Danke, Chrisantiss und thaigerry!
Nee, Ohropax habe ich nicht dabei... Ich glaube mich zu erinnern, dass ich damit auch nicht gut schlafen kann... Na ja, jetzt waren wir wieder im Awana-House, und das waren wirklich rundum angenehme Naechte!
TRECKING:
Wir hatten beschlossen, eine "Two-days-one-night"-Tour zu buchen. Da ich leider absolut keine Ahnung habe, welcher Anbieter eine wie gute Tour durchfuehrt, haben wir einfach das guenstigste Angebot genommen, das wir bei einem kurzen Preis- und Leistungsvergleich gefunden haben. Das in den Prospekten dargestellte Programm sah sowieso bei allen nahezu identisch aus... Wir zahlten jedenfalls 999 Baht pro Person (offensichtlich ausgesprochen guenstig!!), incl. Transfers, Verpflegung, entrance fees............... natuerlich! Durchgefuehrt wurde das von der Gesellschaft "Chokchai-Tours" - hat sich als solide herausgestellt. Die anderen Mitglieder unserer neunkoepfigen Gruppe haben uebrigens zwischen 1600 und 1850 Baht fuer das absolut gleiche Programm gezahlt, was meine Vermutung bestaetigt hat, dass die Gruppen nur nach diversen Gesichtspunkten wie Platz, Gruppengroesse, Zeit... zusammengestellt werden, nicht nach unterschiedlichen Komfort-Vorstellungen...
Wir hatten bewusst eine Tour OHNE Lingneck-Village gebucht, weil wir die inzwischen sicher nur noch fuer touristische Zwecke aufrechterhaltene "Tradition" nicht untertuetzen wollten... Wie sich dann herausstellte, war es nun DOCH eine Tour mit Uebernachtung in einem Longneck-Dorf... seufz... Wir haben aber nicht weiter gemeckert, weil sich dann alles deutlich verzoegert haette...
Insgesamt war der Trip (dennoch) wunderschoen! Wir waren zusammen mit 2 netten jungen israelischen Maedchen, mit einem rundum sympathischen argentinischen Paar (Carlos und Nazarena, knuuuuuuutsch), einem sich leicht absondernden hollaendischen Paeaerchen und einer zickigen Deutschen...
Am ersten Tag wurde (nach dem zweistuendigen Transfer zum Bergland noerdlich von Chiang Mai) viel gelaufen, aus den angekuendigten drei Stunden wurden knapp fuenf, aber nicht zuletzt deswegen, weil die Deutsche sich dauernd im Regenwald mit ihrem schicken Handy beschaeftigte und darueber gerne mal den Anschluss verlor, woraufhin ein Suchtrupp losgeschickt werden musste...

Als sie nach langer Zeit wieder am Rast-Platz war, stellte sie fest, dass sie unterwegs beim Wechseln der Sim-Card (???!!!) eine Card verloren hatte - also noch mal Suchtrupp.... Uebrigens brabbelte sie beim Fruehstueck in dem Hilltribe-Dorf etwas von "Latte Macchiato"
Das Trecken durch den Regenwald hat mir uebrigens rundum gefallen, einige andere meckerten aber doch deutlich, zumal alle im Programm angekuendigten "Attraktionen" auf den 2. Tag gelegt wurden... Schliesslich kamen wir kurz vor anbrechender Dunkelheit in dem Longneck-Dorf an: Es war wirklich ein ganz urtuemlich gebliebenes Dorf ohne Waser-/Elektro-Leitungen, ohne allzu viel Aufhebens um die Touristen, mit sehr freundlichen Menschen! Bis auf........... klar, eben die Longneck-Maedchen... Zur Begruessung sassen fuenf von ihnen einzeln, aufgeputzt, heftig geschminkt und "prospekt-laechelnd" auf Baenken und warteten auf die unweigerliche Foto-Prozedur. Im weiteren Verlauf des Abends stellten sie sich als "ganz normale" Teenager, die flirteten, sich neugierig unsere Fotos ansahen, mit uns sangen........, heraus - wie beruhigend!
Ich bin jetzt mehr denn je davon ueberzeugt, dass man als Tourist NICHT diese Doerfer besuchen sollte!!!!! Ich musste mich die ganze Zeit fragen, was diese armen Frauen spaeter machen sollen, wenn sie NICHT ihr Leben mit Touristen-Unterhaltung fristen wollen,wenn sie das Leben in der Abgeschiedenheit eines "Fluechtlings"-Dorfs (nach Angeben unseres Guides Sunny sind die meisten Hilltribes dieser Region in Thailand geduldete Fluechtlinge aus Nyanmar) gegen einen zu erlernden Beruf in einer Grossstadt... tauschen wollen. Haben sie mit ihrem Halsschmuck (und uebrigens haben sie die gleichen Ringe auch an Armen und Beinen!) eine Chance dazu???
Der zweite Tag hat richtig Spass gemacht: 3/4-Stunde wandern, dann Schlag auf Schlag: Elefantenreiten (die Tiere schienen hier - soweit ich es beurteilen kann - halbwegs sinnvoll gehalten/domestiziert zu werden), Wasserfall (eine Stunde herrlichstes Rumplantschen), Bammboo-Rafting und White-water-Rafting (durchaus nicht der einfachste Fluss, denke ich)... Klasse!
Nach 2 Stunden Rueckfahrt nach CM kamen wir wohlbehalten an unserem heissgeliebteb Awana-GH an, nicht ohne Email-Getausche usw. Neben den sehr positiven Erinnerungen bleiben uns MASSEN von Mueckenstichen und die Vorfreude auf eine RICHTIGE Matratze...
Die Tage will ich unbedingt noch etwas zu dem Sunday-Market in CH schreiben... und etwas zu den Anglizismen in der thailaendischen Sprache... und natuerlich noch was zu der kurze-Hosen-Frage... und und und...
Forts. folgt...

Thomas