Seite 1 von 1

Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 26.08.2009, 12:52
von Werner
Bangkokpost von vor ein paar Tagen, Titelstory, aus dem Gedächniss zitiert:

Ausländer haben 90% der Strände Phukets aufgekauft.

Inhalt im Groben:
- Ausländer kaufen Thailand auf
- Thailand muss sehr achtgeben, damit es nicht komplett aufgekauft wird.
- Ausländer kaufen die Strände, angeblich Phuket 90% in ausländischen Besitz (welchen Teil denn wohl? Vorne am Beach regiert doch die Liegestuhl Maffia und die ist voll in Thai Hand. Kann sein, dass sich internationale Konzerne wie Club Med oder Meridan, die sich mit Sicherheit in ausländischer Hand befinden, die Bauplätze für ihre Hotels durch den Kauf des Geländes sichern, damit sie nicht nach zwei Jahren von einem Thai vertrieben werden können)
- Ausländer kaufen im Norden alles auf und eröffnen dort Guesthäuser, Resorts, Hotels.
- Ausländer kaufen Reisfelder und bauen Reis an, den sie nach Japan und Taiwan mit nehmen, die ursprünglichen Besitzer sind nun Pächter und arbeiten auf den Reisfeldern (oh welch ein Pech, da kann das Bangkok Großkapital keine Gewinne mehr abziehen, da verdienen dann nur noch die Reisbauern und die ausländischen Konzerne an dem Reisanbau)
- Ausländer sind sogar so dreist, dass sie Thais heiraten nur um Thailand aufzukaufen. Sie kaufen dann Land im Namen ihrer Ehefrau. (und hier vergisst die Bangkok Post, dass dieses Land zwar mit Ausländer Geld gekauft wurde, jedoch rechtlich einer Thai gehört, die den Ausländer einfach verjagen kann. Aber so kommt die arme Landbevölkerung zu Besitz und Wohlstand und das gefällt dem Bangkok Großkapital nicht)

Ok, es reicht, aber die Tendenz in dem Leitartikel der Bangkokpost war zum Kotzen und schafft richtig nett Ausländerfeindlichkeit.
Umgesetzt auf Deutschland würde da z. B. stehen: Dreiste Türken kaufen Häuser und eröffnen Dönerbuden ... General Motors kaufte große Flächen auf denen sie die OPEL Werke errichteten ...

Es wird unangenehmer hier.

Gruß W. :peace:

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 26.08.2009, 13:04
von Tom
Na ja, Werner, die Bangkok Post oder die Nation werden von Thais kaum oder nur sehr selten gelesen. Und diejenigen Thais welche diese Zeitungen lesen, werden sich ob solchen Berichten kaum gross beeinflussen lassen.
Allerdings schreiben die thailändischen Zeitungen schon seit mehreren Jahren in diesem Stil, nur können die wenigsten Ausländer diese Berichte lesen oder verstehen.

Doch um zum Threadtitel zurück zu kommen: Die Ausländerfeindlichkeit nimmt definitiv zu, ob man es nun wahrhaben will oder nicht. Allerdings ist dies nichts abnormales in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise. Wenn ich die aktuellen Zeitungen in der Schweiz lese dann sehe ich genau die selben Tendenzen und auch die "Stammtisch-Diskussionen" in Restaurants werden immer wie derber. Es liegt wohl leider im Wesen eines Menschen, dass man in schlechten Zeiten lieber primär mal anderen die Schuld zuschiebt anstatt sich selber an der Nase zu nehmen und etwas positives daraus versuchen zu machen.

In den letzten Monaten gab es doch mehr Uebergriffe auf Ausländer in Thailand als früher, dies konnte man in verschiedenen Medien so nachlesen oder es wurde auch in verschiedenen Foren thematisiert. Ob dies Ausländerfeindlichkeit ist, wage ich zu bezweifeln, hier geht es wohl mehr darum, an das Geld der Ausländer oder an ihre Wertsachen zu kommen.

