es ist zwar schon einige Zeit her, aber jetzt will auch endlich mal meinen Reisebericht liefern. Strömender Regen und ein freier Sonntag haben mich endlich angespornt mal los zuschreiben.
Mal wieder konnte ich einen „Frischling“ überreden mit mir dieses wunderschöne Land zu bereisen und direkt vorweg, viel Überzeugungsarbeit musste ich nicht leisten, das LOS-Fieber hat schon am ersten Tag zugeschlagen
Zu einem sensationellen Preis (ich geb’s zu, unter Zuhilfenahme eines Presserabatts) ergatterten wir einen Direktflug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Bangkok. Allen Unkenrufen zum Trotz, soo schlecht fand ich die Air Berlin nicht und ich fliege beruflich bedingt eine ganze Menge durch die Lande. Der Service war super freundlich, das Essen nicht schlechter als im Januar bei der Lufthansa, und Direktflug…was für ein Luxus! Da ich im Flieger direkt nach dem Essen wunderbar schlafen kann und dann erst zum Frühstück wieder aufwache, finde ich das die bequemste Lösung.
1. Station Railey Beach
Diesmal haben wir Bangkok als Einstieg gespart (was ich Nachhinein für nen überarbeiteten Neuling auch genau richtig fand) und sind direkt mit Air Asia weiter nach Krabi geflogen. Man macht sich ja immer so seine Gedanken, wie vor Ort alles zu regeln ist und ist man erstmal da, dann stellt man wieder fest, wie einfach das in Thailand ist. Sind also vom Airport mit Taxi zum Pier und mit Longtailboot direkt nach Railey (war der Wunsch meiner Freundin, ich hatte mich aufgrund eines Besuches vor Jahren mit Händen und Füßen gewehrt) und haben uns auf einen Tip hin das „Sunrise Tropical Resort“ am East Railey angeguckt und sind auch direkt dageblieben. Das nagelneue Tropical Chalet hat zwar 2.500 Baht gekostet, war aber zum Einstieg als Verwöhnpackung genau richtig. Klar, man wohnt nicht am schönen Strand, aber vom Balkon konnte man über die Bäume hinweg direkt aufs Meer gucken und da stört mich der fehlende Strand gar nicht. Die Anlage ist traumhaft, der Service freundlich und die Lage optimal. Man kann durch einen schmalen Weg in 5min zum Weststrand, der „schöne“ Strand, an dem sich nur vier Anlagen befinden, deren billigste Unterkünfte im Vergleich aber noch zu teuer und wesentlich schlechter waren. Essen kann man auf beiden Strandseiten hervorragend.
Am ersten Morgen gings natürlich zum Traumstrand „Phra Nang“ und ich muss sagen, denkt man sich alle Strandverkäufer weg, ist es einer der schönsten Strände die ich in Thailand gesehen habe. Pulversand, türkisfarbenes Wasser und die Felsenkulisse – traumhaft! Aber, mir kam es vor als wimmelten hunderte von Strandverkäufern im zwei Minutentakt an diesem Strand herum und das dauernde „Massage, Drink….“ war schon nervig. Da hilft nur das Verstecken hinterm Buch und komplettes Ignorieren. Gegen Nachmittag wurde es ruhiger und man konnte die Atmosphäre auch mal genießen.
Abends dann die obligatorische Suche nach Nahrung und isst man am Weststrand, sitzt man direkt am Strand – und viel teurer ist es auch nicht. Die erste Massage haben wir uns auch direkt gegönnt und nen neuen Bikini für den Rest der Reise konnten wir auch noch ergattern. Am East gibt es viele kleine Bars, wo man auch spät noch einen Absacker zu sich nehmen kann
Wir wären gerne noch eine Nacht länger geblieben um noch die vorgelagerten Inselchen zu sehen, aber es war tatsächlich ausgebucht. Was für mich definitiv nix mehr ist (was am fortgeschrittenen Alter liegen mag), sind die sehr einfachen Unterkünfte in den Bergen am East – da bekommt auch eine Hütte für 300 Baht, aber ganz ehrlich, ich arbeite das ganze Jahr und muss mir das als Urlaub nicht antun. Habe nichts gegen ne einfache, saubere Unterkunft, aber ne Hütte mit Getier, teilweise ohne fließend Wasser und ohne jeglichen Charme…nicht mein Fall.
