher. Alle Flüge entweder über Indien mit mindestens 3x Fluggerät wechsel und 30 Stunden aufwärts. Das einzig brauchbare war das Angebot mit A380 und Bus als Zubringer. Genau der Flug, der am Tag der Buchung 100 € billiger gewesen wäre. Alle meine Anfragen wurden ignoriert und es hätte freilich auch noch Flüge mit TG via FRA gegeben. Das ist mir persönlich ziemlich bitter aufgestoßen.
Das einzige was ich noch machen konnte war den Abflug vom 31.12 auf den 30.12 zu legen.

Am Tag des Online Checkin wurde mir suggeriert, dass ein Online Checkin nur mit Visum möglich ist. Nun, ich wusste aber, dass ich nach 30 Tagen nach Laos weiter reisen werde. Auch ein Anruf im Servie Center brachte nix, es müsse alles genau geprüft werden.
Nun, ich hatte zwar eine gültige Hotelreservierung für Vientiane am 29.01.2024, aber da mir schon ahnte, dass genau Prüfen sicher für Lufthansa ein Grund ist, jemanden abzuweisen buchte ich für den 29.12 noch einen Flug mit Air Asia nach Vientiane.
Ich hatte demnach natürlich für den Zubringer nach MUC mit dem Bus keine Sitzplatzreservierung und hier fing der Spaß dann schon mit einer netten Diskussion mit dem Busfahrer an!
Nachdem ich dann mitfahren dürfte, es gab noch locker 5 Sitze, war ich nach gut 2 Stunden in München am Schalter der Lufthansa.

Der Prozess startete mit der Frage, warum ich nicht Online eingecheckt hätte :-?
Ich habe mir die Plauderei ersparen wollen und erwiderte nur, das es nicht ging. Nach gefühlt 5min in Begattungsstarre am Monitor, kam die Aussage, dass sie es so nicht könne und sie damit dem Supervisor Rücksprache halten müsse. Nun änderte sich für mich die Plauderei, die ich vermeiden wollte in einer Art Verhör. Ob das Flugticket für den Weiterflug am 29.01 echt sei, ob ich wirklich fliegen wolle und, ob denn der 29.01 innerhalb der 30 Tage sei :roll:
Es gab scheinbar keinen plausiblen Grund mehr, mich abzuweisen also erhielt ich ein Ticket. Es is aber nur ein STANDBY Ticket, der Flug LH772 sei überbucht und sie könne mir nicht garantieren, dass ich heute noch mitgenommen werde!
Ich versuchte, nicht die Contenance zu verlieren, konnte mir aber nicht verkneifen zu fragen, ob das wirklich ihr ernst sei. Ich wurde mehr oder weniger gezwungen, diesen Flug zu nehmen da der gebuchte Flug gecancelt wurde und nun darf ich noch hoffen, dass ich überhaupt fliegen darf? Sichtlich genervt schickte sie mich zum Gate, alles weitere könne ich dann da klären!

Eine Mischung aus Ärger Wut, Hass uund Enttäuschung machte sich in meinen Emotionen breit und und ich übte mich dank Meditation und zwei Whisky in Gelassenheit. :drinker
Das Personal am Gate war nicht wirklich eine Hilfe, alle Fragen wurden abgeblockt und ich wurde weiter vertröstet. 10min vor dem Abflug wollte ich nun in ernsterer Stimme genau wissen, ob ich nun mitfliegen darf oder anders planen müsse. Wie ein Wunder fand sie auf ihren Tresen ein einzig rumliegendes Ticket, wo sogar mein Name drauf stand. Sie hatten für mich scheinbar einen tollen platz gewählt, in der Mittelreihe ganz am Ende wo Toiletten und Bordküche ihren Platz haben.

Der Flug an sich war ganz okay, dank der konsumierten Getränke vor dem Flug und einem Wein (Bier gab es beim Austeilen der Mahlzeiten nicht) und noch einem Bier konnte ich den fehlenden Service in den gut 12 Stunden überstehen. Zwischen Abräumen der Mahlzeiten vom Abend und des Frühstücks ca. eine Stunde vor Ankunft in BKK existierte kein Service, das Licht wurde gelöscht und die Fenster sollten verdunkelt werden, schlafen ist halt auch ne Möglichkeit, fehlende Leistungen zu kompensieren.
Dafür war der Flug ruhig und angenehm in diesem einzigartigen Model von Airbus.

Mein Fazit: Ich werde meine M&M Karte zurück geben, für mich kommt LH nur noch als Zubringer in frage!