Körperliche Angriffe auf Ausländer haben nach meinem Ermessen ebenfalls eindeutig zugenommen. Allerdings ist mir solches bisher nur in Touristenzentren aufgefallen. Wenn wir im Isaan unterwegs waren oder unterwegs sind, dann bin ich noch nie, aber wirklich noch nie in eine brenzlige Situation geraten. Im Gegenteil, selbst Betrunkene haben mich dort (im Gegensatz zu Bangkok oder Phuket) noch nie dumm angemacht.

Gruss Tom

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 26.08.2009, 16:03
von shadu
inwiefern können ausländer da alles aufkaufen?

ich dachte immer man kannd as gar nicht kaufen als ausländer, bzw. braucht man eine(n) thai dazu.
pachten, mieten ok aber von fix kaufen?

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 26.08.2009, 16:45
von smile
Ich weiß nicht ob man den Artikel als ausländerfeindlich bezeichnen kann?! Es ist nunmal bis auf wenige Ausnahmen Ausländern nicht erlaubt Land zu kaufen und wenn man nun durch eine Studie herhausfindet, das ein Heer von Anwälten Schlupflöcher gesucht und gefunden hat und das komische Konstrukte gebastelt werden, um das Verbot zu umgehen dann löst das eben eine Diskussion aus, die ich durchaus für berechtigt halte.
:)

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 26.08.2009, 23:07
von chrissibaer
Werner hat geschrieben:- Ausländer sind sogar so dreist, dass sie Thais heiraten nur um Thailand aufzukaufen. Sie kaufen dann Land im Namen ihrer Ehefrau. (und hier vergisst die Bangkok Post, dass dieses Land zwar mit Ausländer Geld gekauft wurde, jedoch rechtlich einer Thai gehört, die den Ausländer einfach verjagen kann. Aber so kommt die arme Landbevölkerung zu Besitz und Wohlstand und das gefällt dem Bangkok Großkapital nicht)
Was die Bangkok Post schreibt, war lange Zeit geltendes Recht.
In der Zeit vor Thaksin wars vereinfacht so: Wenn eine Thai einen Ausländer heiratete, dann musste sie ihren Grund und Boden innerhalb eine halben Jahres verkaufen, sonst wäre es an den Staat gefallen. Das gleiche galt für Erbschaften.
Die Zeiten sind vorerst vorbei, unter Thakky wurde das geändert: Die Thai (und auch die Kinder) dürfen nunmehr Grund besitzen und kaufen, der angeheiratete Ausländer nach wie vor nicht.
Allerdings gabs vor wenigen Wochen mal wieder einen Vorstoß. Bei Thais, die ausländische Ehepartner haben, sollte überprüft werden, ob das Geld, mit dem sie Land gekauft hatten, auch tatsächlich von ihnen stammt und nicht etwa vom "Ausländer". Ist wohl momentan wieder vom Tisch. Fragt sich nur wie lange.

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 27.08.2009, 16:37
von Werner
Smile, dass Heerscharen von Anwälten sich goldene Nasen verdienen ist ja bekannt und auch in anderen Ländern normal.

Schade ist, dass sie die Problematik des massenhaften Landaufkaufs von Ackerflächen nicht so richtig thematisieren, der derzeit ja weltweit geschieht. Es gibt Verschiebungen zu multinationalen Konzeren, die Anbauflächen aufkaufen und dort für ihre eigenen Interessen anbauen und ggf auch exportieren.

Das Interessante ist ja, dass es eigentlich nicht geht, dass ein Ausländer Land erwerben kann, und dass hier trotzdem solche Stimmung gemacht wird und das auch gegen den Mann der eine arme Thai heiratet und mit ihr gemeinsam im Isarn ein Haus kauft. Das ist nun wirklich keine Landübernahme durch Ausländer und kaum ein Ort im Isarn muss befürchten, dass 90% des Landes von den bösen Ausländern mittels Heirat einer Thai gekauft werden kann.

Tom, zu deiner Anmerkung, also schreibt die Bangkok Post eigentlich nur für Ausländer und macht ihnen hier recht platt klar, dass sie eigentlich unerwünscht sind. sehr interessant.

