Wir sind gerade 1 Tag zurück von unserem 5 Wochen-Urlaub in Thailand und da mir die Tipps in diesem Forum so viel bei der Planung geholfen haben, gebe ich hier gerne ein paar Erfahrungen weiter. Vielen vielen Dank noch mal an alle Tuk Tuks für die schnellen und guten Antworten!
Wir waren unterwegs mit 2 Kindern (10 und 12 Jahre) und sind quer durch ganze Land gereist. Uns war wichtig, dass wir in den großen Städten einen Pool für die Jungs hatten, wollten aber keine Luxusunterkünfte. Wir haben also pro Nacht maximal 1800 Bt für alle zusammen ausgegeben. Unsere Reise war echt super, wir hatten zwar viel Zeit, haben aber trotzdem nicht zu viel Programm gemacht, sondern lieber auch immer ein bisschen von den Orten mitgekriegt, wo wir waren. Mit Kindern zu reisen ist in Thailand überhaupt kein Problem, sowohl die Transfers von einem Ort zum Anderen sind völlig easy, weil gut durchorganisiert, alsauch die Unterkünfte bieten für jeden Geschmack und Geldbeutel das richtige. Man kann schon für verhältnismäßig wenig Geld sehr gut leben und braucht beispielsweise auf den Pool in den großen Städten nicht zu verzichten. Es findet sich überall auch europäisches Essen, was für Kinder nicht unwichtig ist. Internetanschluß gibt es auch überall. Gerade Bangkok war für meine Jungs ein wahres Einkaufsparadies, sowohl was Sportklamotten angeht (gefälschte und echte Trikots ca. 200 Bt bzw ca. 1500 Bt) alsauch CDS und Computerspiele. Im MBK haben sich beide einen Ipod gekauft, die im Vergleich zu Deutschland wesentlich billiger waren. PSP, WII und Gameboy lohnte sich nicht.
Es gibt von Zoo über Tempel bis zu Strandurlaub so viel zu machen und zu sehen, dass wir alle 4 auf unsere Kosten gekommen sind.
[b]Und hier unsere Erfahrungen und praktischen Tipps im Einzelnen ( ich hoffe, sie helfen dem Einen oder Anderen, damit nicht Jeder das Rad neu erfinden muss):
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- BANGKOK - HUA HIN:
Ankunft in Bangkok 9.50 Uhr. Eigentlich wollten wir mit dem Taxi zum Busbahnhof und von dort aus mit dem Bus nach Hua Hin, der Taxifahrer hat aber angeboten, uns direkt bis Hua Hin zu bringen, was uns nach dem langen Nachtflug sehr entgegen kam. Also mit dem Taxi vom Flughafen aus für 2000 Bt nach Hua Hin (14.30 dort). Dank der tuktuk-Tipps haben wir direkt ein tolles Guesthouse gefunden: "O.K. Guesthouse" für 900 Bt / Dz mit AC incl. Frühstück und einem Pool am Ende der kleinen Strasse.
(Das "Thipurai" hat für 1200 Bt/DZ mit AC auch DZ mit Verbindungstüre). Für unsere Jungs war das ideal. Die Strasse ist eine sehr nette ruhige kleine Seitenstrasse; 100 m zum Strand (wohin sie nicht alleine durften), aber zum Pool am Ende der Strasse konnten sie auch alleine gehen. 5 Minuten bis zu einem Einkaufszentrum mit Pizzeria, Eisdiele und allem drum und dran; 20 Minuten am Strand entlang bis zum Zentrum von Hua Hin. Dort kann man nett abends essen gehen (auf den Piers nach der etwas teueren „Brasserie de Paris“ kann man sehr gut in Thailändischen Restaurants Fisch essen). Der Nachtmarkt ist relativ unattraktiv und teuer; für die Kids wars gerade am Anfang der Reise mal witzig zu sehen, zum Kaufen wartet man aber besser bis Bangkok oder Chiang Mai.
Für ein Taxi haben wir abends von Hua Hin zurück zum Guesthouse 60 Bt bezahlt.