Da uns die Entscheidung über die Abreise ja genommen wurde haben wir abends beim ein oder anderen Bierchen entschieden mal Ko Jum zu besuchen.
2. Station Ko Jum
Sind am frühen Morgen nach einem anständigen Frühstück auf der schönen Terrasse mit dem Longtailboot (fahren immer dann, wenn genug Passagiere an Bord sind oder man den gewünschten Aufpreis zahlt) zum Krabi Pier gefahren, weiter mit dem Taxi zum Fährpier, wo wir die Fähre nach Ko Lanta gerade noch erwischt haben. Die Fähre hält zweimal auf offenem Meer: 1. Stop ist Ko Pu (der nördliche Teil), zweiter Stop Ko Jum (der südliche Teil der Insel).
Wir hatten uns aufgrund der Recherche auf kohjumonline spontan für Ko Jum entschieden. Wie bei einem Piratenangriff umschwirren wie aus dem Nichts einige Longtailboote die Fähre unter lautem Schreien & Anpreisen der eigenen Unterkunft. Wir sind einfach mal bei der „Woodland Lodge“ eingestiegen und haben uns an Land bringen lassen. Die Besitzer sind super freundlich und es fiel uns sehr schwer nach Besichtigung der Bungalows eine Absage zu erteilen. Die Anlage ist gepflegt, die Bungalows sauber, aber…der Boden teilweise mit großen Abständen verlegt und wir haben uns kurz vorgestellt, was da so alles reinkommen könnte…ja ich geb’s zu: zwei Mädels & die Krabbeltierchen…igitt!
Nebenan liegt die sehr einfache Anlage „Bo Daeng“, die sofort ausschied, aber ein Häuschen weiter haben wir unseren Traum gefunden „Andaman Beach Resort“ – klingt jetzt nobler als es ist, aber für mich eine wunderschön gestaltetet Anlage mit vielen bunten Häuschen und auf langes Bitten & Betteln, hat uns der Besitzer auch den kleinen Bungalow direkt am Meer bezugsfertig machen lassen (fehlten noch ein paar Möbel, auf die wir hätten verzichten können, aber Ordnung musste sein), während wir schon mal lecker gegessen haben. Für 1.000 Baht waren wir hier paradiesisch untergebracht, super super sauber, Betten schienen nagelneu und ganz freundliche Leute, wie aber überall auf der Insel, und vom Bett aus der Blick auf’s Meer.
Abends waren wir dann nebenan bei Dila im „Bo Daeng“ essen, da unsere Nachbarn das empfohlen hatten und wir haben direkt eine neue Freundin gefunden . Dila hat einen deutschen Freund und freut sich immer über Besuch aus Deutschland um ein paar neue Worte außer „super lustig“ zu lernen. Das Essen war gut, die Atmosphäre sehr nett und ca. 2 min bis in unser Bett.
Was macht man so auf Ko Jum? Ich gebe zu, wir nicht viel, außer nem täglichen Strandspaziergang, faul im Liegestuhl liegen (den wir morgens immer an unseren Lieblingsplatz gestellt bekamen – außer uns waren noch vier Leute in der Anlage), viel lesen und einfach nur entspannen.
Insgesamt war Ko Jum zum Anfang der Saison noch sehr wenig besucht und wie wir erfahren haben, ist es selbst zur Hauptsaison leider nicht viel anders – leider, weil die Einheimischen sich schon etwas mehr Touristen zum Überleben wünschen würden. Ko Jum war auch heftig vom Tsunami getroffen, aber viele Anlagen sind vollständig wieder aufgebaut worden. Bis auf einen heftigen abendlichen Regenguss, war das Wetter ein Traum und die Insel war genau das richtige zum Ausspannen. Wer Action oder Abendunterhaltung braucht, ist hier mit Sicherheit falsch.
Tja, der einzige Wehrmutstropfen…mich hats nach vielen, vielen Asienaufenthalten auch mal erwischt: Sandfliegen! Dachte erst an Mückenstiche, auf die ich auch immer heftig reagiere, aber die Quaddeln wurden immer schlimmer (meine Freundin hatte nicht einen einzigen Biss!!!). Auf Ko Jum hielt es sich noch in Grenzen, aber im Laufe der Reise habe ich schwer gelitten. Nichtsdestotrotz: Ko Jum ist eine fantastische Insel und ich würde sicher noch mal hinfahren!
Weiter geht's späer mit Teil II!
Liebe Grüße Kiki