Gruß W. :peace:

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 27.08.2009, 17:26
von Tom
Werner hat geschrieben:Tom, zu deiner Anmerkung, also schreibt die Bangkok Post eigentlich nur für Ausländer und macht ihnen hier recht platt klar, dass sie eigentlich unerwünscht sind. sehr interessant.
Wie gesagt, dass Ausländer unerwünscht sind steht nirgends geschrieben. Aber durchaus darf eine Zeitung ihre Meinung kundtun, wie sich ein Ausländer ihrer Meinung nach zu verhalten hat und was er ihrer Meinung tun darf und was nicht. Gesetze macht eine Zeitung ja nicht, eine Meinung vertreten aber durchaus.

Und ja, ich stehe dazu dass die Bangkok Post eigentlich nur für Ausländer schreibt... Oder anders rum gefragt: wieviele Thais siehst Du jeweils diese Zeitung lesen? In Bangkok sind es schon mal nicht sehr viele.... gehst Du in ländliche Gebiete ist es überhaupt niemand.

Gruss Tom

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 28.08.2009, 10:06
von smile
Werner hat geschrieben:Tom, zu deiner Anmerkung, also schreibt die Bangkok Post eigentlich nur für Ausländer und macht ihnen hier recht platt klar, dass sie eigentlich unerwünscht sind. sehr interessant.

Gruß W. :peace:
Klar schreibt die Bangkok Post für Ausländer ... und ein paar Thais, die ihr Englisch verbessern wollen ... ich denke der Markt für englischsprachige Zeitungen ist in Deutschland auch eher gering.

Ich hab den Artikel der Bangkok Post rauf und runter gelesen ... das Ausländer unerwünscht sind kann ich nirgendwo lesen! Wenn hier eine Zeitung darüber berichtet, das bei Untersuchungen festgestellt wurde das viele asiatische Restaurants illegal Landsleute ins Land schleusen und man dagegen vorgehen will, ist das dann auch "Ausländerfeindlich"?
:)

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 28.08.2009, 10:56
von talueng
Diese Überschrift ist fast richtig gewählt. Ich würde eine Einschränkung machen und zwar Ausländerfeindlichkeit nimmt gegenüber Expats zu.
Es sind ja nicht nur solche Berichte über den Landerwerb durch Ausländer bzw.ihren Thaifrauen, wobei ich das noch in Ordnung, da sonst ein Ausverkauf Thailands stattfindet. Nein, auch die Ausländer die ein verlängertes Visum benötigen müssen nun ein Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen (wird wohl noch nicht überall umgesetzt). Ich will es mal so wiedergeben, wie mir das letztens ein Thai bekannter im Chat geschrieben hat. Auf B Touri's kann Thailand verzichten. Da sieht man die Tendenz wohin es gehen soll, Thailand will das "Billig" Image loswerden und wie bekommt man die B Touris raus indem man das Land immer unatrraktiver macht.

Die Ausländerfeindlichkeit gab und gibt es in Thailand, allerdings nicht den ZAHLENDEN Touristen gegenüber, der wird weiterhin mit einem Lächeln empfangen.


talueng

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 28.08.2009, 11:07
von smile
talueng hat geschrieben:Diese Überschrift ist fast richtig gewählt. Ich würde eine Einschränkung machen und zwar Ausländerfeindlichkeit nimmt gegenüber Expats zu.
Es sind ja nicht nur solche Berichte über den Landerwerb durch Ausländer bzw.ihren Thaifrauen, wobei ich das noch in Ordnung, da sonst ein Ausverkauf Thailands stattfindet. Nein, auch die Ausländer die ein verlängertes Visum benötigen müssen nun ein Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen (wird wohl noch nicht überall umgesetzt). Ich will es mal so wiedergeben, wie mir das letztens ein Thai bekannter im Chat geschrieben hat. Auf B Touri's kann Thailand verzichten. Da sieht man die Tendenz wohin es gehen soll, Thailand will das "Billig" Image loswerden und wie bekommt man die B Touris raus indem man das Land immer unatrraktiver macht.

Die Ausländerfeindlichkeit gab und gibt es in Thailand, allerdings nicht den ZAHLENDEN Touristen gegenüber, der wird weiterhin mit einem Lächeln empfangen.


talueng
Da wirfst Du jetzt Expats und Billigtouristen in eine Kiste und machst "Ausländerfeindlichkeit" daraus.

