Hua Hin - Eine persönliche Einschätzung
Verfasst: 10.03.2014, 21:53
Nachdem ich auf Samui persönlich so negative Erfahrungen gemacht habe war ich gespannt, was mich in Hua Hin erwarten würde. Auch hier war ich ein paar Jahre lang nicht mehr und auch über Hua Hin hat man in der Vergangenheit nicht nur gutes lesen können, insbesondere was die Preise und die "Flucht" von Thais aus Hua Hin anbelangt.
Mein persönliches Fazit ist nun nach der Urlaubswoche in Hua Hin uneingeschränkt positiv ausgefallen. Ich persönlich finde dass es im Vergleich zu vor 5 - 6 Jahren weder massiv höhere Preise gibt noch dass die Struktur der Besucher sich in Hua Hin wesentlich verändert hätte. Doch der Reihe nach...
Der Strand und die Angebote welche an diesem vorhanden sind waren für mich absolut identisch wie vor 5 Jahren. Unterhalb des altehrwürdigen Hilton Hotels nach wie vor die thaitypische Ansammlung von Restaurants mit Tischen und Liegestühlen unter Sonnenschirm-Dächern, daneben die paar Souvenirshops und Pferdereiten-Anbieter, ein paar mobile Verkäufer von Essens- und Trinkwaren und 5 Gehminuten weiter gegen Süden das nächste Strandrestaurant, welches auch Liegestühle und Sonnenschirme für 100 Baht pro Tag vermietet. Dort habe ich mich übrigens täglich aufgehalten, es ist irgendwie schon nett so am Strand zu liegen, zu lesen, zu beobachten und immer wieder zwischendurch mit einem frischen, kühlen Bier und ein paar Speisen beliefert zu werden. Der Strand selber war meiner Meinung nach sehr sauber und wirkte regelmässig gereinigt. Schatten durch Bäume gab es vormittags keinen, ab 14 Uhr konnte man diesen aber problemlos finden. Was mir aber besonders gut gefallen hat ist die Tatsache, dass dieser Strand auch von sehr sehr vielen Thais besucht wird. Und dies nicht nur am Wochenende, sondern durchaus auch unter der Woche. Zwar sieht man die Thais bis ca. 15 Uhr kaum, aber ab dann ändert sich alles. Ausländer die vorher in der prallen Sonne gelegen haben verlassen den nun schattigwerdenden Strand und werden ersetzt durch unzählige Thais, welche in T-Shirts gekleidet ins Meer steigen oder am Strand bummeln. Für mich war diese Zeit täglich ein Highlight und ich liebte diese Durchmischung von Thais und Ausländern am Strand. Wunderbar. Die Preise an den Strandrestaurants empfand ich als günstig, ich denke dass die auch nicht gross steigen werden, solange der Thai-Anteil an Besuchern des Strandes derart hoch ist und bleibt.
Das Nachtleben ist natürlich in diesem königlichen Badeort etwas dezenter. Wohl hat die Anzahl von Girlie-Bars im Zentrum meiner Meinung nach zwar inzwischen auch zugenommen, aber irgendwie ist das alles ziemlich relaxed und harmlos. Es fällt auch auf dass viele Paare oder ältere Ehepaare diese Bars besuchen und sich mit den anwesenden Thaigirls blendend unterhalten und denen mal den einen oder anderen Drink spendieren. Schon ziemlich anders als an anderen Orten mit solchen Bars. So ab 20 Uhr bis Mitternacht ist es dann in diesem Bargebiet auch ziemlich laut, Musik dröhnt aus unzähligen Lautsprechern, CoversängerInnen versuchen ihr bestes zu geben und es wird überall viel gelacht. Ab Mitternacht wurde es dann aber schlagartig ruhiger... Auf jeden Fall fühlte ich mich in meiner Nachtruhe nie gestört, obwohl mein Hotel unmittelbar an diesen Barbereich grenzte. Was in Patong das Rock City, in Bangkok das Rock Pub und auf Samui das Shamrock ist, ist in Hua Hin meiner Meinung nach die Moon Light Bar. Nur dass die Coverband im Moon Light ganz eindeutig die beste Band dieser Locations ist. Hier ein Video der Stone Head Band, welche allabendlich dort ab 22 Uhr ihre Auftritte hat (das Video wurde noch im El Murphys Pub gedreht, in welchem die Band bis vor kurzem auftrat): http://www.youtube.com/watch?v=i-REHfOp4tg
Der Night Bazaar von Hua Hin benötigt natürlich keine Erklärungen... er ist einer der bekanntesten des Landes und dies nicht zu unrecht. Ich habe praktisch jeden Abend dort in einem kleinen Restaurant meine abendliche Seafoodportion eingenommen. Preislich liegt das alles immer noch auf sehr tiefem Niveau, nicht zu vergleichen beispielsweise mit Samui... für eine Portion Frühlingsrollen, einen frischen Seafoodsalat, Reis und einem Cola habe ich dort keine 200 Baht bezahlt. Auch dort gilt im übrigen das selbe wie am Strand: sehr sehr viele Thaigäste und entsprechend ist das Angebot.