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chris
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Einer derer, der nicht fehlen darf bei jeder meiner Reisen ist Greeny.
Das Inseat Intertainment ist nicht wirklich besonders, aber die Zeit vergeht auch so irgendwie. In Bangkok landen wir trotz Verspätung von 25min Pünktlich, der Flug war komplett mit gut 500 Menschen ausgebucht bis auf den letzten Platz.
Am Suvarnhabumi Airport das übliche Procedere, mir ahnte schlimmes, als ich in Richtung Immigration abbog, aber das Chaos lichtete sich schnell, innerhalb von nicht einmal 15min war ich durch und wartete auf mein Gepäck. :D
Aussen wartete schon meine Abholung und ziemlich schnell befanden wir uns im Auto auf dem Weg nach Prachin Buri.
Hier wollte ich die ersten Tage verbringen, es ist wie mein 2. Zuhause und ich fühle mich sehr wohl. Da Sylvester war hätte ich abends noch an einer Feier in der Stadt teilnehmen können. Da ich aber bezüglich des Fluges ziemlich müde war und auch vor dem Flug noch die 7 Nachtdienste von der Arbeit fühlte wollte ich mich dann lieber ausruhen. Wir saßen aber den Abend och zusammen und ich befand, dass die Chang zum Abend genug für meine Bettschwere waren. :drinker
In meinem Zimmer daddelte ich noch etwas am Mobiltelefon, aber die Müdigkeit war größer und mir vielen immer wieder die Augen zu. Gegen 0 Uhr wachte ich dann durch lautes knallen von Feuerwerkskörpern auf, mit Tatel in der Hand. Nach einer kurzen Orientierungsphase war ich im Bilde und ja, es war ja Sylvester.
Ich wollte dann aber doch weiter schlafen, aber gegen 6 Uhr hab ich dann die Neujahrsgrüße auf dem Handy versenden können. :kugel
In den dann folgenden Tagen wurden Freunde besucht, Mitbringsel verteilt und viel gefeiert und gelacht mit "meiner 2. Famile".
Am 04.01 fuhr ich dann gemeinsam mit dem Sohn nach Kabin Buri, er arbeitet dort bei seinem Vater. Hier wurde ich auch herzlich Empfangen, seine Vater kenne ich gut und er ist ein guter Freund für mich. Er freute sich sehr über den Whisky (meine Lieblingssorte) und die Zigarre aus Kuba, die ich als Geschenk mitgenommen hatte.
In der Firma gab es dann zu Dienstbeginn eine Ansprache auf Thai, wo ich nicht so viel verstehen konnte. Allerdings wurde das Wort 3 Monate Freizeit und Urlaub immer wieder erwähnt :ymapplause:
Die 2 Tage, die ich dort verbrachte vergingen wie im fluge, wir waren oft Essen, mir wurde viel gezeigt und abends war auch immer Besuch im Haus und es wurde etwas gefeiert. Etwas unangenehm war aber, dass ich nicht einmal bezahlen dürfte. :roll:
Am 06.01 ging es dann mit dem Bus von Kabin Buri über Chantaburi nach Trat, dem Tor zu den Inseln in der Umgebung.


Werner
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von Werner »

Schöne Idee mit dem Sabbatical, eine Freundin hatte dies als Lehrerin auch mal gemacht. Es ist auch finanziell nicht ganz schlecht da durch geringeren Lohn auch die Einkommenssteuer runter geht. Ich wünsche dir eine gute Zeit in Thailand und Laos.

Der Unterschied zwischen LH und AUA ist gewaltig. (Zumindest war er es als ich das letzte mal flog vor einigen Jahren). Bei der AUA hatte ich das Gefühl ein gern gesehener Gast zu sein der umsorgt wird so wie ich es mit meinen Gästen zu Hause auch mache. Bei der LH war ich ein Kunde. Naja, geht so, Deutsch halt. Deswegen fliege ich gerne Thai weil die Ferien beim Einsteigen beginnen. Sie froh das sie dir bei dem Flug eine Stunde vor Ankunft noch Ruhe gegönnt haben. Bei Emirates hatten sie nach dem recht kurzen Flug eine Stunde vor Ankunft in Dubai das Flutlicht angeschaltet und den Flieger sauber gemacht, bzw. aufgeräumt, also gefühlt 10 x durch gelaufen und jedes Teil vom Abfall über Kopfhörer bis Decke einzeln eingesammelt, aber kein Frühstück oder Kaffee serviert. Das fand ich unterirdisch.

Die übelste Airline war jedoch die LTU, die es ja nicht mehr gibt. Dort war ich kein Gast, kein Kunde, sondern ein "Beförderungsfall" der abzuarbeiten ist. Gerade auch auf der Langstrecke hatten sie wenig Zeit für den Service, wichtiger ist es sicher gelangweilt rum zu hocken und miteinander zu schwätzen. Und sie sparten an jeder Ecke, sogar mit Worten: "Sie Kaffee?" "Sie Kaffee?" "Sie Kaffee?" war die Stakkato Frage die eine Stewardess stellte. Ich antwortete natürlich genau korrekt: "Nein, ich heiße nicht Kaffee, da meinen Sie jemand anderen". Dann "süß oder salzig" "süß oder salzig" "süß oder salzig". Mein Frage "was denn süß oder salzig sei" hatte sie dann völlig aus dem Konzept gebracht, sie musste erst einmal nach sehen was sie denn da seit 10 Minuten verteilte. Also gut das es die Airline nicht mehr gibt. So einen schlechten Service hatte ich nie mehr erlebt.

