[Reisebericht]BKK-KHAO SOK-KOH LANTA-BKK
Verfasst: 28.11.2006, 14:56
Tag 1: Bangkok- oder der Kulturschock
Der Flug mit Royal Brunei war trotz der alten Maschine (die neue war wohl in technischer Revision) klasse. Ich kann mich gar nicht an alle Snacks und Mahlzeiten erinnern, so viele waren das. Personal sehr freundlich.
Am neuen Flughafen angekommen war ich erstmal von der Sauberkeit und der tollen Architektur begeistert. Alles super sauber und sehr ruhig. Man kann dort gleich Bargeld tauschen (was ich empfehle) und bekommt sogar relativ schnell seine Koffer und kann dann die Einreiseformalitäten erledigen.
Den ersten Schock haben wir dann bei der Taxifahrt erlitten. Man versucht zuerst aus dem ruhigen Ankunftsbereich zu den Taxis mit Taximeter zu kommen (ich glaube es war auf der ersten Ebene, ist aber sehr gut ausgeschildert). Dafür muss man erstmal an den Schleppertaxis (900 Baht oder so wollen die)vorbeikommen, was nach 12 Stunden Flug und dem ersten Temperaturschock ziemlich nervig ist, da gerade wenn man einen abgewimmelt hat, der nächste schon parat steht. Unten angekommen gelangt man dann an den offiziellen Taxistand. Die Gebühr für so ein Meter Taxi beträgt 50 Baht und ist eigentlich eine gute Investition. Man sollte jedenfalls darauf achten den Wisch, den man von den Mädels bekommt NICHT dem Taxifahrer zu geben (wie wir das nach der Ankunft unter erstem Schock getan haben). Auf dem Wisch steht nämlich alles drauf, was die Tourist Police wissen muss, wenn sich der Taxifahrer daneben benimmt. Kaum saßen wir im Taxi und hatten den Wisch abgegeben (ich hatte nicht drauf geschaut und dachte es steht die Adresse des New Siam II drauf), sagte der Fahrer nach dem er losgedüst war. Dass uns der Spass 900 Baht kosten würde. Ich protestierte natürlich entschieden, da ich ja am Meter-Taxi Stand war. Alles vergebens. Er ließ sich nicht dazu bringen das Taximeter anzuschalten. Wenigstens konnte ich ihn auf 500 Baht runterhandeln.
Falls einem so was passiert, dann sollte man sich nicht zuuu sehr aufregen. Es ist zwar ärgerlich, aber in Deutschland kannste für das Geld kein Taxi fahren. Betrachtet es nicht als Abzocke, sondern als Spende. Dann tuts einem nicht mehr weh.
Im New Siam II angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und auf unser Zimmer gebracht. Leider war die Klima kaputt und deswegen die Decke recht schimmlig (im Nachhinein hätten wir was sagen sollen und bestimmt ein andres Zimmer bekommen). Das tat natürlich unsrem Schock nicht wirklich besser. Nach einem kurzen Schläfchen sind wir dann ausgezogen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Es endete mit zwei neuen Brillen (Chaoreng Optical… oder wie sich diese Kette nennt, ist sehr zu empfehlen) und allerhand Frauenklamotten für meine kleine Giftkröte.
Alles in Allem fanden wir dennoch Bangkok ziemlich mufflig, laut und schmutzig. Wir hatten es uns anders erhofft und deshalb war die Stimmung erstmal etwas durchwachsen.