Natürlich habe auch ich das eine oder andere Mal was ausländisches zum essen probiert... Die Möglichkeiten dies zu tun sind extrem vielfältig, insbesondere an der Strasse welche dem Hilton Hotel entlang führt (welches im übrigen die Hua Hin Brewing Company beinhaltet, welche ihr wohlschmeckendes - aber sehr teures - selbstgebrautes Bier anbietet.... das Essen hingegen soll eher weniger zu empfehlen sein). Ich habe mich zufällig für das "Schweizer" Restaurant Anoma entschieden. Anoma enpuppte sich als äusserst attraktive 40-jährige Thailänderin die nach eigenen Aussagen lange in Deutschland und in der Schweiz gelebt hat und deshalb auch sehr gut deutsch versteht und spricht. Sie ist eine sehr angenehme Person und scheinbar hat sie mehr oder weniger das halbe Personal des danebenliegenden anderen Schweizer Restaurants namens Willy Station übernommen respektive die kamen freiwillig zu ihr. Die Qualität der Speisen in diesem Restaurant von Anoma ist sensationell gut. Ich habe eine äusserst leckere Schweinsbratwurst an Zwiebelsauce und Röschti gegessen sowie ein Zürcher Geschnetzeltes mit frischen Pilzen... Hervorragend kann ich nur sagen und preislich mit ca. 250 Baht absolut im Rahmen.
Etwa 20 Minuten zu Fuss oder 5 Minuten per TukTuk ausserhalb liegt das moderne Einkaufszentrum Market Village, welches wie andere Einkaufszentren dieser Art noble Shops, verschiedene Restaurantketten, verschiedene Bankfilialen und mehrere Kinosäle anbietet. Ich war einerseits wegen dem Kino da weil ich mal wieder Lust auf einen Film hatte und andererseits wegen den Banken. Eine nette Abwechslung vom Strandleben für zwischendurch.
Ich war schlussendlich von Hua Hin absolut positiv überrascht. Für mich war die preisliche Situation weitaus weniger alarmierend als wie ich zuvor gelesen hatte, mir passte die Gästestruktur von Ausländern und gleichermassen Thais sehr gut und mit dem kulinarischen und nächtlichen Angebot konnte ich mich sehr gut anfreunden. Russen sah ich übrigens fast keine... dafür sind die Skandinavier, Deutsche und Schweizer nach wie vor in der Ausländergruppe weitaus am meisten vertreten. Wenn sich in Hua Hin nicht viel ändert, werde ich sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.
Gruss Tom
Mein persönliches Fazit ist nun nach der Urlaubswoche in Hua Hin uneingeschränkt positiv ausgefallen. Ich persönlich finde dass es im Vergleich zu vor 5 - 6 Jahren weder massiv höhere Preise gibt noch dass die Struktur der Besucher sich in Hua Hin wesentlich verändert hätte. Doch der Reihe nach...
Der Strand und die Angebote welche an diesem vorhanden sind waren für mich absolut identisch wie vor 5 Jahren. Unterhalb des altehrwürdigen Hilton Hotels nach wie vor die thaitypische Ansammlung von Restaurants mit Tischen und Liegestühlen unter Sonnenschirm-Dächern, daneben die paar Souvenirshops und Pferdereiten-Anbieter, ein paar mobile Verkäufer von Essens- und Trinkwaren und 5 Gehminuten weiter gegen Süden das nächste Strandrestaurant, welches auch Liegestühle und Sonnenschirme für 100 Baht pro Tag vermietet. Dort habe ich mich übrigens täglich aufgehalten, es ist irgendwie schon nett so am Strand zu liegen, zu lesen, zu beobachten und immer wieder zwischendurch mit einem frischen, kühlen Bier und ein paar Speisen beliefert zu werden. Der Strand selber war meiner Meinung nach sehr sauber und wirkte regelmässig gereinigt. Schatten durch Bäume gab es vormittags keinen, ab 14 Uhr konnte man diesen aber problemlos finden. Was mir aber besonders gut gefallen hat ist die Tatsache, dass dieser Strand auch von sehr sehr vielen Thais besucht wird. Und dies nicht nur am Wochenende, sondern durchaus auch unter der Woche. Zwar sieht man die Thais bis ca. 15 Uhr kaum, aber ab dann ändert sich alles. Ausländer die vorher in der prallen Sonne gelegen haben verlassen den nun schattigwerdenden Strand und werden ersetzt durch unzählige Thais, welche in T-Shirts gekleidet ins Meer steigen oder am Strand bummeln. Für mich war diese Zeit täglich ein Highlight und ich liebte diese Durchmischung von Thais und Ausländern am Strand. Wunderbar. Die Preise an den Strandrestaurants empfand ich als günstig, ich denke dass die auch nicht gross steigen werden, solange der Thai-Anteil an Besuchern des Strandes derart hoch ist und bleibt.
