Ausflug ins belebte Chinatown/Bangkok
Verfasst: 23.11.2004, 17:32
Chinatown
Chinatown gehört zu den ältesten Stadtteilen Bangkoks. Ursprünglich lag die erste Siedlung der Chinesen im heutigen Gebiet des Grand Palace und des Wat Phra Keo. König Rama I ließ die chinesischen Einwohnern jedoch weiter südlich umsiedeln, da er den Bau des Grand Palaces und des Wat Phra Keo auf deren ersten Siedlungsgebietes plante. Die ersten Geschäfte wurden dann in der Sampeng Lane eröffnet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Chinatown zu einem der exotischsten Stadtteile Bangkoks heran.
Chinatown liegt größtenteils innerhalb der Straßenzüge Songsawat im Osten, Charoen Krung im Norden, Chakraphet im Westen und Songwat im Süden. Seine Hauptstraßen sind Charoen Krung, Yaowarat und Sampeng Ratchawong. Um sich einen Überblick von Chinatown zu verschaffen sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Ich empfehle immer wieder, sich vorher einen Stadtplan zu besorgen, die die meisten Buchläden anbieten. Auch sollten sie ihr Geld und all ihre Papiere in einem Brustbeutel mitnehmen, bei der Menschenmenge sind auch Trickdiebe immer unterwegs. Vergessen Sie nicht ihre Kamera und beachten dabei, das manche schöne Fotomotive im Halbdunkel liegen.
Es ist schwierig nach einem festen Plan Chinatown zu erkunden. Das Chinesenviertel von Bangkok ist ein großes, nicht sehr genau abgegrenztes Gebiet. Man sollte einfach nach Gespür und Lust den Stadtteil kennen lernen, und wer Chinatown mit seine Sehenswürdigkeiten richtig kennen lernen möchte, der sollte auch Abstecher in den kleinen Seitengassen nicht scheuen. Gegen nachts ist es jedoch nicht so empfehlenswert, zur eigenen Sicherheit nicht alleine in halbdunkle Gassen zu gehen. Die Sehenswürdigkeiten sind verstreut und in den auch vielen engen Gassen drängeln sich besonders tagsüber wimmelnde Menschenmassen von Geschäft zu Geschäft, von Stand zu Stand, von Haus zu Haus. Während des Tages wimmelt es hie nicht nur von Menschen, sondern herrscht hier auch ein unvergesslicher Verkehrstrubel. Die Abgase der vielen Autos sind zum Teil unangenehm. Davon sind eigentlich nur die vielen schmalen Seitengassen verschont, hier geht es ruhiger zu.
Hier wird einfach alles verkauft: u.a. Vogelnester, chinesische Kräutermedizin, chinesische Papierlaternen, Särge, Hühner, Enten, glückbringende Amulette, Kerzen, Antiquitäten, chinesisches Tempelzubehör und vieles andere mehr. Massagesalons, Uhrengeschäfte, zahlreiche Goldgeschäfte, Hochzeitsboutiquen, Akupunkturläden, Fotogeschäfte, Buchläden, Hotels sowie weitere Geschäfte säumen die Straßen und Gassen. Man erhält hier fast alles, ob uralt, alltäglich oder ultramodern. Viele von Bangkoks führenden Banken und Handelshäusern haben immer noch ihre Hauptverwaltungen in diesem Viertel, was auch beweist, wie groß der chinesische Einfluss in der Wirtschaft auch heute noch ist.
Nicht nur die reichhaltigen Warenbestände, sondern auch viele altmodische Häuser und die chinesische Atmosphäre machen das Viertel zu etwas Besonderem. Die zahlreichen Restaurants und Essenstände bieten neben der ausgezeichneten chinesischen Küche auch Spezialitäten an, so u.a. Krokodil-, Echsen- und Schlangefleisch sowie Schwalbennester. Dunkle und schmale Gassen sollte man abends ohne Begleitung gar nicht erst aufsuchen. Auch den Besuch von einigen der zahlreichen Spielhöllen sollte man als Ausländer auf jeden Fall unterlassen, um hier keine Schwierigkeiten zu bekommen, dass sagen einem sogar freundliche Einwohner von Chinatown.