Tag 2: Ayutthaya- Geckos, Tempel und Essensüberraschungen
Am nächsten Tag verließen wir dann BKK mit dem Zug (Holzklasse für 15 Baht pro Person, es spricht keiner Englisch, aber die Leute waren alle freundlich und man konnte sich nonverbal sehr gut verständigen. Wer mal im richtigen Zug sitzt, wird dann auch bei der richtigen Haltestelle vom Schaffner rausgeworfen) in Richtung Ayutthaya. Untergebracht waren wir im Baansuaan Guesthouse für 600 Baht. Es hat einen schönen Garten und die Bungis sind sauber und recht passabel. Da wir uns immer noch nicht so ganz akklimatisiert hatten, haben wir uns in Ayutthaya auf das Minimalprogramm beschränkt. Ein kurzer Schwenk durch die Stadt (wir haben nicht besonderes gefunden, was nicht bedeuten soll, dass es da nichts gibt) gings dann nach Zwischenstopp (ein Schläfchen) im Baansuaan Guesthouse (BG) zu der Ancient City. Ist übrigens gerade 10 Gehminuten vom BG entfernt. Die Ancient City kann man sich wie einen Park mit lauter alten Gemäuern vorstellen. Details dazu sind jedem Reiseführer zu entnehmen. Gerade bei Sonnenuntergang lassen sich tolle Fotos machen. Wir verbrachten dort eine ganze Weile und dann wars auch schon Zeit fürs Abendessen. In der Nähe des BG (Kreuzung zur „Hauptstrasse“) gab es etwas, das nach einem „Biergarten“ aussah. In meiner pfälzischen Bestimmtheit sagte ich „do geh mer nah, des sieht gut aus!“. Gesagt getan. Seltsamerweise gab es keine Karte. Die nette Dame erklärte uns, dass es sich hierbei um eine Art Selbstkoch-Buffet handelt. Trotz unserer noch vorhandenen Skepsis gegenüber dem thailändischen Essen, haben wir es dann doch ausprobiert. Ich kann nicht sagen, was es war, aber es sehr lecker. Frühlingsrollen konnt ich noch erkennen und ansonsten haben wir uns ans Gemüse und Nudeln gehalten, das die tierischen Produkte fast alle aus der Rubrik „Innereien“ stammten und das nicht so unser Ding ist. Seafood gabs auch, aber als Pfälzer ist man (oder zumindest ich) diesbezüglich skeptisch. Lustig war das Selbstkoch-Buffet auf alle Fälle. Ich würds wieder machen…
Zurück im BG haben wir dann unseren Mitbewohner kennengelernt. Ein süßer kleiner Gecko, der aber ziemlich viel Lärm gemacht hat. Die Nacht war ruhig, aber ohne viel Schlaf. Es dauert einfach bis man seinen Rhythmus umgestellt hat.
Tag 3: Zurück in BKK
Die Rückfahrt mit dem Zug war ziemlich anstrengend und dauerte auch wesentlich länger als die Hinfahrt. Teilweise standen wir 30 Minuten einfach so in der Gegend rum. Bei der Hitze war das schon anstrengend. Am Bahnhof angekommen gings dann per TukTuk zurück ins New Siam II. Diesmal hatten wir ein andres Zimmer, das ne funktionierende Klima hatte und auch so sauberer war. Ausblick diesmal in Richtung „Kaserne“. Vorsicht jedoch hier mit den Fenstern. Als ich morgens im Adamskostüm aus dem Bad kam, wurde mir nachgepfiffen *LOL*.
Ansonsten gibt’s an diesem Tag nicht besondres zu berichten. Es wurde die Nähere Umgebung abgecheckt und in der Khao San Umgebung ordentlich gefuttert und Mango-Säfte getrunken.