Das Nachtleben ist natürlich in diesem königlichen Badeort etwas dezenter. Wohl hat die Anzahl von Girlie-Bars im Zentrum meiner Meinung nach zwar inzwischen auch zugenommen, aber irgendwie ist das alles ziemlich relaxed und harmlos. Es fällt auch auf dass viele Paare oder ältere Ehepaare diese Bars besuchen und sich mit den anwesenden Thaigirls blendend unterhalten und denen mal den einen oder anderen Drink spendieren. Schon ziemlich anders als an anderen Orten mit solchen Bars. So ab 20 Uhr bis Mitternacht ist es dann in diesem Bargebiet auch ziemlich laut, Musik dröhnt aus unzähligen Lautsprechern, CoversängerInnen versuchen ihr bestes zu geben und es wird überall viel gelacht. Ab Mitternacht wurde es dann aber schlagartig ruhiger... Auf jeden Fall fühlte ich mich in meiner Nachtruhe nie gestört, obwohl mein Hotel unmittelbar an diesen Barbereich grenzte. Was in Patong das Rock City, in Bangkok das Rock Pub und auf Samui das Shamrock ist, ist in Hua Hin meiner Meinung nach die Moon Light Bar. Nur dass die Coverband im Moon Light ganz eindeutig die beste Band dieser Locations ist. Hier ein Video der Stone Head Band, welche allabendlich dort ab 22 Uhr ihre Auftritte hat (das Video wurde noch im El Murphys Pub gedreht, in welchem die Band bis vor kurzem auftrat): http://www.youtube.com/watch?v=i-REHfOp4tg
Der Night Bazaar von Hua Hin benötigt natürlich keine Erklärungen... er ist einer der bekanntesten des Landes und dies nicht zu unrecht. Ich habe praktisch jeden Abend dort in einem kleinen Restaurant meine abendliche Seafoodportion eingenommen. Preislich liegt das alles immer noch auf sehr tiefem Niveau, nicht zu vergleichen beispielsweise mit Samui... für eine Portion Frühlingsrollen, einen frischen Seafoodsalat, Reis und einem Cola habe ich dort keine 200 Baht bezahlt. Auch dort gilt im übrigen das selbe wie am Strand: sehr sehr viele Thaigäste und entsprechend ist das Angebot.
Natürlich habe auch ich das eine oder andere Mal was ausländisches zum essen probiert... Die Möglichkeiten dies zu tun sind extrem vielfältig, insbesondere an der Strasse welche dem Hilton Hotel entlang führt (welches im übrigen die Hua Hin Brewing Company beinhaltet, welche ihr wohlschmeckendes - aber sehr teures - selbstgebrautes Bier anbietet.... das Essen hingegen soll eher weniger zu empfehlen sein). Ich habe mich zufällig für das "Schweizer" Restaurant Anoma entschieden. Anoma enpuppte sich als äusserst attraktive 40-jährige Thailänderin die nach eigenen Aussagen lange in Deutschland und in der Schweiz gelebt hat und deshalb auch sehr gut deutsch versteht und spricht. Sie ist eine sehr angenehme Person und scheinbar hat sie mehr oder weniger das halbe Personal des danebenliegenden anderen Schweizer Restaurants namens Willy Station übernommen respektive die kamen freiwillig zu ihr. Die Qualität der Speisen in diesem Restaurant von Anoma ist sensationell gut. Ich habe eine äusserst leckere Schweinsbratwurst an Zwiebelsauce und Röschti gegessen sowie ein Zürcher Geschnetzeltes mit frischen Pilzen... Hervorragend kann ich nur sagen und preislich mit ca. 250 Baht absolut im Rahmen.
Etwa 20 Minuten zu Fuss oder 5 Minuten per TukTuk ausserhalb liegt das moderne Einkaufszentrum Market Village, welches wie andere Einkaufszentren dieser Art noble Shops, verschiedene Restaurantketten, verschiedene Bankfilialen und mehrere Kinosäle anbietet. Ich war einerseits wegen dem Kino da weil ich mal wieder Lust auf einen Film hatte und andererseits wegen den Banken. Eine nette Abwechslung vom Strandleben für zwischendurch.
Ich war schlussendlich von Hua Hin absolut positiv überrascht. Für mich war die preisliche Situation weitaus weniger alarmierend als wie ich zuvor gelesen hatte, mir passte die Gästestruktur von Ausländern und gleichermassen Thais sehr gut und mit dem kulinarischen und nächtlichen Angebot konnte ich mich sehr gut anfreunden. Russen sah ich übrigens fast keine... dafür sind die Skandinavier, Deutsche und Schweizer nach wie vor in der Ausländergruppe weitaus am meisten vertreten. Wenn sich in Hua Hin nicht viel ändert, werde ich sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.
Gruss Tom