Regierungsstil in der Ayutthaya-Zeit

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smile
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Regierungsstil in der Ayutthaya-Zeit

Beitrag von smile »

Schon in der Ayutthaya Zeit gab es die buddhistische „Sangha“, die obersten der Sangha waren die Äbte der 4 königlichen Klöster in Ayutthaya. Über König Narai und einen dieser Mönche gibt es folgende Anekdote:

Ein Abt nahm sich die Freiheit heraus die harten Strafen, die Narai verhängte zu kritisieren: Viele Untertanen hätten solch eine harte Behandlung nicht verdient und er fürchte das das Volk rebellisch werden könnte.
Narai nahm den Hinweis – anders als erwartet – mit einem Lächeln auf und entließ den Abt in sein Kloster.
Einige Tage später wurde dem Abt ein großer grauer Affe überbracht, mit dem königlichen Befehl diesen zu füttern und ihm alle erdenklichen Freiheiten zu lassen. Das ungemein wilde Tier verursachte größtes Chaos und der Abt begab sich wiederum zum König, mit der Bitte den Affen abholen zulassen.
Narai antwortete mit einem Lächeln: „Du kannst die rauen Sitten eines Affen nicht für ein paar Tage ertragen und ich soll mein ganzes Leben mit aufsässigen Untertanen verbringen, die weitaus unangenehmer werden können als dieser Affe? Geh und sei sicher wenn ich weiß wie man die Bösen bestraft weiß ich auch noch besser wie man die Guten belohnt.“

Diese Anekdote dokumentiert sehr gut die Moral mit der in der Ayutthaya-Zeit regiert wurde.

Man muss jedoch noch erwähnen, dass man nicht unbedingt böse sein musste um von Narai (und anderen Königen dieser Epoche) bestraft zu werden. Als Narai z.B. befürchtete sein Bruder würde zu mächtig werden wurde dieser öffentlich ausgepeitscht und starb kurz darauf an den Folgen.

Narais Lieblingstochter war bekannt dafür Ihren Hofdamen schon mal den Mund zunähen zu lassen wenn sie zu geschwätzig waren. – Ein Job bei dem man irgendwie nur verlieren konnte, denn den Damen, die zu ruhig waren wurde der Mund bis zu den Ohren vergrößert.

Dies alles waren Strafen, die ohne große Vorankündigung über die oberen 10.000 der Gesellschaft verhängt wurden und so kann man vielleicht erahnen was der ärmeren Bevölkerung alles drohte.
Selbst europäische Seefahrer – bestimmt nicht besonders gefühlsdusselige Charaktere – waren von den grausamen Strafen überrascht, die verhängt wurden.
Das Gerichtswesen lobten sie hingegen. Sollte aus dieser Zeit und aus Siam eine bekannte deutsche Redensart kommen? Wenn es in einem gerichtlichen Streit zu keiner Einigung zwischen den Kontrahenten kam musst ein jeder seine Hand in siedendes Öl halten. Wer am lautesten schrie hatte Unrecht.

:P


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