Tag 4 bis 6: Khao Sok Naionalpark
Am 4. Tag gings dann morgens mit Air Asia nach Krabi. Von dort hatten wir geplant mit dem Bus zum Khao Sok zu reisen. Sollte ja laut Reiseführer kein Problem sein. Das Taxi zur Busstaion war super teuer 350 Baht für ne relativ kurze Strecke. Die Profis werden sicher nen andren Weg kennen, ich konnte jedenfalls nur die „offiziellen- (hier teuren) Taxis“ finden. Wir wurden dort angekommen in einen alten klapprigen Bus gesteckt und sollten in Phang Nga umsteigen und dann wieder in Takua Pa. Die Reise dauerte bis Takua Pa so um die 5 Stunden und der zweite Bus, war ziemlich alt und noch viel viel klappriger. Aber die Thais waren alle sehr freundlich und aufgeschlossen, auch wenn wiederum keiner auch nur eine Silbe Englisch sprach. Mit Hilfe einer Karte lässt sich alles regeln. Fahrpreis für die beiden Busse lag so um die 70 Baht zusammen. Wobei ich der zweiten lustigen „Schaffnerin“ einfach meine Börse gab und sie nahm sich dann das Geld, was es kostete.
In Takua Pa gabs allerdings dann anscheinend keinen Bus mehr zum Khao Sok, weswegen wir auf ein völlig überteuertes Songthaew umsteigen mussten. Kostete uns dann 500 Baht. Aber ehrlich gesagt waren wir so kaputt, dass es uns egal war. Zumal der Mann sehr arm aussah.
Im Khao Sok hatten wir im Tree Tops reserviert. Es wurde im Loose recht ordentlich beschrieben und die Website sah ganz passabel aus (never trust a website). Dort angekommen bot uns ein Bild des Grauens: Das Baumhaus war eigentlich schon nicht mehr renovierungsbedürftig. Man sollte es abreißen. Eine Wand davon stand ca. 15 cm ab und hing deswegen quasi in der Luft. Moskitonetz und Bett waren mit brauen und gelben Flecken überzogen. Im „Bad“ waren Blutspritzer an der Wand. EKELIG!
Nach einer grausamen Nacht traten wir dann die Flucht in Richtung Green Valley Resort (http://www.khaosokgreenvalley.com) an. Komplettes Kontrastprogramm. Alles super sauber. Ein wunderschöner Garten. Hängematten vor jedem Bungi. Neue Betten und ein sauberes Bad. Der Besitzer Eit und seine Frau sind wirkliche Herzchen. Gekocht wird sauber (Clean food - good taste)und super lecker. Da es dort nur wenige Bungalows gibt, wird man sehr zuvorkommend behandelt. Wir hatten eher das Gefühl Freunde bei Freunden zu sein, als Gäste in einem Resort.
Als erster unternahmen wir einen Olifanten-Trek. Die klassische Touri-Geschichte, aber dennoch wars interessant und spaßig. Kosten 800 Baht pro Person. Man wird in den Regenwald zu einem Wasserfall geführt und zurück. Tolle Landschaft und wahrlich interessante Pflänzlein (nicht nur für Biologen wie mich).
Am selben Tag konnten wir dann noch den Park zu Fuß etwas erkunden (Leute, lasst die Flip-Flops im Bungi) und so die Natur genießen. Gesehen haben wir einen Waran und viele tolle Falter und Vögel oder auch 30 Meter hohen Bambus.
Tag 2 gings dann daran die berühmte Rafflesia zu sehen. Es handelt sich dabei um die größte Blüte der Welt. Normalerweise sind für den Aufstieg 2 Stunden eingeplant. Da laut unserem Führer fast 600 Höhenmeter zu überwinden sind. Wir habens in einer Stunde geschafft, aber ich war noch nie so nah dran zu kollabieren.
Die Pflanze war absolut sehenswert und die Mühe hat sich geloht. Beim Aufstieg kann man mit Glück ein paar Löcher von Raubspinnen beobachten oder auch Skorpione. Kosten für den Trip lagen bei 700 Baht.
Special Tipp: Essen und Cocktails im Thai Herbs Restaurant! Seeeehhrrr lecker.
Tag 7 bis 15: Koooohhh Lantaaaaa
Nach einer weiteren Nacht gings dann via Krabi nach Koh Lanta. Kosten für den Minibus 550 Baht pro Person. Buchbar in jedem Resort. In Krabi in dem Tourist Center, in dem man ankommt, wurden wir dann auch fürs Emerald geworben. Ich hatte hier im Forum schon mal was drüber gelesen und dachte, wir könnten es ja mal für eine Nacht abchecken. Ein wahrer Glücksfall.