Die Yaowarat Road (Yaowaraj Road) ist berühmt wegen ihrer Goldläden. Hier gibt es einen Goldschmied neben den anderen. Alle haben fast das gleiche Angebot. Auch treffen sich hier unzählige Kunden um ihr Geld in Goldschmuck anzulegen. Wenn es ihnen einmal nicht so gut geht, wird der Goldschmuck wieder verkauft oder beliehen. Wem es sehr gut geht, der tauscht auch schon mal eine kleinere Kette gegen eine größere um, oder , im umgekehrten Fall eine größerer in eine kleinere Kette, wenn es finanziell nicht so gut geht; dadurch hat man zwar eine kleinere Kette, aber auch etwas Geld in der Hand. So ist es auch kein Wunder, dass es auf derselben Straße auch viele Pfandhäuser gibt, wo man etwas beleihen kann. Auf der Yaowarat Road befindet sich auch das chinesische Opernhaus, wo jedoch selten Opern aufgeführt werden, so das dieses Gebäude auch zum Kino umfunktioniert wurde.
Ein Gang über die Talad Road und Talad Mai, rechts und links von der Yaowarat Road, ist ein echtes Einkaufs-Erlebnis. Hier sollte man möglichst frühmorgens die Szenerie mal beobachten, wenn hier die Menschen für ihren Haushalt einkaufen gehen. Die Talad Kao bietet große Mengen an frischem und getrocknetem Fisch, Krabben und anderen Meeresfrüchten, während der Weg zu Talad Mai mit Ständen gesäumt ist, die Frischprodukte und teils seltsam aussehende chinesische Lebensmittel anbieten. Bis etwas 10 Uhr ist hier der größte Publikumsverkehr, danach wird es ruhiger. Wer etwas aufmerksam ist, wird hier auch die zahlreichen chinesischen Lampions bemerken, die hier angeboten werden. Hier gibt es immer noch einige wenige Handwerker in den kleine Seitenstrassen, die traditionelle handwerkliche Herstellung der Lampions beherrschen.
Hier findet man auch Trödelgeschäfte, die einem alles mögliche verkaufen, und die bei Touristen beliebte Antiquitätenläden, von denen hier rund zwei Dutzend gibt. Vor etwa 15 Jahren gab es noch viele halbdunkle und staubige Antiquitätenläden, doch heute sind die meisten dieser Geschäfte modern eingerichtet und hell beleuchtet. Hier kann man noch immer seltene Dinge finden, wenn man lange genug herumstöbert. Wer etwa gefunden hat, sollte nicht vergessen zu feilschen! Zwar sind die Chinesen etwas hartnäckiger im Handeln, aber man kann hier durchaus, je nach Artikel, bis zu 20 Prozent Rabatt rausschlagen. Die meisten Artikel, die angeboten werden sind chinesisches Porzellan, Wandschirme, Möbel mit Perlmutteinlage, Schnupftabakdosen, alte Lampen, Holzarbeiten, Bilder, alte Uhren, Silberarbeiten, alte Bücher, und, immer noch, manch anderes Seltsames.
Die Sampeng Lane, auch Soi Sampeng genannt und verläuft parallel zum Fluss und gilt als die älteste Straße Chinatowns. Hier findet man auch einige kuriose kleine Lädchen, die allerlei Krimskram, Trödel und Antiquitäten anbieten. Bekannt ist jedoch die Straße für ihre vielen Stoffmärkte und Kleiderhändler. Tagsüber ist hier ein reger Menschenauflauf, den man fasziniert beobachten sollte. Hier sieht auch zahlreiche Händler mit ihren Ständen, die mit ihren Kunden feilschen, vereinzelte Losverkäufer, zahlreiche Träger, die die teils schwer beladenen Handwagen bewegen, kleine Garküchen, so das die ganze erlebte Atmosphäre mit ihren Gerüchen, Geräuschen und Stimmen unvergesslich bleiben. Wie in allen engen Gassen, empfiehlt es sich, sein Geld und eventuelle Ausweise in einem Brustbeutel zu haben!
Wer einmal in der Nähe von Chinatown ist, sollte es nicht versäumen, einen Abstecher zum Wat Traimitr zu machen, der am Südende Chinatowns zu finden ist.
Das Wat Traimitr verdankt seine Anziehungskraft und religiöse Verehrung einem Zufall. Früher war er einer von vielen Wats in Bangkok, der im Grunde wenig interessant war, gibt es doch auch größere Wats in Bangkok.
Hier die Hintergrundgeschichte des Zufalles:
Die Firma East Asiatic Co. kaufte 1956 ein Grundstück, auf dem eine große Buddha-Statue aus Ton und ein alter Wat stand. Die Bedingung zum Grundstückserwerb war, dass die Statue samt Wat weggeräumt werden müsse. Also besorgte man einen Kran und versuchte damit die Buddha-Statue hochzuheben. Dabei riss ein Seil und die Statue stürzte um. Sie wurde beschädigt und ein größeres Stück brach zum Entsetzen der Beteiligten ab. Zum Vorschein kam etwas glänzen schimmerndes. Daraufhin entfernte man vorsichtig den ganzen Tonbelag. Übrig blieb eine Buddha-Statue mit mehr als drei Meter Größe. Und das Sensationelle daran war, dass die Statue aus fast purem Gold bestehen soll, mit einem Gewicht von 5.500 Kilo (!). Der Ton war nur eine Hülle gewesen.
