Kleine Eindrücke
Verfasst: 21.02.2012, 19:55
Wir sind wieder zurück.
Das ist wohl einer der deprimierendesten Sätze, die man so übers Jahr sagen muss.
Die sechs Wochen waren wieder rum wie im Flug.
Vom Aufenthalt in Shanghai mit China Eastern habe ich ja schon geschrieben.
Die ersten Tage in Bangkok haben wir uns wie immer erstmal aklimatisiert.
Ich war auch zum ersten Mal auf dem Golden Mount, schöne Aussicht. Und
auch zum ersten Mal auf dem Bayoke Tower, die Aussicht war natürlich noch
gewaltiger.
Auch das Klongtaxi fahren haben wir diesmal noch perfektioniert.
Danach ging es mit dem Nachtzug wieder nach Chiang Mai. Und dann kam
das Highlight von diesem Urlaub, nämlich die 14 Tage Motorradtour in den
Isan.
Mittwoch ging es los. Ich habe meinen Nierengurt von zu Hause mitgebracht
und einen Helm beim Tesco gekauft. Auch einen Tankrucksack hatten wir
von zuhause mit. Dann noch einen Rucksack auf dem Gepäcktraeger und los
gings.
Der erste Tag war der schlimmste. Wir hatten nicht richtig gepackt und der
Rucksack drückte mir in den Rücken und das verlängerte Rückrat tat schon
bald weh. Ich dachte schon an Umkehr. Die erste Station war Thoei. Wir
sind in ein kleines Motel, das Zimmer 500 Baht. Sehr sauber. Nach dem Essen noch
ein Spaziergang
und dann wurden die Kniffelwürfel ausgepackt.
Am zweiten Tag haben wir anders gepackt und dann ging es viel besser
und wir haben uns wohler gefühlt. Wir fuhren wieder bergauf, bergab, vorbei
an schönen goldenen Buddhas, Flüssen und glänzenden Wats.
Mittags waren wir in Sawankhalok und haben Rast gemacht. Über
Phitsanoluk ging es an der grünen Route zum Wasserfall Tok Kaeng. Den
kannten wir schon von früher.
Der Bungi war schön gross für 800 Baht, direkt am Fall mit schöner Terasse,
herrlich.
Am dritten Tag sah der Himmel anders aus als sonst und der erste heftige
Schauer erwischte uns, kurz nachdem wir losgefahren sind.
Zum Glück stand am Rand ein Unterstellplatz. Wir haben das Motorrad
abgestellt und ich fing langsam an zu frieren. Mist. Bei den Häusern
hinter dem Schober waren Thais, die winkten uns zu sich und wir
standen etwas trockener. Mit Händen und Füssen und Thaiwörterbuch
haben wir uns ein bischen verständigt, total liebe Leute. Es gab einen
heissen Kaffee der Regen liess nach und wir versuchten, weiter zu fahren
Die grüne Route bis Lom Sak ist landschaftlich wirklich ein Traum. Die
erneute Dusche von oben zwang uns erneut zum Halten und wir nutzten
die Gelegenheit zum leckeren Essen.
Weiter gings, die Strassen waren nass und die Unfälle häuften sich.
Man könnte meinen, man wäre beim Crashcar Rennen oder sowas.
Die Pickups sind teilweise richtig über zig Meter den Berghang hinunter
gekollert, in die Leitplanken, falls vorhanden. Frontalzusammenstösse
und Streifschüsse, war alles da.
Soviel Unfälle habe ich die ganzen Jahre in Thailnd nicht zusammen gesehen.
Mir war schon ziemlich mulmig. Einer lag sogar auf dem Dach im
Graben.
Das Unwetter hat uns wohl bei der Mittagspause überholt. Die Strasse
sah böse aus. Überall Bäume, Blätter, Zweige abgebrochen.
Und es kam alls keine Übernachtungsmöglichkeit. Mir schoss Rüdiger
Nehberg durch den Kopf. Vielleicht hätte man seine Überlebensstrategien
mal besser lesen sollen.
Endlich kam ein kleines Resort, schwups der Blinker raus, endlich
ein Bungi, 500 Baht. Super. Leider gab es keinen Strom, aber wir
hatten Teelichter dabei. Mit ein paar kleinen Steinen drumrum wurde
sogar das Kaffeewasser damit heiss. Und romantisch war es auch.