Das Resort ist ein kleiners und der Strand liegt südlich des Longbeach. In der Nähe sind noch das Where else oder das BeeBees. Ich kann sowahl den Strand, als auch das Resort uneeingeschränkt empfehlen. Klar, es gibt dort Steine. Aber wer es sich zutraut täglich 50 Meter zu laufen wird auch bei Ebbe schwimmen können und in einer kleinen Bucht auf Pudersand sanft ins Meer gleiten können. Wer dennoch zum Klong Nin (feiner Sand) oder zum Longbeach (feiner Sand mit Muscheln und Korallenteilchen) will, der mietet sich halt nen Roller oder fährt bei nem Rollertaxi für 20 Baht mit.
Habe mir auch viele Anlagen an besagten Stränden angesehen. Longbeach fand ich etwas schmutzig und abgewohnt, am Klong Nin gibt’s tolle Anlagen (Nature Beach zum Beispiel) aber es ist halt so etwas abseits.
Zum tun gibt’s auf Lanta ne Menge. Es gibt alle Arten von Bootstouren (4-Island mit der Lanta Princess ist der absolute Burner). Man kann sich nen roller mieten und die Insel erkunden, oder einfach nur faul Changs und Cocktails trinken. Ich war auch mit Ron einmal mit dem Longtailboot zum angeln draußen. Haben zwar nicht viel gefangen, aber es war dennoch ein riesen Spaß. Diese Tour kann man übrigens nicht buchen
. Man wird eingeladen, wenn man für würdig befunden wurde. *LOL*
Das Resort an sich bietet super saubre Steinbungis mit Klima und Fan und TV (wers braucht…) und Einfachere Bambushütten. Das Restaurant wird von Ron’s Mama (Frau des Besitzers) und einem Koch geführt und bietet für wenig Geld super viele leckere Sachen. Ich habe jedenfalls kein leckereres Pad Thai in LOS gegessen. Ein bis zweimal in der Woche gibt es ein BBQ mit frischem Fisch. Auch das ein Traum. Der Service ist erste Sahne. Es arbeiten dort Mädels, die Tourism studieren und eine Art Praxissemester machen. Sie sind alle super lustig und machen gerne mal Witze. Mir haben sie versucht Thai beizubringen…
Abens gibt’s dann ne Fireshow vom verrückten Jap. Wie ich hörte fühlen sich dabei die Mädels von seinem durchtrainierten Körper angezogen. Ich persönlich war als Pyromane eher vom Feuer begeistert.
Wir haben in der Zeit in Lanta klasse relaxed und wollten gar nicht mehr heim. Gezahlt haben wir für den Steinbungi 500 Baht. Ein absolutes Schnäppchen.
Tag 16 bis 20: BKK –Shoppen, CSI und heim
Bei unserem zweiten Stopp in BKK haben wir dann im New Siam III übernachtet. Es ist wesentlich moderner als das New Siam II hat ein besseres Bad und liegt etwas günstiger. Dafür fehlt ein Pool und Internet. Es gibt im Prinzip dort nur ne ganz kleine Speisekarte, aber wir waren zufrieden. Der Service im Lokal ist super, die Damen an der Rezeption sind meist genervt und ziemlich pampig. Das Zimmer mit AC kostete 750 Baht.
Zum Shoppen sind wir ins MBK gefahren. Wahnsinn. An Klamotten bekommste dort alles was man sich vorstellt. Auch Technikzeugs usw. Muss man sich mal angeschaut haben. Wer dort einkaufen will, sollte sich vorher das Jim Thompson Haus (500m Luftlinie) ansehen. Eine absolute Oase im hektischen Bangkok.
