Mache ich gerne, Thaigerry, alleine schon für dich...

, aber der FC interessiert mich - ehrlich gesagt - nicht wirklich. Und das Trara um den Prinzen nervt mich eher.

Wie auch immer...
Ich bin zurück in der Poldistadt, es ist 4:40 und ich bin HELLWACH - schon das zweite Mal...
HUA HIN:
Wir hatten uns gedacht, für die letzten Tage wäre Relaxen am Strand ganz nett, und das nicht allzu weit weg von BKK. Also ab mit dem Regionalzug nach Hua Hin, etwa 4 Stunden Fahrt in der 2. Klasse. Der Bahnhof jin HH liegt ja glücklicherweise ziemlich nahe am Zentrum und am Strand, so dass wir kein Tuktuk brauchten. Das hindert die Horde von Tuktukfahrern natürlich trotzdem nicht daran, uns im Kanon anzusprechen mit "Tuktuk/Taxi? Where are you going?" Ich frage mich jedes Mal, was die das angeht... Aber Mann will ja nicht unhöflich sein, also habe ich am Anfang immer ehrlich geantwortet. Aber Junx, tut das bloss nicht! Dann nimmt die Diskussion kein Ende, und sie haben dich am Wickel!

Zur Urlaubsmitte hin versuchte ich es dann mit "Just walking a little." War schon etwas gluecklicher...! (Mist, ich schreibe immer noch jedes 2. "ö/ä/ü" als "oe/ae/ue".

) In der 4. Woche habe ich immer gaaaaanz freundlich eine Gegenfrage losgeschossen: "Where are YOU going?" Das forderte zwar meistens eine kleine Unterhaltung heraus, war aber irgendwie ganz lustig...
Ich lasse mich ja doch immer wieder ablenken! Wie auch immer...
Wir nahmen das Baan Somboon-GH, das wirklich so nett war wie bei Loose beschrieben - übrigens das einzige im ganzen Urlaub, bei dem das Frühstück im Preis inbegriffen war - und das lohnte sich hier auch! Weil wir mehrere Nächte bleiben wollten, konnten wir den Preis auf 700 Baht herunterhandeln und kriegten ein schnuckliges Zimmer, bei dem allenfalls die Klimaanlage etwas ZUUUUUUUU heftig war und kaum zu regulieren. Det verbrachte die Hälfte der Nacht damit, diese an- und nach einer halben Stunde dann wieder auszustellen... *seufz*.
Für Abenteuerlustige könnte übrigens auch eines der GH mitten im Ort und direkt am "Strand" eine Alternative sein: Diese haben die Zimmer an einem langen Gang, gebaut auf einem langen Steg, der etwa 50 m weit direkt über das Meer führt, was man zunächst bei einem Blick aus dem Zimmerfenster, dann aber vor allem an dem LAUTEN Wellengeräusch, das sogar die AC übertönt, wahrnimmt. Hat mich schon sehr gereizt...
Der Ort: Zunächst fiel uns auf, wie unverhältnismässig teuer hier alles ist...!!!!! Selbst die simpelsten Thai-Restaurants versuchen sich dem eher tröpfelnden Touri-Boom anzupassen und lassen sich ihre Gerichte happig bezahlen!!! Und in den "Kneipen" im Zentrum zahlte Mann auch die Animierdamen mit, die sich mit anregenden Unterhaltungsversuchen ("How are you? Where are you from? First time here?"

) zu einem an den Tisch setzen... *seufz* Am nettesten zum Essen fanden wir es schliesslich auf dem Nachtmarkt (es gibt 2 davon) im Norden der Stadt... Ansonsten ist der Ort relativ eng, eher zu lauf, eher enttäuschend! Und der Strand ist auch eher schmal und nicht zuletzt wegen der Ponies und Pferde, die mit Farangs auf dem Rücken entlang geführt werden, eher dreckig. Außerdem hatten wir zwar keinen Regen, aber leider auch nur wenig Sonne in den paar Tagen.
Wir verließen HH entsprechend (übrigens bei dem ersten strahlenden Sonnenschein hier

) mit gemischten Gefühlen... Wir wollten unbedingt wieder mit dem Zug fahren. Laut Fahrplan fährt ab HH zwischen 6:00 (die Nachtzüge aus dem Süden) und etwa 15:00 nichts, Erst nach langem Rätseln fiel uns ein, dass das Ziel "Thonburi" ja die Schwesterstadt Bangkoks auf der schäl Sick (falsche "Rheinseite") ist, also wurde es der Zug um 11 Uhr irgendwas, in Bkk dann nur noch mit der Fähre direkt nach Khaosan rüber...
Hmm, ich wollte doch noch was zu... hmm... schreiben... Ach ja:
ANGLIZISMEN in der THAISPRACHE:
Eigentlich handelt es sich bei dem, was ich meine, eher um "Thaizismen" im Touri-Englisch!
Mich hat an der Sprache hier eigentlich zunehmend der Vokal "a" genervt, der offensichtlich immer in drei aufeinanderfolgenden Betonungslagen in der letzten Silbe der Wörter auftaucht. Es heißt also nicht einfach "saam" ("drei"), sondern "saaa-aaa-aaam".