Am nächsten Tag hatten wir Glück, der Himmel war zeitweise ziemlich
dunkel, aber es blieb trocken.
So sind wir bis Chayaphum gekommen und haben uns das Siam
Riverside Hotel gegönnt. Nur zu empfehlen, tolle Zimmer, Pool,
Fitnesshalle, Sauna und sogar ein Pfauengehege und Wifi.
Abends sind wir dann durch die Stadt gelatscht, ein gemütliches
Örtchen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es weiter, durch den Isan. Ich war wirklich
angenehm überrascht. Es ist so schön hier und wird immer so ein
bischen als komplett uninteressant hingestellt. Kein bischen und
die Leute sind soooooooo lieb hier.
Wir kommen nach Na Po und finden nach ein bischen fragen
auch Lanees Residenz wo wir Ute besuchen wollen.
Wir werden freundlich begrüsst von Hans-Jörg und Lanee und
dürfen im Hotel wohnen.
Wow, die Zimmer sind ein Traum, natürlich alles ganz neu und
liebevoll eingerichtet.
Ute kommt und wir schwätzen, als kennen wir uns schon lange.
Auch die anderen Bewohner der Bungalows sind supernett.
Lanee kocht und versucht, es allen Gästen recht zu machen,
auch wenn man Sonderwünsche hat.
Es hat uns sogut gefallen, das wir vier Tage hiergeblieben sind.
Lanee hat uns noch eine Seidenfabrik gezeigt, wo wirklich echte
Seide hergestellt wird. Also alles, was ihr auf den Tourimärkten
für wenig Geld bekommt, ist bestimmt keine echte Seide, so
wie es immer dransteht.
Also wenn ihr in der Nähe seid und eine tolle Unterkunft braucht,
kann ich Lanees Residenz nur wärmstens empfehlen.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied und haben tatsächlich
Pipi in den Augen.
Hier waren wir bestimmt
nicht zum letzten Mal.
Ab gehts nach Phimai, nach Klein-Angkor-Wat und dem grössten
Banyam-Baum Thailands. Ist schon alles sehr gewaltig und atemberaubend.
Wir schauen uns alles an und beschliessen dann, noch weiter nach
Nakon Ratchasima zu fahren.
Das war dann schon stressig, viel Verkehr. Wir landen im V-One-Hotel,
Riesending. Das Zimmer ist winzig und kostet stolze 1000 Baht und
wir kommen uns vor wie in der Jugendherberge. Ist ja nur eine
Nacht. Dafür gibts ein tolles Frühstücksbuffet.
Wir fahren nach Sung Noen, wo wir den ältesten liegenden Buddha Thailands
anschauen. Er ist stolze 13,50 lang und aus Stein. Sehr imposant.
Weiter gehts über Sikhiu und Dan Khun Thot. Langsam fangen die Berge
wieder an. Der Popo fängt wieder an zu mahnen eine Unterkunft zu suchen.
Wir landen in Chai Badan im Narai Hotel. Was eine Bude. Klima kaputt,
das Licht geht auch nicht überall, der wirklich riesige 50 m Bahnen Pool
ist total verdreckt, die Tauben baden darin.
Aber wir lassen uns die Laune nicht vermiesen, gehen über den grossen
Markt und schauen einen langen chinesischen Umzug mit Drachen und
Musik.
Essen gibts in einer netten Kneipe mit Livemusik. Na also, wird doch.
Die Nacht wurde dann leider nicht, weil gefühlte tausend Chinesen die
ganze Nacht durchgefeiert haben. Da nutzten auch die Ohrstopfen nicht
mehr. Moskitos fanden mein Bett auch richtig toll und wir waren froh
als wir am Morgen weiterkonnten.
In Chai Badan gab es noch einen grossen Tempel auf einem Berg, danach
ab nach Si Thep. Alte Ruinen nach Khmer Art, die erst 1988 entdeckt
worden sind.
Weiter gings erstmal Richtung Pechabun und dann ab in die Pampa nach
Chon Daen. Die Strecke war traumhaft schön und wir haben einen
tollen Bungi gefunden, 500 Baht und schön eingerichtet. Das Bad
war riesig und die ganze Anlage sehr liebevoll gestaltet.