Wir haben dann noch das forensische (nichts für schwache Nerven) und das Nationalmuseum besucht, bevors dann wieder nach Hause ging. Diesmal mit tollem Inflightentertainment von Royal Brunei. Beim Zoll gabs keine Probleme, Ich hab keinen gesehen, der kontrolliert wurde.
Der Flug mit Royal Brunei war trotz der alten Maschine (die neue war wohl in technischer Revision) klasse. Ich kann mich gar nicht an alle Snacks und Mahlzeiten erinnern, so viele waren das. Personal sehr freundlich.
Am neuen Flughafen angekommen war ich erstmal von der Sauberkeit und der tollen Architektur begeistert. Alles super sauber und sehr ruhig. Man kann dort gleich Bargeld tauschen (was ich empfehle) und bekommt sogar relativ schnell seine Koffer und kann dann die Einreiseformalitäten erledigen.
Den ersten Schock haben wir dann bei der Taxifahrt erlitten. Man versucht zuerst aus dem ruhigen Ankunftsbereich zu den Taxis mit Taximeter zu kommen (ich glaube es war auf der ersten Ebene, ist aber sehr gut ausgeschildert). Dafür muss man erstmal an den Schleppertaxis (900 Baht oder so wollen die)vorbeikommen, was nach 12 Stunden Flug und dem ersten Temperaturschock ziemlich nervig ist, da gerade wenn man einen abgewimmelt hat, der nächste schon parat steht. Unten angekommen gelangt man dann an den offiziellen Taxistand. Die Gebühr für so ein Meter Taxi beträgt 50 Baht und ist eigentlich eine gute Investition. Man sollte jedenfalls darauf achten den Wisch, den man von den Mädels bekommt NICHT dem Taxifahrer zu geben (wie wir das nach der Ankunft unter erstem Schock getan haben). Auf dem Wisch steht nämlich alles drauf, was die Tourist Police wissen muss, wenn sich der Taxifahrer daneben benimmt. Kaum saßen wir im Taxi und hatten den Wisch abgegeben (ich hatte nicht drauf geschaut und dachte es steht die Adresse des New Siam II drauf), sagte der Fahrer nach dem er losgedüst war. Dass uns der Spass 900 Baht kosten würde. Ich protestierte natürlich entschieden, da ich ja am Meter-Taxi Stand war. Alles vergebens. Er ließ sich nicht dazu bringen das Taximeter anzuschalten. Wenigstens konnte ich ihn auf 500 Baht runterhandeln.
Falls einem so was passiert, dann sollte man sich nicht zuuu sehr aufregen. Es ist zwar ärgerlich, aber in Deutschland kannste für das Geld kein Taxi fahren. Betrachtet es nicht als Abzocke, sondern als Spende. Dann tuts einem nicht mehr weh.
Im New Siam II angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und auf unser Zimmer gebracht. Leider war die Klima kaputt und deswegen die Decke recht schimmlig (im Nachhinein hätten wir was sagen sollen und bestimmt ein andres Zimmer bekommen). Das tat natürlich unsrem Schock nicht wirklich besser. Nach einem kurzen Schläfchen sind wir dann ausgezogen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Es endete mit zwei neuen Brillen (Chaoreng Optical… oder wie sich diese Kette nennt, ist sehr zu empfehlen) und allerhand Frauenklamotten für meine kleine Giftkröte.
Alles in Allem fanden wir dennoch Bangkok ziemlich mufflig, laut und schmutzig. Wir hatten es uns anders erhofft und deshalb war die Stimmung erstmal etwas durchwachsen.