- HUA HIN – KO TAO
In Hua Hin haben wir beim Guesthouse ein Kombi-Ticket für Bus und Boot nach Ko Tao gekauft. (Bus 3 Std nach Chumporn + Speedboot 1,5 Std nach Ko Tao). Da wir uns mit einer anderen Familie zusammen getan haben, haben wir mit ein bisschen Handeln 2 Kinder umsonst mitgekriegt.
- KO TAO
Das was im Lonely Planet steht, dass hier nur Fischer wohnen, ist natürlich kompletter Nonsens (also keine falschen Erwartungen). In Hafennähe sollte sich nur einquartieren, wer Rummel mag. Das gilt für uns nicht und wir haben deshalb nach einigem Abklappern ganz im Süden einen Strand gefunden, der nicht ganz einsam ist, wo es aber trotzdem sehr schöne ruhige Bungis gibt (Chalok Baan Ko). Haben dort im „Tropicana“ gewohnt, einer sehr sehr schönen und ruhigen Anlage direkt am Strand (DZ mit AC 600 Bt; weil wir im Voraus für 5 Nächte bezahlt haben, gabs dann noch Rabatt von 100 Bt, also dann 500 Bt pro Nacht). Sehr leckeres Essen und total kinderfreundliches Personal (mein Jüngster hat geweint, als es Abschied nehmen hieß). Massieren lassen kann man sich dort auch (Thai-Massage 250 Bt). Am nördlichen Ende der Bucht gabs auch noch eine total tolle Bungi –Anlage, die wirklich was vom Ende der Welt hatte: „Viewpoint“ Resort; einfache Hütten im Dschungel am Hang, etwas abgeschieden, aber keinen richtigen Strand. Da sollte man auf jeden Fall mal zum Essen hin gehen.
A propos : In dieser Bucht gab es überall ab 22.00 Uhr kein Essen mehr!
Schnorcheltour muss natürlich sein auf Ko Tao und war für alle ein tolles Erlebnis!
Die Tour ging von 8.30 bis 16.30 war mit Ausrüstung und Mittagessen und man kann sie auch machen, wenn es bedeckt ist. Das war bei uns der Fall und wir waren im Nachhinein ganz froh darüber; gesehen hat man trotzdem alles und wir wurden wenigstens nicht so gebraten.
- KO TAO – KO PHANGAN
Auf Ko Phangan haben wir uns für den „Hat Yao“-Strand entschieden, da wir nur Gutes darüber gehört hatten. Auch hier war ausschlaggebend, dass der Strand nicht zu einsam sein sollte (wegen der Kinder), aber auch nicht zu rummelig (wegen uns). Hat Yao war dann aber eine ziemliche Enttäuschung. Das Wasser ist den ganzen Tag weit weit weg (Ebbe) und kommt erst gegen Abend, wenn man eh nicht mehr schwimmen geht. Ich hatte vorher gedacht: Ebbe – na und?, habe aber nicht bedacht, dass hier bei Ebbe natürlich meterlange Stein- und Korallenbänke zwischen Strand und Meer liegen und einem die Füße aufschneiden. Was die Kids angeht, war der Strand leider total ausgestorben, also deswegen hätten wir hier nicht hinfahren brauchen.
Die Anlagen am Hat Yao sind sehr unterschiedlich, was Preis und Leistung angeht, da muss man echt gut vergleichen. Sandy Bay war z.B. teuer und schlecht (1500 Bt für ein 4er Zimmer mit AC ohne Pool, dafür mit Kakerlaken). Schön ist die Anlage ganz im Süden der Bucht („High Life“ mit Pool) und alle Anlagen am Nordende der Bucht (eine ganz neue Nobelanlage mit Pool – Namen vergessen / „Long Bay“ , auch nobel direkt am Strand + Pool 1200 Bt für 2 DZ mit AC / wir haben dann im „Dream Hill“ gewohnt – 4er Zimmer mit AC + Pool für 700 Bt, sehr nette Familie). Den „Hat Salad“ Beach haben wir uns auch noch angeguckt. Hier gibt’s kaum Anlagen, aber die „Salad Hut“ Bungalows waren sehr schön und total ausgebucht. Das Dörfchen Hat Salad fand ich übrigends viel netter als Hat Yao, das nur aus einer Durchgangsstrasse besteht.