Wir fahren am Morgen weiter erst Richtung Wung Pong, nach Sak Lek,
nach Wang Thong. Wir müssen teilweise über grosse, befahrene
Strassen mit viel LKW und Bussen und absolut verrückten Minivans
fahren. Für schwache Nerven war das nichts. Jedesmal hat man
das Gefühl, gleich gibts einen Frontalzusammenstoss. Da heisst
es aufpassen, aber, Kompliment an den Fahrer, Aufgabe souverän
gelöst.
Abends sind wir in Wat Bot, kurz hinter Philok. Ein kleines
Guesthaus, das Zimmer riecht nach Mottenkugeln oder wahlweise
Urinsteinen, aber nach ein wenig lüften gehts.
Wir wollen essen, finden eine kleine Kneipe und fragen die Frau,
die kein englisch spricht, nach Chicken mit Reis (gai/khao).
Sie nickt, klar hat sie da.
Ich sehe die Tische und frage mich was das Riesenloch in der
Mitte soll. Wir setzen uns, und der Chef kommt mit einem
Eimer glühender Holzkohle und setzt die in das Loch. Dann
noch einen Zinkeimer drüber mit Löchern und einem Rand. Wir
sehen uns uns und es schwant Schlimmes. Die Platte mit Fleisch und Gemüse,
die dann kommt, ist auch nicht aufschlussreicher. Die Chefin
hat uns dann gezeigt, wie es geht. Einfach das Fleisch über
die Löcher und Wasser in den Rand, Gemüse dazu. Mann
war das ein leckeres Essen. So eine Art Thailandfondue.
Tja, ich sage ja immer, Reisen bildet.
Morgens haben wir den Wat Bua Luang besichtigt, superschön.
Kein Mensch da.
Auf einmal kamen sie, die Hunde. Erst einer, der bellte, der
zweite, knurrend, drei,vier,fünf, sechs und noch mehr. Ach
du Sch.... was jetzt.
Der Puls fing langsam an zu rasen. Wir sprangen auf das
Motorrad, ab durch die Meute, die bellend und schnappend
wie irre neben dem Motorrad herrasten. Schliesslich haben
wir sie abgehängt.
Puuuhhh. Ich weiss nicht ob sie gebissen hätten und was man
in so einem Fall tut. Ignorieren?? Schreien?? Keine Ahnung.
Aber ich fand es so schade, ich wäre dort noch gerne geblieben.
So what.
Weiter gings Richtung Uttaradit, dann vor Phrae tat der Po
wieder weh (reimt sich, hihi)
Eigentlich wollten wir in Den Chai Halt machen, haben aber
den Ort irgendwie verpasst und kamen nach dem Wat
Su Thon Mongkhon Si Ri.
Also da müsst ihr unbedingt mal hin. So eine Pracht habe
ich noch nie gesehen, einfach die Sprache verschlagend.
Und so bin ich immer noch sprachlos über diesen Tempel.
Mir fehlen einfach die Worte, diesen magischen Ort zu
beschreiben. Fahrt hin, guckts euch an.
Kein Resort in Sicht, der Popo musste bis Lampang
warten. Es fing wieder an zu regnen, diesmal Augen zu
und durch. Ausserdem gabs wieder genug zu sehen mit
abgestürzten Pickups und Totalschrott.
Aber ich hatte echt die Schnauze voll heute.
Im Pin Hotel fanden wir ein nettes Zimmer für 650 B.
Und eine heisse,heisse Dusche, ahhhhh herrlich. Im
Riverside Restaurant am Fluss gabs Abendbrot, aber wie immer waren
wir von den "besseren" Kneipen enttäuscht.
Essen teuer, schlecht und übersichtlich angeordnet.
Der Livemusiker war einfach nur grottenschaurig.
Am nächsten Tag haben wir das Elefantencamp in
Lampang angeschaut. Ist schon gross und das
Elefanten hospital bestimmt wichtig. Aber dann
wollten wir einfach nur nach Hause. Die Strasse war wieder
so eine Doppelspurige und nicht schön zum fahren, zumindest
als Motorradfahrer.
Aber endlich später Mittag, waren wir da und gleich zu
Mama Sun ins "Best Curry in Town" essen.
Es war wirklich eine tolle Reise mit vielen, vielen Eindrücken.