Tag 2: Ayutthaya- Geckos, Tempel und Essensüberraschungen
Am nächsten Tag verließen wir dann BKK mit dem Zug (Holzklasse für 15 Baht pro Person, es spricht keiner Englisch, aber die Leute waren alle freundlich und man konnte sich nonverbal sehr gut verständigen. Wer mal im richtigen Zug sitzt, wird dann auch bei der richtigen Haltestelle vom Schaffner rausgeworfen) in Richtung Ayutthaya. Untergebracht waren wir im Baansuaan Guesthouse für 600 Baht. Es hat einen schönen Garten und die Bungis sind sauber und recht passabel. Da wir uns immer noch nicht so ganz akklimatisiert hatten, haben wir uns in Ayutthaya auf das Minimalprogramm beschränkt. Ein kurzer Schwenk durch die Stadt (wir haben nicht besonderes gefunden, was nicht bedeuten soll, dass es da nichts gibt) gings dann nach Zwischenstopp (ein Schläfchen) im Baansuaan Guesthouse (BG) zu der Ancient City. Ist übrigens gerade 10 Gehminuten vom BG entfernt. Die Ancient City kann man sich wie einen Park mit lauter alten Gemäuern vorstellen. Details dazu sind jedem Reiseführer zu entnehmen. Gerade bei Sonnenuntergang lassen sich tolle Fotos machen. Wir verbrachten dort eine ganze Weile und dann wars auch schon Zeit fürs Abendessen. In der Nähe des BG (Kreuzung zur „Hauptstrasse“) gab es etwas, das nach einem „Biergarten“ aussah. In meiner pfälzischen Bestimmtheit sagte ich „do geh mer nah, des sieht gut aus!“. Gesagt getan. Seltsamerweise gab es keine Karte. Die nette Dame erklärte uns, dass es sich hierbei um eine Art Selbstkoch-Buffet handelt. Trotz unserer noch vorhandenen Skepsis gegenüber dem thailändischen Essen, haben wir es dann doch ausprobiert. Ich kann nicht sagen, was es war, aber es sehr lecker. Frühlingsrollen konnt ich noch erkennen und ansonsten haben wir uns ans Gemüse und Nudeln gehalten, das die tierischen Produkte fast alle aus der Rubrik „Innereien“ stammten und das nicht so unser Ding ist. Seafood gabs auch, aber als Pfälzer ist man (oder zumindest ich) diesbezüglich skeptisch. Lustig war das Selbstkoch-Buffet auf alle Fälle. Ich würds wieder machen…
Zurück im BG haben wir dann unseren Mitbewohner kennengelernt. Ein süßer kleiner Gecko, der aber ziemlich viel Lärm gemacht hat. Die Nacht war ruhig, aber ohne viel Schlaf. Es dauert einfach bis man seinen Rhythmus umgestellt hat.
Tag 3: Zurück in BKK
Die Rückfahrt mit dem Zug war ziemlich anstrengend und dauerte auch wesentlich länger als die Hinfahrt. Teilweise standen wir 30 Minuten einfach so in der Gegend rum. Bei der Hitze war das schon anstrengend. Am Bahnhof angekommen gings dann per TukTuk zurück ins New Siam II. Diesmal hatten wir ein andres Zimmer, das ne funktionierende Klima hatte und auch so sauberer war. Ausblick diesmal in Richtung „Kaserne“. Vorsicht jedoch hier mit den Fenstern. Als ich morgens im Adamskostüm aus dem Bad kam, wurde mir nachgepfiffen *LOL*.
Ansonsten gibt’s an diesem Tag nicht besondres zu berichten. Es wurde die Nähere Umgebung abgecheckt und in der Khao San Umgebung ordentlich gefuttert und Mango-Säfte getrunken.