Übrigens war schon die Fahrt von Thong Sala nach Hat Yao starker Tobak: 400 Bt und da alle das Gleiche nehmen heißt es: Friss oder stirb!
Fazit für Ko Phangan: In der Regenzeit kann ich die Westküste mit Kindern überhaupt nicht empfehlen, weiß aber leider keine Alternative. Ich meine aber gelesen zu haben, dass das mit dem Wasser in der Hauptsaison anders ist ?
- KO PHANGAN – BANGKOK (NACHTZUG!) - AYUTTHAYA
Dafür war unsere nächste Etappe saugut:
Mit dem Boot nach Surat Thani (4 Std ?) und von dort aus mit dem Nachtzug nach Bangkok (buchen war kein Problem von Ko Phangan aus). 2. Klasse AC Schlafwagen. Das war echt super! Die Betten werden während der Fahrt von einem Zugbegleiter gemacht und jeder hat dann seine eigene kleine Koje mit Vorhang und Trennwand zum Nachbarn. Einziger kleiner Haken: die oberen Betten sind nicht so sehr breit und das Licht vom Gang scheint leider über den Vorhang. Also entweder nur untere Betten buchen oder Augenmasken mitnehmen.
Morgens um 6.15 Uhr in Bangkok angekommen und am Schalter nach einem Zug nach Ayutthaya gefragt. Der ging direkt im Anschluss um 6.40 und die Jungs haben dann auf der Fahrt nach Ayutthaya noch mal tief und fest geschlafen.
Vom Bahnhof zum Guesthouse 120 Bt. Um 9.00 im Guesthouse („Baan Suan“, sehr basic, aber DZ mit Van nur 250 Bt).
Ayuttaha ist nicht gerade eine schöne Stadt; wir sind ein bisschen rumspaziert und waren u.A. auf dem Einheimischen-Food-Market. Das fand ich gerade für die Kinder mal ganz gut zu sehen, wie es in anderen Ländern so ist: all das rohe Fleisch und die z.T noch lebende Nahrung war schon beeindruckend.
Wir haben dann eine Bootstour zu den 3 größten Tempeln gemacht; ein Boot ganz für uns alleine für 2,5 Std, das war echt nett. Die Tempel sind auch für die Kinder ganz spannend anzusehen, weil jeder anders ist.
Einige der Tempel sind abends beleuchtet und wir hatten noch das Glück, dass uns ein Tempelwächter später abends noch rein gelassen hat, obwohl eigentlich schon geschlossen war. Das fanden wir dann alle recht spannend so im Halbdunkeln!
- AYUTTHAYA – SUKOTHAI
Am nächsten Tag 9.40 mit dem Zug nach Pitsanoluk (13.30 dort) und mit dem Taxi für 700 Bt nach Sukothai. Dort haben wir im „Baanthai“ Guesthouse gewohnt (2 niedliche Hütten mit Van für je 250 Bt). Wir sind dann wieder ein bisschen rumgelaufen und auch Sukothai ist keine besonders schöne Stadt. Essen waren wir im „Dream Cafe“, da war es ganz nett. Das Highlight war natürlich der historische Park am nächsten Tag. Die Tempel sind nicht beeindruckender als in Ayuttaya, aber gerade für die Kinder war der absolute Renner, dass man hier das Sightseeing mit dem Fahrrad macht! Der Park ist so groß, dass man sich für 20 Bt pro Person ein Fahrrad leiht und damit in der Gegend rumfährt, was auch überhaupt kein Problem ist, weil im Park keine Autos fahren. Also mit Kindern auf jeden Fall empfehlenswert!
Übrigens gibt es in vielen Lokalen in Sukothai ab 21.00 Uhr kein Essen mehr! Wir mussten uns einen Abend dann von ein paar Chips ernähren, die wir noch übrighatten...
