[Reisebericht] Erfahrung im Krabi-Hospital
Verfasst: 16.10.2005, 15:20
Erfahrung im Krabi-Hospital
Mein Bericht
Hallo zusammen,
wir sind zwar schon seit 2 Monaten wieder da, aber jetzt raffe ich mich endlich auf einen Bericht über das Krabi-Krankenhaus zu schreiben. Ich hoffe damit den Leuten, die vielleicht mal dahin müssen ein wenig die Angst nehmen zu können.
Kurz dazu, WARUM ich überhaupt dahin mußte (ganz witzig):
Am 1.Tag (vom richtigen Urlaub) auf Koh Tao beim 1. Wasserkontakt (!) hatte ich mich beim Schnorcheln im extrem Flachwasser (jaja, ich bin ein Idiot *g*) an einer Koralle ("Hey, die sind ja gar nicht weich und flauschig!") gestoßen. Natürlich an der denkbar ungeeignetsten Stelle, genau am Fußknöchel (innen). Das ganze heilte sehr schlecht ab, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass ich eine Woche an täglich tauchen war .
Nach etwa 10 Tagen sind wir dann weiter nach Krabi, mit dem Bus. Während dieser etwa 8 stündigen Tour (inkl. Boot), wuchsen meine Schmerzen im Knöchel ins Unermessliche. Die Stelle sah noch genauso aus, wie kurz nach dem Korallenkontakt, jedoch konnte ich weder auftreten, noch klar denken (Schmerzen). Als wir dann um kurz vor Mitternacht endlich ankamen und uns einigen Guesthouse-vermittlern gegenüberstanden, bat ich ganz lieb darum mich erstmal ins Krankehaus zu fahren.
Als ich dann auch schon da war (nachdem wirklich jeder im Kleinbus in sein Guesthouse gebracht wurde), sah ich mich in der Notaufnahme erstmal mit rund 50 anderen wartenden Thais konfrontiert. Eine nette Dame an der Rezeption schrieb rasch ein paar Sachen von meinem Pass ab, wonach ich eigentlich sofort dran war. Kurz vorm Eingang in den eigentlichen großen Behandlungsraum schickte man mich aber höflich wieder auf die Sitzbänke, denn ein angeschossener Thai wurde gerade per Rettungswagen eingeliefert (kein Witz). Die genauen Umstände dieser Schiesserei sagte man mir nicht, aber es waren plötzlich etwa 30 weitere Thais da, die, so vermute ich, irgendwie dabei oder mit dem Opfer verwandt waren. Das verzögerte meine Behandlung um etwa 2h.
Als ich dann endlich dran war, schilderte ich dem einzigen Arzt im großen Behandlungsraum meine Schmerzen, während hinter einem grünen Vorhang gerade der Thai mit der Schusswunde gerettet wurde. Zahlreiche Schwestern rannten wild umher und Verwandte Thais versuchten ihre Tränen zu verbergen, eine wirklich unschöne Szene und ich kam mir trotz meiner Schmerzen plötzlich ziemlich unwichtig vor.
Davon abgesehen, dass der Arzt nicht wirklich Endlich konnte, war er sehr nett und verstand schnell was los war. Er verschrieb mir Antibiotika und starke Schmerzmittel. Davon abgesehen, dass die Wirkung gut war und ich die Tabletten auch gut vertrug, waren es auch "gute" Markenmedikamente, wie ich nachher zuhause erfuhr.
Anschliessend bekam ich von der sichtlich stolzen Schwester (die sehen da wohl nicht soviele farangs?) einen guten Verband und natürlich wurde auch die Wunde fachmännisch gereinigt.
Mit dem Rezept humpelte ich dann also durchs ganze Krankenhaus um die Pillen zu bekommen. Aus Angst vor einer größeren Rechnung, behielt ich schon sämtliche Kreditkarten bereit, was sich jedoch als völlig unnötig erwies:
Die gesamte Behandlung inklusive Medikamenten kostete mich am Ende nicht einmal 400 Baht (ca. 8 Euro). Da braucht man sich nichtmal die Mühe zu machen die Sache dann später mit der Krankeversicherung abzurechnen , da kosten ja hier schon die Briefmarken für den Schriftwechsel fast mehr.
Insgesamt machte DIESES Krankenhaus einen sehr guten Eindruck, alles wirkte sauber und steril (so der Laieneindruck), auch die Versorgung mit Medikamenten war scheinbar gut. Ich hoffe, ich konnte damit einigen Reisenden die Angst vor dem Besuch dort nehmen. Vielleicht finden sich ja unter diesem Thema noch mehr Geschichten aus thailändischen Krankenhäusern. Mich würde Eure Erfahrung interessieren.