Tag 4 bis 6: Khao Sok Naionalpark
Am 4. Tag gings dann morgens mit Air Asia nach Krabi. Von dort hatten wir geplant mit dem Bus zum Khao Sok zu reisen. Sollte ja laut Reiseführer kein Problem sein. Das Taxi zur Busstaion war super teuer 350 Baht für ne relativ kurze Strecke. Die Profis werden sicher nen andren Weg kennen, ich konnte jedenfalls nur die „offiziellen- (hier teuren) Taxis“ finden. Wir wurden dort angekommen in einen alten klapprigen Bus gesteckt und sollten in Phang Nga umsteigen und dann wieder in Takua Pa. Die Reise dauerte bis Takua Pa so um die 5 Stunden und der zweite Bus, war ziemlich alt und noch viel viel klappriger. Aber die Thais waren alle sehr freundlich und aufgeschlossen, auch wenn wiederum keiner auch nur eine Silbe Englisch sprach. Mit Hilfe einer Karte lässt sich alles regeln. Fahrpreis für die beiden Busse lag so um die 70 Baht zusammen. Wobei ich der zweiten lustigen „Schaffnerin“ einfach meine Börse gab und sie nahm sich dann das Geld, was es kostete.
In Takua Pa gabs allerdings dann anscheinend keinen Bus mehr zum Khao Sok, weswegen wir auf ein völlig überteuertes Songthaew umsteigen mussten. Kostete uns dann 500 Baht. Aber ehrlich gesagt waren wir so kaputt, dass es uns egal war. Zumal der Mann sehr arm aussah.
Im Khao Sok hatten wir im Tree Tops reserviert. Es wurde im Loose recht ordentlich beschrieben und die Website sah ganz passabel aus (never trust a website). Dort angekommen bot uns ein Bild des Grauens: Das Baumhaus war eigentlich schon nicht mehr renovierungsbedürftig. Man sollte es abreißen. Eine Wand davon stand ca. 15 cm ab und hing deswegen quasi in der Luft. Moskitonetz und Bett waren mit brauen und gelben Flecken überzogen. Im „Bad“ waren Blutspritzer an der Wand. EKELIG!
Nach einer grausamen Nacht traten wir dann die Flucht in Richtung Green Valley Resort (http://www.khaosokgreenvalley.com) an. Komplettes Kontrastprogramm. Alles super sauber. Ein wunderschöner Garten. Hängematten vor jedem Bungi. Neue Betten und ein sauberes Bad. Der Besitzer Eit und seine Frau sind wirkliche Herzchen. Gekocht wird sauber (Clean food - good taste)und super lecker. Da es dort nur wenige Bungalows gibt, wird man sehr zuvorkommend behandelt. Wir hatten eher das Gefühl Freunde bei Freunden zu sein, als Gäste in einem Resort.
Als erster unternahmen wir einen Olifanten-Trek. Die klassische Touri-Geschichte, aber dennoch wars interessant und spaßig. Kosten 800 Baht pro Person. Man wird in den Regenwald zu einem Wasserfall geführt und zurück. Tolle Landschaft und wahrlich interessante Pflänzlein (nicht nur für Biologen wie mich).
Am selben Tag konnten wir dann noch den Park zu Fuß etwas erkunden (Leute, lasst die Flip-Flops im Bungi) und so die Natur genießen. Gesehen haben wir einen Waran und viele tolle Falter und Vögel oder auch 30 Meter hohen Bambus.
Tag 2 gings dann daran die berühmte Rafflesia zu sehen. Es handelt sich dabei um die größte Blüte der Welt. Normalerweise sind für den Aufstieg 2 Stunden eingeplant. Da laut unserem Führer fast 600 Höhenmeter zu überwinden sind. Wir habens in einer Stunde geschafft, aber ich war noch nie so nah dran zu kollabieren.
Special Tipp: Essen und Cocktails im Thai Herbs Restaurant! Seeeehhrrr lecker.
Tag 7 bis 15: Koooohhh Lantaaaaa
Nach einer weiteren Nacht gings dann via Krabi nach Koh Lanta. Kosten für den Minibus 550 Baht pro Person. Buchbar in jedem Resort. In Krabi in dem Tourist Center, in dem man ankommt, wurden wir dann auch fürs Emerald geworben. Ich hatte hier im Forum schon mal was drüber gelesen und dachte, wir könnten es ja mal für eine Nacht abchecken. Ein wahrer Glücksfall.