- SUKOTHAI – CHIANG MAI
Am nächsten Tag um 9.15 mit dem AC-Bus nach Chiang Mai (17.15 dort). In Chiang Mai haben wir preislich gesehen dann den Vogel abgeschossen, was die Unterkunft anging: Das „Top North“ Guesthouse liegt direkt in einer Seitenstrasse der MoonMuang, also mega zentral, hat einen Pool (mit Ozon statt mit Chlor!) und wir haben für das 4er Zimmer mit AC nur 600 Bt bezahlt! WOW. Dafür haben wir uns dann schön jeden Tag eine Massage gegönnt, die in Chiang Mai auch am billigsten in ganz Thailand waren (120 Bt pro Std). Auch die Kids hatten ihren Spass daran!
In Chaing Mai waren wir auf dem Nachtmarkt (groß!) und dem Sunday-Market (riesig! Unbedingt angucken, wenn man Sonntags dort ist und viel viel Zeit mitbringen), was allen viel Spass gemacht hat. Den Wararot-Markt kann man sich schenken, das ist mehr was für Einheimische; wir haben da jedenfalls nichts gefunden.
In Chiang Mai gibt’s außerdem noch 2 große Einkaufszentren: 1 am Fluhafen und 1 in der Kaew Rd (falls es mal regnet). Dort haben wir auch Sport-Markensachen für wenig Geld bekommen. Ach ja und Converses! Die Teile kosten bei uns ja so um die 50-60 Euro, dort aber nur 750 – 900 Bt. Also wer solche Schuhe braucht, ruhig bis zum Urlaub warten; ich habe gleich 3 Paar gekauft!
Fußballtrikots haben übrigens auf den Märkten (also nachgemacht) zwischen 120 und 250 Bt gekostet, normale T-Shirts 100 Bt.
Von Chiang Mai aus kann man alle möglichen Touren machen. Wir haben uns für einen Tag im Elefantencamp entschieden, allerdings für das „sanfte Tourismus“-Camp, wo man nicht reitet, aber füttert und mit den Elefanten badet. Mein Sohnemann fand’s auch ohne Ritt gut, wenn man das den Kindern erklärt, verstehen die das auch. Auch wenn die Tour recht teuer war (2500 Bt pro Erwachsener und 1675 Bt für Kinder, link siehe unten) möchte ich den Tag auf keinen Fall missen. Außerdem haben wir noch eine Kletterwand ausprobiert und es gibt natürlich alle möglichen anderen Touren, wie Rafting, Touren zu irgendwelchen Stämmen und Bergdörfern, heißen Quellen und Wasserfällen, wozu aber keiner so richtig Lust hatte.
Ach ja, Taxi vom Busbahnhof zum Guesthouse war 80 Bt, innerhalb der Stadt 50 Bt und vom Guesthouse zum Bahnhof auch wieder 80 Bt.
- CHIANG MAI – BANGKOK (NACHTZUG) – KHAO YAI
Um 17.55 ging unser Nachtzug nach Bangkok. Wir waren schon 2 Stunden früher am Bahnhof. Dort konnte man sich ganz gut ins „Bahnhofsrestaurant“ setzen und wir haben Karten gespielt bis der Zug kam. Übrigens kann man sich im Zug immer auch was zu Essen kaufen; da ich aber was Essen angeht lieber auf Nummer sicher gehe, haben wir uns immer auch was mitgenommen. An den Bahnhöfen gibt es wie überall in Thailand Garküchen, die warmes Essen zum Mitnehmen verkaufen – echt Klasse.
Um 7.30 morgens waren wir in Bangkok. Diese Eisenbahnstrecke ist wesentlich unruhiger und rumpeliger als die Südstrecke, also wenn man nur eine Strecke Zug fahren will und eine Strecke fliegen, würde ich die Nordstrecke eher fliegen.