Die Herkunft der wertvollen Statue ist noch immer nicht restlos geklärt. Es wird vermutet, dass sie in der alten Hauptstadt Ayuthaya oder gar Sukhothai gefertigt wurde. Als Eroberer das Land und seine Kunstschätze bedrohten, verbarg man vieles unter unscheinbaren Hüllen, so offenbar auch die goldene Buddha-Statue. Wie sie nach Bangkok kam, ist bis heute ein Geheimnis geblieben.
Sie erreichen den Goldenen Buddha, der sich in oberen Teil eines unscheinbaren zweistöckigen Gebäudes befindet, über eine ebenso unscheinbare Außentreppe. Das Wat ist nur tagsüber geöffnet und liegt südwestlich vom Hauptbahnhof an der belebten Charoen Krung Road. In der Nähe der Charoen Krung Road gibt es die Soi Isara Nuphap, auf einigen Plänen auch als Soi 16 Market bezeichnet. Hier dreht sich alles nur ums Essen, sieht man Lebensmittelstände, Garküchen und kleine Restaurants mit ihren kleinen Tischen. Ebenso in der Nähe der Charoen Krung Road gibt es den berühmten chinesischen Wat Mangkon Kamalawat, den Drachenblumentempel, in der Seitengasse Soi 21. Hier sieht man eine sehr interessante Ansammlung diverser schöner Buddhafiguren und chinesische Götterfiguren. Wie auch in allen anderen Wats, sollte nie vergessen werden, die Schuhe vor dem Betreten auszuziehen, die Gläubigen im Gebet nicht zu stören und beim Fotografieren umsichtig zu bleiben.
Es gibt noch zahlreiche andere kleine Seitengasse und Sehenswürdigkeiten in Chinatown zu entdecken. Wenn Sie mal in Bangkok sind, sollten Sie dort unbedingt mal bummeln gehen!
Chinatown gehört zu den ältesten Stadtteilen Bangkoks. Ursprünglich lag die erste Siedlung der Chinesen im heutigen Gebiet des Grand Palace und des Wat Phra Keo. König Rama I ließ die chinesischen Einwohnern jedoch weiter südlich umsiedeln, da er den Bau des Grand Palaces und des Wat Phra Keo auf deren ersten Siedlungsgebietes plante. Die ersten Geschäfte wurden dann in der Sampeng Lane eröffnet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Chinatown zu einem der exotischsten Stadtteile Bangkoks heran.
Chinatown liegt größtenteils innerhalb der Straßenzüge Songsawat im Osten, Charoen Krung im Norden, Chakraphet im Westen und Songwat im Süden. Seine Hauptstraßen sind Charoen Krung, Yaowarat und Sampeng Ratchawong. Um sich einen Überblick von Chinatown zu verschaffen sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Ich empfehle immer wieder, sich vorher einen Stadtplan zu besorgen, die die meisten Buchläden anbieten. Auch sollten sie ihr Geld und all ihre Papiere in einem Brustbeutel mitnehmen, bei der Menschenmenge sind auch Trickdiebe immer unterwegs. Vergessen Sie nicht ihre Kamera und beachten dabei, das manche schöne Fotomotive im Halbdunkel liegen.
Es ist schwierig nach einem festen Plan Chinatown zu erkunden. Das Chinesenviertel von Bangkok ist ein großes, nicht sehr genau abgegrenztes Gebiet. Man sollte einfach nach Gespür und Lust den Stadtteil kennen lernen, und wer Chinatown mit seine Sehenswürdigkeiten richtig kennen lernen möchte, der sollte auch Abstecher in den kleinen Seitengassen nicht scheuen. Gegen nachts ist es jedoch nicht so empfehlenswert, zur eigenen Sicherheit nicht alleine in halbdunkle Gassen zu gehen. Die Sehenswürdigkeiten sind verstreut und in den auch vielen engen Gassen drängeln sich besonders tagsüber wimmelnde Menschenmassen von Geschäft zu Geschäft, von Stand zu Stand, von Haus zu Haus. Während des Tages wimmelt es hie nicht nur von Menschen, sondern herrscht hier auch ein unvergesslicher Verkehrstrubel. Die Abgase der vielen Autos sind zum Teil unangenehm. Davon sind eigentlich nur die vielen schmalen Seitengassen verschont, hier geht es ruhiger zu.