Wenn Visumsbestimmungen ein Land "ausländerfeindlich" machen, dann gehört aber wohl der ganze Schengen-Raum, die USA, Japan etc. zum ausländerfeindlichsten was es gibt!
Und das ein Land versucht kleinkriminelle Ausländer irgendwie nach Hause zu bugsieren kannst Du in jedem Land der Welt beobachten.

Billigtouristen ... was ist denn eines der meistgenannten Grauen in diesem Forum: "total überlaufen", "Massentourismus", "Neckermänner".
Die Thailändische Tourismusindustrie soll also schauen das die Besucherzahlen nicht weiter steigen, der Preis darf auch nicht signifikant steigen! Da quadrieren die einfach mal den Kreis.
:)

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 28.08.2009, 11:44
von talueng
smile hat geschrieben:
talueng hat geschrieben:Diese Überschrift ist fast richtig gewählt. Ich würde eine Einschränkung machen und zwar Ausländerfeindlichkeit nimmt gegenüber Expats zu.
Es sind ja nicht nur solche Berichte über den Landerwerb durch Ausländer bzw.ihren Thaifrauen, wobei ich das noch in Ordnung, da sonst ein Ausverkauf Thailands stattfindet. Nein, auch die Ausländer die ein verlängertes Visum benötigen müssen nun ein Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen (wird wohl noch nicht überall umgesetzt). Ich will es mal so wiedergeben, wie mir das letztens ein Thai bekannter im Chat geschrieben hat. Auf B Touri's kann Thailand verzichten. Da sieht man die Tendenz wohin es gehen soll, Thailand will das "Billig" Image loswerden und wie bekommt man die B Touris raus indem man das Land immer unatrraktiver macht.

Die Ausländerfeindlichkeit gab und gibt es in Thailand, allerdings nicht den ZAHLENDEN Touristen gegenüber, der wird weiterhin mit einem Lächeln empfangen.


talueng
Da wirfst Du jetzt Expats und Billigtouristen in eine Kiste und machst "Ausländerfeindlichkeit" daraus.

Wenn Visumsbestimmungen ein Land "ausländerfeindlich" machen, dann gehört aber wohl der ganze Schengen-Raum, die USA, Japan etc. zum ausländerfeindlichsten was es gibt!
Und das ein Land versucht kleinkriminelle Ausländer irgendwie nach Hause zu bugsieren kannst Du in jedem Land der Welt beobachten.

Billigtouristen ... was ist denn eines der meistgenannten Grauen in diesem Forum: "total überlaufen", "Massentourismus", "Neckermänner".
Die Thailändische Tourismusindustrie soll also schauen das die Besucherzahlen nicht weiter steigen, der Preis darf auch nicht signifikant steigen! Da quadrieren die einfach mal den Kreis.
:)

Nein, da hast Du mich jetzt bewusst falsch verstanden.

1. Habe darauf hingewiesen, das die Überschrift eine Einschränkung benötigt und zwar Ausländerfeindlichkeit gegenüber Expats
2.Billigtouristen sind natürlich willkommen, solange diese genug Geld mitbringen. Aber das eine schliesst ja das andere aus:-)

talueng

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 29.08.2009, 00:52
von sinji
talueng hat geschrieben: ...Ausländerfeindlichkeit gegenüber Expats[/b]
da hast du sicher recht.
Unter den Expats gibt es leider auch einige Verbrecher, die vor vielen Jahren in Thailand untergetaucht sind und nun ihre Gesetze machen, inklusive Erpressung und Ausbeutung ...
normal, dass die Thais sauer sind auf diese Ausländer und ich hoffe, dass sie was ändern können.
LG