Das Ticket hatten wir erst 2 Tage vorher in Chaing Mai gekauft und haben deshalb leider nur 4 Schlaf-Plätze oben bekommen. Die Süd-Strecke scheint nicht so ausgebucht zu sein, aber für die Nordstrecke sollte man also rechtzeitig buchen.
Die Fahrkarten nach Prachin Buri (Khao Yai National Park) haben wir auch erst wieder direkt nach unserer Ankunft am Bahnhof in Bangkok gekauft und um 8.00 ging es dann direkt weiter. Wir hatten per Internet 3 Tage vorher Zimmer in der „PalmgardenLodge“ am Khao Yai gebucht und kamen um 11.30 in Prachin Buri an. Für 150 Bt mit dem TukTuk zur Lodge. Dort hatten wir einen Familienbungalow mit 2 DZ und AC für 1200 Bt. Die PalmGardenLodge ist eine ruhige gepflegte Anlage mit einer sehr netten Familie.
Am nächsten Tag haben wir dann eine Dschungeltour mit einer Frau aus der Familie gemacht, was uns aber alle ein bisschen enttäuscht hat (1400 Bt pro Erwachsener; 1120 Bt pro Kind). Unsere Führerin hat kaum was gesagt und ist mit uns einen ziemlich breit ausgetrampelten Pfad durch den Wald marschiert, vor uns in Sichtweite eine Gruppe, hinter uns in Sichtweite eine Gruppe. An Tieren haben wir dabei nur Blutegel und Käfer und ganz weit entfernt mal einen Affen gesehen.
Durch den Khao Yai führt eine einzige dicke Asphaltstraße von Norden nach Süden, die wir dann gefahren sind. Halt wurde an einem Wasserfall gemacht und bei 2 Aussichtspunkten. Entlang der Strasse haben wir dann noch einen Skorpion, einige Affen und einen Waran gesehen.
Abends ging es noch zu einer Fledermaushöhle, aus der bei Einbruch der Dunkelheit Millionen von Fledermäusen rausströmen. Das war wirklich unglaublich beeindruckend und sollte man auf jeden Fall machen!
Was den Khao Yai angeht, haben wir mitgekriegt, dass andere Führer ihre Sache wesentlich besser gemacht haben, die waren mit großen Ferngläsern unterwegs und haben viel mehr erzählt. Auch kann man wohl eine Nacht im Camp übernachten und das soll sich auch lohnen.
Fazit: Wenn man die Tour im Khao Yai machen möchte, sollte man sich auf jeden Fall vorher nach guten Dschungelführern erkundigen. Die Palmagrdenlodge ist die einzige, die im Süden des Parks liegt; im Norden gibt es ein größeres Angebot. Insgesamt ist es schon lohnenswert dort hin zu fahren und auch eine Tour zu machen, v.a. zu den Fledermäusen. Man darf aber bei den Kindern vorher keine zu großen Erwartungen wecken, was man da alles zu sehen bekommt. Uns wurde halt vorher von Elefanten, Schlangen und sogar Tigern berichtet, da ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
- KHAO YAI – BANGKOK
13.00 Uhr Zug von Prachin Buri nach Bangkok. Zugfahren in Thailand ist unglaublich billig und easy. Die Strecke kostet nur 100 Bt für 3 Stunden Fahrt. Auch für Bangkok hatten wir vorher über Internet nach einem Hotel gesucht und uns für das New Siam II mit Pool entschieden. Die haben uns aber dann noch ein tolles Angebot in ihrem nagelneuen, noch nicht ganz fertigen (es fehlen Kleinigkeiten) Hotel dem „New Siam River Side“ gemacht: 890 Bt pro DZ mit AC , Verbindungstür zwischen den Zimmern und Pool. 1,600 Bt für river view mit Balkon und 1,190 für river view ohne Balkon. Das Hotel liegt direkt am Fluss in einer sehr schönen Gegend. Wir hatten zuerst überlegt wegen der besseren Verkehrsanbindung in der Nähe der Einkaufszentren zu wohnen, aber ich bin sehr froh, dass wir das nicht gemacht haben. Die Gegend