Gruß Daniel
Mein Bericht
Hallo zusammen,
wir sind zwar schon seit 2 Monaten wieder da, aber jetzt raffe ich mich endlich auf einen Bericht über das Krabi-Krankenhaus zu schreiben. Ich hoffe damit den Leuten, die vielleicht mal dahin müssen ein wenig die Angst nehmen zu können.
Kurz dazu, WARUM ich überhaupt dahin mußte (ganz witzig):
Am 1.Tag (vom richtigen Urlaub) auf Koh Tao beim 1. Wasserkontakt (!) hatte ich mich beim Schnorcheln im extrem Flachwasser (jaja, ich bin ein Idiot *g*) an einer Koralle ("Hey, die sind ja gar nicht weich und flauschig!") gestoßen. Natürlich an der denkbar ungeeignetsten Stelle, genau am Fußknöchel (innen). Das ganze heilte sehr schlecht ab, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass ich eine Woche an täglich tauchen war .
Nach etwa 10 Tagen sind wir dann weiter nach Krabi, mit dem Bus. Während dieser etwa 8 stündigen Tour (inkl. Boot), wuchsen meine Schmerzen im Knöchel ins Unermessliche. Die Stelle sah noch genauso aus, wie kurz nach dem Korallenkontakt, jedoch konnte ich weder auftreten, noch klar denken (Schmerzen). Als wir dann um kurz vor Mitternacht endlich ankamen und uns einigen Guesthouse-vermittlern gegenüberstanden, bat ich ganz lieb darum mich erstmal ins Krankehaus zu fahren.
Als ich dann auch schon da war (nachdem wirklich jeder im Kleinbus in sein Guesthouse gebracht wurde), sah ich mich in der Notaufnahme erstmal mit rund 50 anderen wartenden Thais konfrontiert. Eine nette Dame an der Rezeption schrieb rasch ein paar Sachen von meinem Pass ab, wonach ich eigentlich sofort dran war. Kurz vorm Eingang in den eigentlichen großen Behandlungsraum schickte man mich aber höflich wieder auf die Sitzbänke, denn ein angeschossener Thai wurde gerade per Rettungswagen eingeliefert (kein Witz). Die genauen Umstände dieser Schiesserei sagte man mir nicht, aber es waren plötzlich etwa 30 weitere Thais da, die, so vermute ich, irgendwie dabei oder mit dem Opfer verwandt waren. Das verzögerte meine Behandlung um etwa 2h.
Als ich dann endlich dran war, schilderte ich dem einzigen Arzt im großen Behandlungsraum meine Schmerzen, während hinter einem grünen Vorhang gerade der Thai mit der Schusswunde gerettet wurde. Zahlreiche Schwestern rannten wild umher und Verwandte Thais versuchten ihre Tränen zu verbergen, eine wirklich unschöne Szene und ich kam mir trotz meiner Schmerzen plötzlich ziemlich unwichtig vor.
Davon abgesehen, dass der Arzt nicht wirklich Endlich konnte, war er sehr nett und verstand schnell was los war. Er verschrieb mir Antibiotika und starke Schmerzmittel. Davon abgesehen, dass die Wirkung gut war und ich die Tabletten auch gut vertrug, waren es auch "gute" Markenmedikamente, wie ich nachher zuhause erfuhr.
Anschliessend bekam ich von der sichtlich stolzen Schwester (die sehen da wohl nicht soviele farangs?) einen guten Verband und natürlich wurde auch die Wunde fachmännisch gereinigt.
Mit dem Rezept humpelte ich dann also durchs ganze Krankenhaus um die Pillen zu bekommen. Aus Angst vor einer größeren Rechnung, behielt ich schon sämtliche Kreditkarten bereit, was sich jedoch als völlig unnötig erwies:
Die gesamte Behandlung inklusive Medikamenten kostete mich am Ende nicht einmal 400 Baht (ca. 8 Euro). Da braucht man sich nichtmal die Mühe zu machen die Sache dann später mit der Krankeversicherung abzurechnen , da kosten ja hier schon die Briefmarken für den Schriftwechsel fast mehr.
Insgesamt machte DIESES Krankenhaus einen sehr guten Eindruck, alles wirkte sauber und steril (so der Laieneindruck), auch die Versorgung mit Medikamenten war scheinbar gut. Ich hoffe, ich konnte damit einigen Reisenden die Angst vor dem Besuch dort nehmen. Vielleicht finden sich ja unter diesem Thema noch mehr Geschichten aus thailändischen Krankenhäusern. Mich würde Eure Erfahrung interessieren.
Gruß Daniel