Und Freuen, die einem unbedingt etwas verkaufen wollen (eine "Massaaa-aaa-aaa"

z, B.) hängen ja noch ihr obligatorisches "kaaa-aaa-aaa" (Satz-Endung, wenn Mann eine Frau ist) hinten dran, so dass die nicht enden wollende Einladung zur entsprechenden Körperbehandlung dann meist mit "Massaaa-aaa-aaa kaaa-aaa-aaa" endete. Und das grundsätzlich im Chor von durchschnittlich fünf auf Höckerchen vor ihrem Laden sitzenden Masseusen! Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie es klingt, wenn in einer Straße (z, B. in Patong oder HH) sechs Massage-Läden unmittelbar hintereinander liegen?!
Zurück zu den Thaizismen: Merkwürdigerweise scheint das "kaaa-aaa-aaa" und "krap" (männlich, markant, knapp, präzise - die Endung für den Mann

) auch dann obligatorisch zu sein, wenn die Farangs auf Englisch angesprochen werden, z. B. "Where are you going, kaaa-aaa-aaa?" Nee, schlechtes Beispiel, da Tuktukfahrer nahezu ausschließlich Männer sind (eine supernette FRAU (!!!!!!) hat uns in CM zum Bahnhof gefahren), aber "very chea(p), twenty Baht, kaaa-aaa-aaa" passt!
Ich bin in den letzten Tagen dazu übergegangen, z. B. "Please song khao pääd to the table krap" zu sagen. Oder "Tienai is the sathani rot meh for the southern rot meh, please, krap?" Und das funktioniert!
Und noch mal die KURZEN HOSEN:
Ich habe ja schon mehrfach betont, dass der Ignoranten-Vorwurf heftig an Det und mir genagt hat, also noch mal:
Also bei den etwa 85 % der Farang- und 15 % der Thai-Männer, die sich in kurzen Hosen auf die Straße trauen, bleibe ich! In einem durchschnittlichen Tempel reduzieren sich diese Zahlen auf etwa 82 % und 8 %!!! Die 3 % Abschlag bei den Farang sind zu 2/3 (also ZWEI Prozent *grins*, bin kein Mathematiker) auf Det und mich zurückzuführen, die wir uns ja heftige Mühe gegeben haben, die sittlichen "No-Go"es der Thai zu berücksichtigen. Mit anderen Worten: außer uns zieht sich vielleicht einer von hundert Touris extra für einen Tempelbesuch ein ordentliches Beinkleid an - alles Ignoranten...! Zugegebenermaßen scheint die Zaht bei den Thai deutlich größer zu sein (7 % Abschlag)!
Was ich eigentlich damit sagen will: Ich bin davon überzeugt, dass sich die moralischen Vorstellungen der Thai inzwischen doch deutlich verändert und sicher auch verwestlicht haben! Nun gut, die VIELZAHL der jungen Frauen und Mädchen, die sich in Hot-Pants-ähnlichen Hosen nicht nur auf die Straßen, sondern auch in die Wats begeben, spricht eigentlich gegen wirkliche moralische, ethische oder religiöse Bedenken, zumal die "kurzen" Hosen der Männer ja fast immer deutlich länger sind und mindestens bis zu den Knien gehen... Bleibt da noch die Geschichte, dass nur Kinder (Jungen) in Thailand kurze Hosen tragen und Erwachsene (Männer) das als würdelos oder was auch immer betrachten...: Erstens nimmt in Studentenvierteln die Zahl der Mönner in 3/4- und 7/8-Hosen deutlich zu (spricht für das Trend-Argument, Vorbild amerikanische Filme, TV, Farangs...), zweitens: Wenn es tatsächlich um "Ich bin kein Kind mehr, deshalb trage ich ne lange Hose" geht...: DAMIT kann ich leben!!!
Und noch was: Wenn ich in einer CHRISTLICHEN Kirche in Italien z. B. aufgefordert werde, nur in "anständigen" Klamotten diese zu betreten, ärgere ich mich inzwischen immer maßlos, weil ich das als kleinbürgerlich, völlig überholt und typisch für die teilweise verlogenen und bigotten Moralvorstellungen der (vor allem katholischen) Kirche halte! Die einzigen, die das wirklich stört, sind ewig gestrige Kleriker (zugegeben: noch ein paar alte Mütterchen), die an "mittelalterlichen" Vorstellungen (und da hatte sich die Kirche ja nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert!!!) festhalten und sich bei jeder Privatfernsehen-Sendung nach 22 Uhr pausenlos bekreuzigen, aber dennoch die "RUF MICH AN"-Werbespots nach 24 Uhr abwarten...!
Okay, mit der christlichen Kultur bin ich aufgewachsen, und mit ihr kenne ich mich aus, deshalb darf ich mir hier eher Kritik erlauben. In Thailand und bei dem Buddhismus (den ich aber in den Tempeln immer wieder aufregend und interessant finde) bin ich da selbstverständlich viel zurückhaltender!
Übrigens heißt das alles KEINESWEGS, dass ich die vielleicht typisch deutsche Urlaubsmentalität gutheiße, die sich in Unmutsäußerungen zeigt, wenn in Malle ein Spanier den Satz "Ein Helles, aber flott" nicht versteht! Und SELBSTVERSTÄNDLICH versuche ich Umgangsformeln, die in Thailand geboten sind, zu berücksichtigen und mich ihnen anzupassen... Das sieht Det genauso!
Also: immer auf dem Teppich bleiben...!
So, es wird noch eine Fortsetzung folgen...

Thomas