zwischen Khao San Rd und Fluss ist wirklich supernett zum Wohnen, weil es dort keine Hochhäuser gibt und dort überall diese netten kleinen Gassen sind, auf denen wenig Autos und dafür viele viele gute und gemütliche Restaurants, Guesthouses und kleine Läden sind. Hier lässt es sich also weg von den großen 3-8 spurigen Strassen ganz gut aushalten, was rund um die Einkaufszentren fast nicht möglich ist. Direkt vor dem Hotel fährt sowohl ein Bus zum MBK (Nr.15), alsauch ein Bus zum Zoo und zum Chatuchak-Markt. Hinter dem Hotel am Fluss kann man mit dem Boot zum Königspalast, zum Wat Po und nach Chinatown (54 Bt für 4 Personen) fahren. Taxis haben vom Hotel aus 80 Bt zum Hauptbahnhof, 100 – 120 Bt zum MBK, 60 Bt zum Dusit-Zoo und 300 Bt + 65 Bt Autobahngebüren gekostet. Linienbus kostet 18 Bt pro Person, die kleineren Kinder sind frei. Das ist übrigens häufig in Thailand so; selbst für unseren 10jährigen hat es sich immer und überall gelohnt, zu fragen, ob er bezahlen muss.
In der Nähe der Einkaufszentren gibt es eine Optiker-Meile und wir haben für meinen Jüngsten nach einer Brille gesucht: Für Erwachsene kein Problem, aber Kinderbrillen gibt es in Thailand anscheinend nicht. Den Stress kann man sich also getrost sparen, wenn man die Idee hat, eine Brille fürs Kind zu kaufen.
Chinatown fanden wir alle toll; die engen aber gut belüfteten Gassen dort sind echt einen Besuch wert und das gute für uns Westler: Man muss nicht handeln, hier gibt es überall Festpreise. Hier habe ich übrigens auch endlich die Seide gekauft, nach der ich schon überall geguckt hatte. Entweder gefielen mir sonst die Farben nicht oder die Art der Seide und in Chinatown und Little India gibt’s wirklich alles an Farben und Qualität.
Der Chatuchak-Wochendendmarkt war natürlich ein Muss. Der Markt ist so groß, dass man gar nicht alles angucken kann. Hier haben wir recht billig ein paar Jeans (400 Bt) und wieder Trikots und T-Shirts geholt. Allerdings waren wir glaube ich schon etwas Markt-müde. Das Angebot ändert sich natürlich nicht wirklich und nach fast 5 Wochen hat uns der Markt nicht wirklich vom Hocker gehauen.
Außerdem waren wir in einem der großen Einkaufszentren im Kino. Jeder Film läuft auch auf Englisch und Harry Potter verstehen auch die Kinder, das würde ich also jederzeit wieder machen.
Der Königspalast und der Wat Po ist auch für die Jungs sehr beeindruckend gewesen; man sollte für beides so ca. 3-4 Stunden einrechnen und nicht zu spät starten, da beide nur bis zum späten Nachmittag geöffnet sind. Wir sind tatsächlich auch auf dem Weg vom Königspalast zum Wat Po von einem Schlepper angesprochen worden, der sich als Sicherheitsbeamter ausgegeben hat, um uns dann zu erzählen, der Wat Po sei zu und wir sollten mit ihm zu einem anderen Tempel. Die einfachste Antwort ist dann immer, dass man schon ALLES in Bangkok gesehen hat und geht einfach weiter. Natürlich hatte der Wat Po nicht zu!
Der Zoo in Bangkok ist nicht gerade ein Muss, aber wenn man einen Tag nichts zu tun hat, kann man ihn dort ganz gut rumkriegen.
Was den Kindern außerdem sehr gefallen hat, ist der Golden Mount. Das ist ein Tempel, der auf einem künstlichen Berg mitten in Bangkok steht und der einen guten RundumBlick über ganz Bangkok bietet.
Wir haben uns auch eine Gasse angeguckt, in der die Mönchs-Schalen noch per Hand hergestellt werden, das war aber nicht so sehr spannend.