Hier wird einfach alles verkauft: u.a. Vogelnester, chinesische Kräutermedizin, chinesische Papierlaternen, Särge, Hühner, Enten, glückbringende Amulette, Kerzen, Antiquitäten, chinesisches Tempelzubehör und vieles andere mehr. Massagesalons, Uhrengeschäfte, zahlreiche Goldgeschäfte, Hochzeitsboutiquen, Akupunkturläden, Fotogeschäfte, Buchläden, Hotels sowie weitere Geschäfte säumen die Straßen und Gassen. Man erhält hier fast alles, ob uralt, alltäglich oder ultramodern. Viele von Bangkoks führenden Banken und Handelshäusern haben immer noch ihre Hauptverwaltungen in diesem Viertel, was auch beweist, wie groß der chinesische Einfluss in der Wirtschaft auch heute noch ist.
Nicht nur die reichhaltigen Warenbestände, sondern auch viele altmodische Häuser und die chinesische Atmosphäre machen das Viertel zu etwas Besonderem. Die zahlreichen Restaurants und Essenstände bieten neben der ausgezeichneten chinesischen Küche auch Spezialitäten an, so u.a. Krokodil-, Echsen- und Schlangefleisch sowie Schwalbennester. Dunkle und schmale Gassen sollte man abends ohne Begleitung gar nicht erst aufsuchen. Auch den Besuch von einigen der zahlreichen Spielhöllen sollte man als Ausländer auf jeden Fall unterlassen, um hier keine Schwierigkeiten zu bekommen, dass sagen einem sogar freundliche Einwohner von Chinatown.
Die Yaowarat Road (Yaowaraj Road) ist berühmt wegen ihrer Goldläden. Hier gibt es einen Goldschmied neben den anderen. Alle haben fast das gleiche Angebot. Auch treffen sich hier unzählige Kunden um ihr Geld in Goldschmuck anzulegen. Wenn es ihnen einmal nicht so gut geht, wird der Goldschmuck wieder verkauft oder beliehen. Wem es sehr gut geht, der tauscht auch schon mal eine kleinere Kette gegen eine größere um, oder , im umgekehrten Fall eine größerer in eine kleinere Kette, wenn es finanziell nicht so gut geht; dadurch hat man zwar eine kleinere Kette, aber auch etwas Geld in der Hand. So ist es auch kein Wunder, dass es auf derselben Straße auch viele Pfandhäuser gibt, wo man etwas beleihen kann. Auf der Yaowarat Road befindet sich auch das chinesische Opernhaus, wo jedoch selten Opern aufgeführt werden, so das dieses Gebäude auch zum Kino umfunktioniert wurde.
Ein Gang über die Talad Road und Talad Mai, rechts und links von der Yaowarat Road, ist ein echtes Einkaufs-Erlebnis. Hier sollte man möglichst frühmorgens die Szenerie mal beobachten, wenn hier die Menschen für ihren Haushalt einkaufen gehen. Die Talad Kao bietet große Mengen an frischem und getrocknetem Fisch, Krabben und anderen Meeresfrüchten, während der Weg zu Talad Mai mit Ständen gesäumt ist, die Frischprodukte und teils seltsam aussehende chinesische Lebensmittel anbieten. Bis etwas 10 Uhr ist hier der größte Publikumsverkehr, danach wird es ruhiger. Wer etwas aufmerksam ist, wird hier auch die zahlreichen chinesischen Lampions bemerken, die hier angeboten werden. Hier gibt es immer noch einige wenige Handwerker in den kleine Seitenstrassen, die traditionelle handwerkliche Herstellung der Lampions beherrschen.
Hier findet man auch Trödelgeschäfte, die einem alles mögliche verkaufen, und die bei Touristen beliebte Antiquitätenläden, von denen hier rund zwei Dutzend gibt. Vor etwa 15 Jahren gab es noch viele halbdunkle und staubige Antiquitätenläden, doch heute sind die meisten dieser Geschäfte modern eingerichtet und hell beleuchtet. Hier kann man noch immer seltene Dinge finden, wenn man lange genug herumstöbert. Wer etwa gefunden hat, sollte nicht vergessen zu feilschen! Zwar sind die Chinesen etwas hartnäckiger im Handeln, aber man kann hier durchaus, je nach Artikel, bis zu 20 Prozent Rabatt rausschlagen. Die meisten Artikel, die angeboten werden sind chinesisches Porzellan, Wandschirme, Möbel mit Perlmutteinlage, Schnupftabakdosen, alte Lampen, Holzarbeiten, Bilder, alte Uhren, Silberarbeiten, alte Bücher, und, immer noch, manch anderes Seltsames.