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 29.08.2009, 06:03
von Caveman
talueng hat geschrieben: ... Landerwerb durch Ausländer bzw.ihren Thaifrauen, wobei ich das noch in Ordnung, da sonst ein Ausverkauf Thailands stattfindet.
Da nach wie vor nur solche natuerlichen Personen Land besitzen duerfen, die die thailaendische Staatsangehoerigkeit besitzen, kann ueberhaupt kein Ausverkauf erfolgen. Wenn die thailaendische Ehefrau eines Auslaenders Land erwirbt, bleibt dieses ja weiterhin in thailaendischer Hand. Damit gibt es auch keinerlei Probleme. Vereben kann sie das Land dann zwar auch ihrem auslaendischen Ehemann, doch macht dies absolut keinen Sinn. Dieser muss es dann naemlich innerhalb eines Jahres verkaufen. Wenn aber jemand verkaufen muss, wird er kaum einen akzeptabelen Preis dafuer erlangen koennen. Sind gemeinsame Kinder vorhanden, wird halt an die Kinder vererbt. Ob die neben ihrer thailaendischen Staatsangehoerigkeit auch noch eine andere haben, interessiert dabei nicht. In Thailand gelten sie als Thai.
talueng hat geschrieben: auch die Ausländer die ein verlängertes Visum benötigen müssen nun ein Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen (wird wohl noch nicht überall umgesetzt).
Das stimmt so auch nicht. Ein polizeiliches Fuehrungszeugnis wird lediglich verlangt, wenn man eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung beantragt. Da hierfuer aber auch zahlreiche weitere - von vielen nicht erfuellbare - Voraussetzungen erfuellt werden muessen, macht das kaum jemand. Die allermeisten hier lebenden Auslaender begnuegen sich damit, sich ihre Aufenthaltsgenehmigung jedes Jahr um ein weiteres Jahr verlaengern zu lassen. Hierfuer ist ein polizeiliches Fuehrungszeugnis aber nicht erforderlich.

Ob ein Gesundheitszeugnis errforderlich ist, haengt von der jeweiligen Auslaenderbehoerde ab (teilweise auch vom Aufenthaltsgrund). Das aendert sich auch laufend. Mal will die Behoerde in A eins sehen und die in B nicht, mal umgekehrt und dann wieder beide oder gar keine. Modeerscheinungen halt, die es schon immer gab und immer geben wird. Mit zahlreichen anderen - teils skurril anmutenden - Dokumentenanforderungen ist das nicht anders.

So ein Gesundheitszeugnis ist uebrigens ne voellig harmlose Nummer. Man geht in ein anerkanntes Krankenhaus und sagt, dass man eine Bescheinigung fuer die Immigration braucht. Dann fragt einen der Arzt, ob man an irgendwelchen Krankheiten leide. Verneint man dies, wird bestenfalls noch kurz der Blutdruck gemessen. Ist ne Sache von 2 oder 3 Minuten plus ein paar Minuten Wartezeit. Kostet je nach Krankenhaus zwischen einem und vielleicht 4 Euro. Wenn es "meine" Immigration gluecklich macht, dann liefere ich denen diesen Wisch liebend gern.