Ach ja, und dann waren wir in Bangkok noch bei einem Fußballspiel des Asien-Cup. Das ist natürlich echt witzig, wenn die Kinder FußballFans sind! (link siehe unten)
Und jetzt noch einige allgemeine Bemerkungen, über die Dinge, die mir vor der Reise Kopfzerbrechen gemacht haben:
- TOLLWUT
Wir haben uns gegen die Impfung entschieden, weil sie nicht ganz ungefährlich ist und man bei einem Biss ja sowieso sofort geimpft wird, egal, ob man vorher schon eine Impfung hatte oder nicht. Ich bin im Nachhinein sehr froh über die Entscheidung, weil die Hunde in Thailand gar kein Problem waren. Die Meisten Hunde waren die totalen Schisser; es gibt zwar ein paar Kläffer, um die man aber einfach einen Bogen macht. Ansonsten funktioniert „Waai!“ (Hau ab) mit fester Stimme und ausgestrecktem Arm sehr gut. Wir haben allerdings keine Hunde angefasst, obwohl mein jüngerer Sohn und ich echte Hundefans sind, weil die Hunde SEHR mit Ungeziefer voll sind; Flöhe, Läuse, Ekzeme und v.a. Räude – das muss einfach nicht sein!
- MOSKITOS / Kakerlaken
Wir hatten zwei Netze mit, die ich selbst in den teuersten Hotels mit Klimaanlage benutzen musste, da es einfach überall Mücken gibt! Lange Schnüre nicht vergessen, irgendwo kann man die immer anknoten. Meistens habe ich sie an der Gardinenstange befestigt. Am Schlimmsten war es in Ayutthaya und Sukothai (keine Ahnung warum). In den großen Städten (haben wir in Chiang Mai gesehen) fahren Leute rum, die Pestizide gegen Mücken und Kakerlaken in alle Kanäle und sonstige Brutlöcher spritzen.
Am Schlimmsten sind die Mücken bei Einbruch der Dunkelheit.
Ich hatte mir aus Deutschland ein ätherisches Mückenmittel mitgenommen, das aber nur bedingt geholfen hat. Tagsüber habe ich es dann benutzt, aber abends musste ich das richtig giftige Zeug aus der thailändischen Apotheke nehmen.
Als Malariamittel haben wir „Malarone“ als Akutmittel mitgenommen, das gegen alle Malariaarten hilft und sehr gut verträglich ist. Prophylaxe haben wir nicht gemacht.
Kakerlaken laufen zwar öfters mal auf der Strasse rum, in den Unterkünften haben wir aber nur 1 einzige gesehen.
- MEDIKAMENTE
Haben wir kaum gebraucht. Das Wichtigste sind Pflaster und eine gute Salbe für kleinere Wunden, die hier einfach sauschlecht heilen. Außerdem etwas gegen Reiseübelkeit (Schiff, Zug, Bus), leichte Erkältungen von der AC, Sonnenbrand und natürlich Durchfall. Wir waren sehr unbesorgt, was Zähneputzen mit Kranwasser und Fruchtshakes und Cola mit Eis betrifft und hatten nur in Bangkok mal Probleme.
O.b.s und Binden kriegt man übrigens auch überall.
- ESSEN
Das thailändische Essen ist meistens scharf, auch wenn man fragt und sie sagen, es sei nicht spicy. Für die Kinder findet man aber überall auch Nudeln und Pizza – Restaurants. Pizza ist zwar doppelt so teuer, wie das Thai-Essen, aber mit 3-4 Euro immer noch lachhaft billig.
- INTERNET
Gibt’s überall und kostet zwischen ½ bis 2 Bt pro Minute
- ÜBERNACHTEN
Wenn man auf ein bestimmten Guesthouse oder Hotel fixiert ist, sollte man besser vorher buchen. Ansonsten findet man überall Unterkünfte, gar kein Problem.
- REISEN
- Am Bequemsten mit dem Zug
Nachtzug 11 Stunden für 16 Euro pro Person – unschlagbar!