So, mir tut der Nacken weh vom vielen Schreiben.
lg nikki
Das ist wohl einer der deprimierendesten Sätze, die man so übers Jahr sagen muss.
Die sechs Wochen waren wieder rum wie im Flug.
Vom Aufenthalt in Shanghai mit China Eastern habe ich ja schon geschrieben.
Die ersten Tage in Bangkok haben wir uns wie immer erstmal aklimatisiert.
Ich war auch zum ersten Mal auf dem Golden Mount, schöne Aussicht. Und
auch zum ersten Mal auf dem Bayoke Tower, die Aussicht war natürlich noch
gewaltiger.
Auch das Klongtaxi fahren haben wir diesmal noch perfektioniert.
Danach ging es mit dem Nachtzug wieder nach Chiang Mai. Und dann kam
das Highlight von diesem Urlaub, nämlich die 14 Tage Motorradtour in den
Isan.
Mittwoch ging es los. Ich habe meinen Nierengurt von zu Hause mitgebracht
und einen Helm beim Tesco gekauft. Auch einen Tankrucksack hatten wir
von zuhause mit. Dann noch einen Rucksack auf dem Gepäcktraeger und los
gings.
Der erste Tag war der schlimmste. Wir hatten nicht richtig gepackt und der
Rucksack drückte mir in den Rücken und das verlängerte Rückrat tat schon
bald weh. Ich dachte schon an Umkehr. Die erste Station war Thoei. Wir
sind in ein kleines Motel, das Zimmer 500 Baht. Sehr sauber. Nach dem Essen noch
ein Spaziergang
Am zweiten Tag haben wir anders gepackt und dann ging es viel besser
und wir haben uns wohler gefühlt. Wir fuhren wieder bergauf, bergab, vorbei
an schönen goldenen Buddhas, Flüssen und glänzenden Wats.
Mittags waren wir in Sawankhalok und haben Rast gemacht. Über
Phitsanoluk ging es an der grünen Route zum Wasserfall Tok Kaeng. Den
kannten wir schon von früher.
Der Bungi war schön gross für 800 Baht, direkt am Fall mit schöner Terasse,
herrlich.
Am dritten Tag sah der Himmel anders aus als sonst und der erste heftige
Schauer erwischte uns, kurz nachdem wir losgefahren sind.
Zum Glück stand am Rand ein Unterstellplatz. Wir haben das Motorrad
abgestellt und ich fing langsam an zu frieren. Mist. Bei den Häusern
hinter dem Schober waren Thais, die winkten uns zu sich und wir
standen etwas trockener. Mit Händen und Füssen und Thaiwörterbuch
haben wir uns ein bischen verständigt, total liebe Leute. Es gab einen
heissen Kaffee der Regen liess nach und wir versuchten, weiter zu fahren
Die grüne Route bis Lom Sak ist landschaftlich wirklich ein Traum. Die
erneute Dusche von oben zwang uns erneut zum Halten und wir nutzten
die Gelegenheit zum leckeren Essen.
Weiter gings, die Strassen waren nass und die Unfälle häuften sich.
Man könnte meinen, man wäre beim Crashcar Rennen oder sowas.
Die Pickups sind teilweise richtig über zig Meter den Berghang hinunter
gekollert, in die Leitplanken, falls vorhanden. Frontalzusammenstösse
und Streifschüsse, war alles da.
Soviel Unfälle habe ich die ganzen Jahre in Thailnd nicht zusammen gesehen.
Mir war schon ziemlich mulmig. Einer lag sogar auf dem Dach im
Graben.
Das Unwetter hat uns wohl bei der Mittagspause überholt. Die Strasse
sah böse aus. Überall Bäume, Blätter, Zweige abgebrochen.
Und es kam alls keine Übernachtungsmöglichkeit. Mir schoss Rüdiger
Nehberg durch den Kopf. Vielleicht hätte man seine Überlebensstrategien
mal besser lesen sollen.
Endlich kam ein kleines Resort, schwups der Blinker raus, endlich
ein Bungi, 500 Baht. Super. Leider gab es keinen Strom, aber wir
hatten Teelichter dabei. Mit ein paar kleinen Steinen drumrum wurde
sogar das Kaffeewasser damit heiss. Und romantisch war es auch.