Gruss
Caveman

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 29.08.2009, 09:33
von talueng
Caveman hat geschrieben:
talueng hat geschrieben: ... Landerwerb durch Ausländer bzw.ihren Thaifrauen, wobei ich das noch in Ordnung, da sonst ein Ausverkauf Thailands stattfindet.
Da nach wie vor nur solche natuerlichen Personen Land besitzen duerfen, die die thailaendische Staatsangehoerigkeit besitzen, kann ueberhaupt kein Ausverkauf erfolgen. Wenn die thailaendische Ehefrau eines Auslaenders Land erwirbt, bleibt dieses ja weiterhin in thailaendischer Hand. Damit gibt es auch keinerlei Probleme. Vereben kann sie das Land dann zwar auch ihrem auslaendischen Ehemann, doch macht dies absolut keinen Sinn. Dieser muss es dann naemlich innerhalb eines Jahres verkaufen. Wenn aber jemand verkaufen muss, wird er kaum einen akzeptabelen Preis dafuer erlangen koennen. Sind gemeinsame Kinder vorhanden, wird halt an die Kinder vererbt. Ob die neben ihrer thailaendischen Staatsangehoerigkeit auch noch eine andere haben, interessiert dabei nicht. In Thailand gelten sie als Thai.
Das stimmt zu 100%
talueng hat geschrieben: auch die Ausländer die ein verlängertes Visum benötigen müssen nun ein Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen (wird wohl noch nicht überall umgesetzt).
Das stimmt so auch nicht. Ein polizeiliches Fuehrungszeugnis wird lediglich verlangt, wenn man eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung beantragt. Da hierfuer aber auch zahlreiche weitere - von vielen nicht erfuellbare - Voraussetzungen erfuellt werden muessen, macht das kaum jemand. Die allermeisten hier lebenden Auslaender begnuegen sich damit, sich ihre Aufenthaltsgenehmigung jedes Jahr um ein weiteres Jahr verlaengern zu lassen. Hierfuer ist ein polizeiliches Fuehrungszeugnis aber nicht erforderlich.
Ich schicke dir den ganzen Text per PN zu....
"die thailändische Botschaft in Deutschland verlangt seit etwa Mitte August 2009 für die Beantragung eines Non Immigrant Visums zusätzlich zu den normalen Unterlagen noch ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis vom Hausarzt. Ein entsprechendes Schreiben hängt und liegt bei der Botschaft aus, auf deren Webseite ist aber bis dato noch nichts darüber nachzulesen"
Ob ein Gesundheitszeugnis errforderlich ist, haengt von der jeweiligen Auslaenderbehoerde ab (teilweise auch vom Aufenthaltsgrund). Das aendert sich auch laufend. Mal will die Behoerde in A eins sehen und die in B nicht, mal umgekehrt und dann wieder beide oder gar keine. Modeerscheinungen halt, die es schon immer gab und immer geben wird. Mit zahlreichen anderen - teils skurril anmutenden - Dokumentenanforderungen ist das nicht anders.
So ein Gesundheitszeugnis ist uebrigens ne voellig harmlose Nummer. Man geht in ein anerkanntes Krankenhaus und sagt, dass man eine Bescheinigung fuer die Immigration braucht. Dann fragt einen der Arzt, ob man an irgendwelchen Krankheiten leide. Verneint man dies, wird bestenfalls noch kurz der Blutdruck gemessen. Ist ne Sache von 2 oder 3 Minuten plus ein paar Minuten Wartezeit. Kostet je nach Krankenhaus zwischen einem und vielleicht 4 Euro. Wenn es "meine" Immigration gluecklich macht, dann liefere ich denen diesen Wisch liebend gern.

Gruss
Caveman

Was das G-Zeugnis angeht hatte ich letztens erst mit einem Expat gesprochen, da waren es 400 Baht. Naja...auch nicht viel mehr...

Re: Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Verfasst: 29.08.2009, 10:00
von Caveman
talueng hat geschrieben: "die thailändische Botschaft in Deutschland verlangt seit etwa Mitte August 2009 für die Beantragung eines Non Immigrant Visums zusätzlich zu den normalen Unterlagen noch ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis vom Hausarzt. Ein entsprechendes Schreiben hängt und liegt bei der Botschaft aus, auf deren Webseite ist aber bis dato noch nichts darüber nachzulesen"
Ja, die Botschaft in Berlin hat anscheinend tatsaechlich einen solchen Aushang und verlangt diese Nachweise wohl auch. Ob nur in bestimmten Faellen oder generell, weiss ich nicht. Von anderen thailaendischen Auslandsvertretungen ist mir dies aber nicht bekannt. Auch die Konsulate in Deutschland verlangen Derartiges meines Wissens nicht. Sollte die Botschaft diese Linie allerdings beibehalten, ist davon auszugehen, dass sich zumindest das Frankfurter Generalkonsulat anschliessen wird. Bei den Honorarkonsulaten habe ich jedoch so meine Bedenken.

Hierbei geht es aber nicht um eine Verlaengerung der Aufenthaltsgenehmigung (was du mit "verlaengertes Visum" wohl gemeint haben duerftest) sondern um die Ausstellung eines Non Immigrant Visums an sich. Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand betrifft dies auch ausschliesslich Non Immigrant Visa. Ich weiss zur Zeit auch noch nicht, ob hiervon tatsaechlich alle Typen des Non Immigrant Visums betroffen sind oder nur bestimmte.

Fraglich ist auch, was in einem solchen vom Hausarzt ausgestellten "Gesundheitszeugnis" ueberhaupt drin stehen muss, darf, soll.

Gruss
Caveman