Der A380 ist schon verdammt schön. Ich bin mit dem mit der Thai geflogen, irgendwo vorne unten mit viel Platz und wenig Leuten. War gut.

Danke für den Bericht,

ich bin gespannt wie es weiter geht. W.


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chris
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Der Bus aus Korat kam pünktlich in Kabin Buri an, er war nicht so voll sodass die Fahrt von 5 Stunden angenehm war. Der Nachteil an diese Art des reisen ist natürlich, dass der Bus gefühlt an jedem Baum hält, aber die Vorteile sind natürlich der günstige Preis, man hat nette Gespräche und man sieht einiges. Ich persönlich finde dies nett, ich habe mit 3 Monaten ja genug Zeit.
Ich erreichte Trat vor Einbruch der Dunkelheit und am Busbahnhof angekommen warteten schon einige Fahrer, sodass ich ohne Probleme für 80 THB in mein Guesthouse befördert wurde. In Trat nächtige ich wie viele viele Jahre schon im Residang, die riesigen Betten sind einfach der Hammer.
Trat ist ein kleines verschlafenes Nest, hier steigen eigentlich nur Expats ab oder die, die die letzte Fähre auf die Inseln verpasst haben. Ich mag diese Stadt weil sie ein gewisses Flair für mich hat. Das Preisgefüge ist günstig, es gibt einige schöne Restaurants und Bars und ein ganz netten Streetfoodmarked.
Der Januar und Febuar sind auch vom Wetter sehr gute Monate, es ist nicht zu heiß, man kann auch Zimmer nehmen ohne AC. Das schöne am Residang ist auch, dass einige Zimmer über einen Balkon verfügen, was ich sehr gerne buche.
Es gibt sicher viel schönere oder günstigere Unterkünfte in Trat, mir sind die Besitzer (Kan & Herbert) aber ans Herz gewachsen und wir freuen uns jedes mal, wenn wir uns sehen.
Hier verbrachte ich dann 2 Nächte, bevor es weiter nach Koh Kood ging.


Werner
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von Werner »

Busfahrten finde ich oft als sehr lästig. Gute Gespräche hatte ich nie viele gerade in Asien schlafen sofort ein. Also das ist nicht mein Ding. Zugfahren hingegen finde ich super. In Deutschland fast immer im Speisewagen.

Das Guesthouse habe ich gefunden. Sieht gut aus. Schön auch die gute Beschreibung wie man BKK hin kommt auf der Webseite.

Danke für den Bericht. Ich wünsche dir eine gute Reise und viel Spaß auf der Insel. W.


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chris
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Allmächt, schon wieder ein Monat her, dass ich in meinem Reisebericht etwas verfasst habe :-o
Nun, die Tage in Trat waren schön, es war im Januar noch nicht so heiß und da die Zimmer mit Fan im obersten Stockwerk sind ging es trotz der Sonnenbestrahlung von der Temperatur her. Abends kann man die Fenster öffnen und da es Eckzimmer sind klappt's mit der Regulaton und einem Lüftchen in der Nacht gut. Auch schätze ich den Balkon, um dort ein Bierchen im freien zu genießen.
Da Kann etwas zu tun hatte habe ich mich bereit erklärt, ein wenig auf Herbert acht zu geben da er durch sein Alter und die verbundenen Einschränkungen+ Krankheit sehr eingeschränkt ist.
Neben dem obligatorischen Besuch auf dem Essens-Nachtmarkt mit den leckeren Saté Spießen gehe ich mittlerweile auch gerne tagsüber mal zum Duck &Noodle Shop. Wer mal in Trat übernachtet sollte sich das nicht entgehen lassen.


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chris
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Re: Ein Quartal SOA (LOS->Lao->LOS)

Beitrag von chris »

Werner hat geschrieben: 25.04.2024, 10:55 Busfahrten finde ich oft als sehr lästig. Gute Gespräche hatte ich nie viele gerade in Asien schlafen sofort ein. Also das ist nicht mein Ding. Zugfahren hingegen finde ich super. In Deutschland fast immer im Speisewagen.

Das Guesthouse habe ich gefunden. Sieht gut aus. Schön auch die gute Beschreibung wie man BKK hin kommt auf der Webseite.

Danke für den Bericht. Ich wünsche dir eine gute Reise und viel Spaß auf der Insel. W.
Hallo Werner,
es kommt oft darauf an, wo man fährt. Es mag sein, dass Mitreisende gerade in Asien in jeder Position schlafen können und wollen. Aber in vollen Bussen ist's auch nicht so leicht und ich persönlich habe schon oft gute Gespräche (auch mit Händen und Füßen) gehabt, die sich spontan ergeben haben. Zudem ist's immer auch lustig, was alles wie transportiert wird.


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