Am nächsten Tag hatten wir Glück, der Himmel war zeitweise ziemlich
dunkel, aber es blieb trocken.
So sind wir bis Chayaphum gekommen und haben uns das Siam
Riverside Hotel gegönnt. Nur zu empfehlen, tolle Zimmer, Pool,
Fitnesshalle, Sauna und sogar ein Pfauengehege und Wifi.
Abends sind wir dann durch die Stadt gelatscht, ein gemütliches
Örtchen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es weiter, durch den Isan. Ich war wirklich
angenehm überrascht. Es ist so schön hier und wird immer so ein
bischen als komplett uninteressant hingestellt. Kein bischen und
die Leute sind soooooooo lieb hier.
Wir kommen nach Na Po und finden nach ein bischen fragen
auch Lanees Residenz wo wir Ute besuchen wollen.
Wir werden freundlich begrüsst von Hans-Jörg und Lanee und
dürfen im Hotel wohnen.
Wow, die Zimmer sind ein Traum, natürlich alles ganz neu und
liebevoll eingerichtet.
Ute kommt und wir schwätzen, als kennen wir uns schon lange.
Auch die anderen Bewohner der Bungalows sind supernett.
Lanee kocht und versucht, es allen Gästen recht zu machen,
auch wenn man Sonderwünsche hat.
Es hat uns sogut gefallen, das wir vier Tage hiergeblieben sind.
Lanee hat uns noch eine Seidenfabrik gezeigt, wo wirklich echte
Seide hergestellt wird. Also alles, was ihr auf den Tourimärkten
für wenig Geld bekommt, ist bestimmt keine echte Seide, so
wie es immer dransteht.
Also wenn ihr in der Nähe seid und eine tolle Unterkunft braucht,
kann ich Lanees Residenz nur wärmstens empfehlen.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied und haben tatsächlich
Pipi in den Augen.
nicht zum letzten Mal.
Ab gehts nach Phimai, nach Klein-Angkor-Wat und dem grössten
Banyam-Baum Thailands. Ist schon alles sehr gewaltig und atemberaubend.
Wir schauen uns alles an und beschliessen dann, noch weiter nach
Nakon Ratchasima zu fahren.
Das war dann schon stressig, viel Verkehr. Wir landen im V-One-Hotel,
Riesending. Das Zimmer ist winzig und kostet stolze 1000 Baht und
wir kommen uns vor wie in der Jugendherberge. Ist ja nur eine
Nacht. Dafür gibts ein tolles Frühstücksbuffet.
Wir fahren nach Sung Noen, wo wir den ältesten liegenden Buddha Thailands
anschauen. Er ist stolze 13,50 lang und aus Stein. Sehr imposant.
Weiter gehts über Sikhiu und Dan Khun Thot. Langsam fangen die Berge
wieder an. Der Popo fängt wieder an zu mahnen eine Unterkunft zu suchen.
Wir landen in Chai Badan im Narai Hotel. Was eine Bude. Klima kaputt,
das Licht geht auch nicht überall, der wirklich riesige 50 m Bahnen Pool
ist total verdreckt, die Tauben baden darin.
Aber wir lassen uns die Laune nicht vermiesen, gehen über den grossen
Markt und schauen einen langen chinesischen Umzug mit Drachen und
Musik.
Essen gibts in einer netten Kneipe mit Livemusik. Na also, wird doch.
Die Nacht wurde dann leider nicht, weil gefühlte tausend Chinesen die
ganze Nacht durchgefeiert haben. Da nutzten auch die Ohrstopfen nicht
mehr. Moskitos fanden mein Bett auch richtig toll und wir waren froh
als wir am Morgen weiterkonnten.
In Chai Badan gab es noch einen grossen Tempel auf einem Berg, danach
ab nach Si Thep. Alte Ruinen nach Khmer Art, die erst 1988 entdeckt
worden sind.
Weiter gings erstmal Richtung Pechabun und dann ab in die Pampa nach
Chon Daen. Die Strecke war traumhaft schön und wir haben einen
tollen Bungi gefunden, 500 Baht und schön eingerichtet. Das Bad
war riesig und die ganze Anlage sehr liebevoll gestaltet.