Nachtzug von Surat Thani – Bangkok: Abteile sind größer, genügend Plätze auch bei kurzfristiger Buchung, Zug fährt ruhiger
Nachtzug von Chiang Mai – Bangkok: Abteile sind kleiner, 2 Tage vorher haben wir bei der Buchung schon kaum noch Plätze bekommen und musste die schlechteren Plätze und einen Zug früher nehmen; Zug wackelt unheimlich hin und her, die Fahrt ist sehr unruhig
Nahverkehrszug sehr gute Anschlusszüge in Bangkok Hbf; sehr billig, Züge wackeln sehr, aber die Kids haben trotzdem ganz gut jeweils auf einem 2erSitz geschlafen, Fahrkarten einfach unmittelbar vor der Fahrt kaufen
- Überlandbusse
Sehr gute AC-Busse; Ticket 1 Tag vorher direkt am Busbahnhof oder über eine Agentur (mit Vermittlungsgebüren) kaufen
- Taxi
Wer mit der ganzen Familie unterwegs ist, für den lohnt es sich immer, auszurechnen, wie teuer die normale Verbindung pro Person ist und dann zu gucken, ob sich das mit dem Taxi vielleicht nicht eher lohnt
- Touren
Wenn man die Zeit und die Nerven hat, braucht man viele Dinge nicht zu buchen, sondern benutzt die gleichen Verkehrsmittel wie die Einheimischen. Neben dem Vorteil, dass man bei den Besichtigungen sein eigener Herr ist, finde ich es auch für das Reisegefühl mal ganz wichtig, die touristischen Pfade zu verlassen, um mal ein bisschen ein Gefühl für das Land zu kriegen.
- KLEIDUNG
Was wir bei unserem Inselurlaub schmerzlich vermisst haben, waren Treckingsandalen (mit Nylonriemen) oder diese Nylon-SurfSchuhe, die man auch als Badeschuhe benutzen kann. Die Korallen und Steine im Wasser sind sehr scharf und verursachen viele kleine Wunden und es gab teilweise nur FlipFlops und Klogs zu kaufen, die sich zum Baden nicht so eignen.
Außerdem braucht man Schuhe, in die man schnell rein und rausschlüpfen kann, denn gerade im Süden werden die Schuhe ausgezogen, bevor man ein Haus betritt, sogar im Supermarkt! Dafür sind FlipFlops natürlich wieder super geeignet.
- SONST NOCH
Für die langen Transferstrecken und Regentage auf jeden Fall Rätselblöcke, Reisespiele und Gameboys bzw MP3-Player mitnehmen!
In Bangkok und Chiang Mai haben wir uns Nancy Chandler’s Map gekauft.
Besser wäre es noch gewesen, wenn wir diese schon in Deutschland gekauft hätten und bei der Reiseplanung miteinbezogen hätten. Dort steht wirklich ALLES drauf, was man in den Städten machen kann.
- KURZLEXIKON
Sehr hilfreich und für viele freundliche Reaktionen sorgen ein paar einfache Worte:
kha (sagen Frauen) – Zustimmung / Ja
krap (sagen Männer) – Zustimmung / Ja
Koop khun Kha / Krap – Danke
Sawat dii kha /krap – Guten Tag
Sawat dii tong tschao – Guten Morgen
Raa dii sawatt kha /krap – Gute Nacht
Laa khon Kha / krap – ich gehe jetzt / auf Wiedersehen
Chook dii kha / krap – Viel Glück / auf Wiedersehen
Arooi maak – (das Essen) war sehr lecker
Kor tschek bin kha / krap – die Rechnung bitte
Waai ! – geh weg (zu Hunden)
Koh thoot kah /krap – Entschuldigung
Mai bpen rai kah / krap – das macht nichts
Sabai dee mak kah /krap – wie geht es Ihnen
Sabai dee kah / krap – es geht mir gut
Vorsicht – rawang
Ich (Männer) – phom
Ich (Frauen) – chan
Heißen – chüü
Ich heiße _ chan chüü / phom chüü
Dii – gut