Die Sampeng Lane, auch Soi Sampeng genannt und verläuft parallel zum Fluss und gilt als die älteste Straße Chinatowns. Hier findet man auch einige kuriose kleine Lädchen, die allerlei Krimskram, Trödel und Antiquitäten anbieten. Bekannt ist jedoch die Straße für ihre vielen Stoffmärkte und Kleiderhändler. Tagsüber ist hier ein reger Menschenauflauf, den man fasziniert beobachten sollte. Hier sieht auch zahlreiche Händler mit ihren Ständen, die mit ihren Kunden feilschen, vereinzelte Losverkäufer, zahlreiche Träger, die die teils schwer beladenen Handwagen bewegen, kleine Garküchen, so das die ganze erlebte Atmosphäre mit ihren Gerüchen, Geräuschen und Stimmen unvergesslich bleiben. Wie in allen engen Gassen, empfiehlt es sich, sein Geld und eventuelle Ausweise in einem Brustbeutel zu haben!
Wer einmal in der Nähe von Chinatown ist, sollte es nicht versäumen, einen Abstecher zum Wat Traimitr zu machen, der am Südende Chinatowns zu finden ist.
Das Wat Traimitr verdankt seine Anziehungskraft und religiöse Verehrung einem Zufall. Früher war er einer von vielen Wats in Bangkok, der im Grunde wenig interessant war, gibt es doch auch größere Wats in Bangkok.
Hier die Hintergrundgeschichte des Zufalles:
Die Firma East Asiatic Co. kaufte 1956 ein Grundstück, auf dem eine große Buddha-Statue aus Ton und ein alter Wat stand. Die Bedingung zum Grundstückserwerb war, dass die Statue samt Wat weggeräumt werden müsse. Also besorgte man einen Kran und versuchte damit die Buddha-Statue hochzuheben. Dabei riss ein Seil und die Statue stürzte um. Sie wurde beschädigt und ein größeres Stück brach zum Entsetzen der Beteiligten ab. Zum Vorschein kam etwas glänzen schimmerndes. Daraufhin entfernte man vorsichtig den ganzen Tonbelag. Übrig blieb eine Buddha-Statue mit mehr als drei Meter Größe. Und das Sensationelle daran war, dass die Statue aus fast purem Gold bestehen soll, mit einem Gewicht von 5.500 Kilo (!). Der Ton war nur eine Hülle gewesen.
Die Herkunft der wertvollen Statue ist noch immer nicht restlos geklärt. Es wird vermutet, dass sie in der alten Hauptstadt Ayuthaya oder gar Sukhothai gefertigt wurde. Als Eroberer das Land und seine Kunstschätze bedrohten, verbarg man vieles unter unscheinbaren Hüllen, so offenbar auch die goldene Buddha-Statue. Wie sie nach Bangkok kam, ist bis heute ein Geheimnis geblieben.
Sie erreichen den Goldenen Buddha, der sich in oberen Teil eines unscheinbaren zweistöckigen Gebäudes befindet, über eine ebenso unscheinbare Außentreppe. Das Wat ist nur tagsüber geöffnet und liegt südwestlich vom Hauptbahnhof an der belebten Charoen Krung Road. In der Nähe der Charoen Krung Road gibt es die Soi Isara Nuphap, auf einigen Plänen auch als Soi 16 Market bezeichnet. Hier dreht sich alles nur ums Essen, sieht man Lebensmittelstände, Garküchen und kleine Restaurants mit ihren kleinen Tischen. Ebenso in der Nähe der Charoen Krung Road gibt es den berühmten chinesischen Wat Mangkon Kamalawat, den Drachenblumentempel, in der Seitengasse Soi 21. Hier sieht man eine sehr interessante Ansammlung diverser schöner Buddhafiguren und chinesische Götterfiguren. Wie auch in allen anderen Wats, sollte nie vergessen werden, die Schuhe vor dem Betreten auszuziehen, die Gläubigen im Gebet nicht zu stören und beim Fotografieren umsichtig zu bleiben.
Es gibt noch zahlreiche andere kleine Seitengasse und Sehenswürdigkeiten in Chinatown zu entdecken. Wenn Sie mal in Bangkok sind, sollten Sie dort unbedingt mal bummeln gehen!