Wir fahren am Morgen weiter erst Richtung Wung Pong, nach Sak Lek,
nach Wang Thong. Wir müssen teilweise über grosse, befahrene
Strassen mit viel LKW und Bussen und absolut verrückten Minivans
fahren. Für schwache Nerven war das nichts. Jedesmal hat man
das Gefühl, gleich gibts einen Frontalzusammenstoss. Da heisst
es aufpassen, aber, Kompliment an den Fahrer, Aufgabe souverän
gelöst.
Abends sind wir in Wat Bot, kurz hinter Philok. Ein kleines
Guesthaus, das Zimmer riecht nach Mottenkugeln oder wahlweise
Urinsteinen, aber nach ein wenig lüften gehts.
Wir wollen essen, finden eine kleine Kneipe und fragen die Frau,
die kein englisch spricht, nach Chicken mit Reis (gai/khao).
Sie nickt, klar hat sie da.
Ich sehe die Tische und frage mich was das Riesenloch in der
Mitte soll. Wir setzen uns, und der Chef kommt mit einem
Eimer glühender Holzkohle und setzt die in das Loch. Dann
noch einen Zinkeimer drüber mit Löchern und einem Rand. Wir
sehen uns uns und es schwant Schlimmes. Die Platte mit Fleisch und Gemüse,
die dann kommt, ist auch nicht aufschlussreicher. Die Chefin
hat uns dann gezeigt, wie es geht. Einfach das Fleisch über
die Löcher und Wasser in den Rand, Gemüse dazu. Mann
war das ein leckeres Essen. So eine Art Thailandfondue.
Tja, ich sage ja immer, Reisen bildet.
Morgens haben wir den Wat Bua Luang besichtigt, superschön.
Kein Mensch da.
Auf einmal kamen sie, die Hunde. Erst einer, der bellte, der
zweite, knurrend, drei,vier,fünf, sechs und noch mehr. Ach
du Sch.... was jetzt.
Der Puls fing langsam an zu rasen. Wir sprangen auf das
Motorrad, ab durch die Meute, die bellend und schnappend
wie irre neben dem Motorrad herrasten. Schliesslich haben
wir sie abgehängt.
Puuuhhh. Ich weiss nicht ob sie gebissen hätten und was man
in so einem Fall tut. Ignorieren?? Schreien?? Keine Ahnung.
Aber ich fand es so schade, ich wäre dort noch gerne geblieben.
So what.
Weiter gings Richtung Uttaradit, dann vor Phrae tat der Po
wieder weh (reimt sich, hihi)
Eigentlich wollten wir in Den Chai Halt machen, haben aber
den Ort irgendwie verpasst und kamen nach dem Wat
Su Thon Mongkhon Si Ri.
Also da müsst ihr unbedingt mal hin. So eine Pracht habe
ich noch nie gesehen, einfach die Sprache verschlagend.
Und so bin ich immer noch sprachlos über diesen Tempel.
Mir fehlen einfach die Worte, diesen magischen Ort zu
beschreiben. Fahrt hin, guckts euch an.
Kein Resort in Sicht, der Popo musste bis Lampang
warten. Es fing wieder an zu regnen, diesmal Augen zu
und durch. Ausserdem gabs wieder genug zu sehen mit
abgestürzten Pickups und Totalschrott.
Aber ich hatte echt die Schnauze voll heute.
Im Pin Hotel fanden wir ein nettes Zimmer für 650 B.
Und eine heisse,heisse Dusche, ahhhhh herrlich. Im
Riverside Restaurant am Fluss gabs Abendbrot, aber wie immer waren
wir von den "besseren" Kneipen enttäuscht.
Essen teuer, schlecht und übersichtlich angeordnet.
Der Livemusiker war einfach nur grottenschaurig.
Am nächsten Tag haben wir das Elefantencamp in
Lampang angeschaut. Ist schon gross und das
Elefanten hospital bestimmt wichtig. Aber dann
wollten wir einfach nur nach Hause. Die Strasse war wieder
so eine Doppelspurige und nicht schön zum fahren, zumindest
als Motorradfahrer.
Aber endlich später Mittag, waren wir da und gleich zu
Mama Sun ins "Best Curry in Town" essen.
Es war wirklich eine tolle Reise mit vielen, vielen Eindrücken.
So, mir tut der Nacken weh vom vielen Schreiben.
lg nikki