Das Resort ist ein kleiners und der Strand liegt südlich des Longbeach. In der Nähe sind noch das Where else oder das BeeBees. Ich kann sowahl den Strand, als auch das Resort uneeingeschränkt empfehlen. Klar, es gibt dort Steine. Aber wer es sich zutraut täglich 50 Meter zu laufen wird auch bei Ebbe schwimmen können und in einer kleinen Bucht auf Pudersand sanft ins Meer gleiten können. Wer dennoch zum Klong Nin (feiner Sand) oder zum Longbeach (feiner Sand mit Muscheln und Korallenteilchen) will, der mietet sich halt nen Roller oder fährt bei nem Rollertaxi für 20 Baht mit.
Habe mir auch viele Anlagen an besagten Stränden angesehen. Longbeach fand ich etwas schmutzig und abgewohnt, am Klong Nin gibt’s tolle Anlagen (Nature Beach zum Beispiel) aber es ist halt so etwas abseits.
Zum tun gibt’s auf Lanta ne Menge. Es gibt alle Arten von Bootstouren (4-Island mit der Lanta Princess ist der absolute Burner). Man kann sich nen roller mieten und die Insel erkunden, oder einfach nur faul Changs und Cocktails trinken. Ich war auch mit Ron einmal mit dem Longtailboot zum angeln draußen. Haben zwar nicht viel gefangen, aber es war dennoch ein riesen Spaß. Diese Tour kann man übrigens nicht buchen
Das Resort an sich bietet super saubre Steinbungis mit Klima und Fan und TV (wers braucht…) und Einfachere Bambushütten. Das Restaurant wird von Ron’s Mama (Frau des Besitzers) und einem Koch geführt und bietet für wenig Geld super viele leckere Sachen. Ich habe jedenfalls kein leckereres Pad Thai in LOS gegessen. Ein bis zweimal in der Woche gibt es ein BBQ mit frischem Fisch. Auch das ein Traum. Der Service ist erste Sahne. Es arbeiten dort Mädels, die Tourism studieren und eine Art Praxissemester machen. Sie sind alle super lustig und machen gerne mal Witze. Mir haben sie versucht Thai beizubringen…
Abens gibt’s dann ne Fireshow vom verrückten Jap. Wie ich hörte fühlen sich dabei die Mädels von seinem durchtrainierten Körper angezogen. Ich persönlich war als Pyromane eher vom Feuer begeistert.
Wir haben in der Zeit in Lanta klasse relaxed und wollten gar nicht mehr heim. Gezahlt haben wir für den Steinbungi 500 Baht. Ein absolutes Schnäppchen.
Tag 16 bis 20: BKK –Shoppen, CSI und heim
Bei unserem zweiten Stopp in BKK haben wir dann im New Siam III übernachtet. Es ist wesentlich moderner als das New Siam II hat ein besseres Bad und liegt etwas günstiger. Dafür fehlt ein Pool und Internet. Es gibt im Prinzip dort nur ne ganz kleine Speisekarte, aber wir waren zufrieden. Der Service im Lokal ist super, die Damen an der Rezeption sind meist genervt und ziemlich pampig. Das Zimmer mit AC kostete 750 Baht.
Zum Shoppen sind wir ins MBK gefahren. Wahnsinn. An Klamotten bekommste dort alles was man sich vorstellt. Auch Technikzeugs usw. Muss man sich mal angeschaut haben. Wer dort einkaufen will, sollte sich vorher das Jim Thompson Haus (500m Luftlinie) ansehen. Eine absolute Oase im hektischen Bangkok.
Wir haben dann noch das forensische (nichts für schwache Nerven) und das Nationalmuseum besucht, bevors dann wieder nach Hause ging. Diesmal mit tollem Inflightentertainment von Royal Brunei. Beim Zoll gabs keine Probleme, Ich hab keinen gesehen, der kontrolliert wurde.