Von München ging es los mit Etihad. Zuerst nach Abu Dhabi zum Zwischenlanden. Wir flogen spät abends im Dunkeln los und in Abu Dhabi war dann mittags. Gott sei Dank keine Spur von Jetlag.
Irgendwelche Leute haben uns erzählt, dass es total lustig ist, wenn man vorher und während dem fliegen Alkohol trinkt. Haben wir natürlich versucht, aber dieser Versuch ging total nach hinten los.
Flugzeugtoiletten sind noch akzeptabel, man gewöhnt sich an alles. Aber in Abu Dhabi waren zufällig alle Araber und dazu die 300 Touristen aus unserem Flieger, im Flughafen. Bevor ich das WC überhaupt gesichtet habe, sind wir eine halbe Stunde in einer Menschenschlange gestanden. Wenn dann die Blase ruft, wird das zu einem Problem. Da ich die „asiatischen“ Toiletten noch nicht kannte und mich zuerst in der Toilette „zurechtfinden“ musste, hatte ich etliche Schweißausbrüche.
Die Gefahr war dann gebannt und weiter ging es nach Bangkok. Mehrere Kollegen haben uns geraten, wenn man im Flughafen die Rolltreppe runter fährt, dann sieht man die bunten Taxis, die muss man nehmen, die sind billiger. Zuhause dachte ich natürlich nicht daran, wie groß so ein Flughafen sein kann und wie viele Rolltreppen „runter“ gehen können. Aber wir hatten Glück und nahmen einfach die erste und schon sahen wir die knallbunten Taxis. Das erste Lächeln der Thais hat uns begrüßt
Da wir unser Zuhause mit -20° verlassen durften, war der Klimawechsel schon relativ extrem. Am schlimmsten fand ich die Socken und die Turnschuhe. Meine Füße glühten, als würde ich auf heißen Kohlen laufen. Wiederrum der Wechsel in ein Taxi mit „angenehmen“ 10° war noch eine Herausforderung für den angeschlagenen Körper.
Im Furama Silom Hotel angekommen, wurden wir herzlichst begrüßt und konnten sofort unser Zimmer beziehen. Bad mit Glaswand? Hab schon davon gehört, ist aber doch was anderes, wenn man es selber sieht
Das Zimmer war super, der Balkon ein wenig spärlich. In unserer Aufregung wurde natürlich schnell geduscht und raus in das Getümmel. Schlechter Einfall. Wären wir bloß im Bett geblieben
Die Taxi und Tuk-Tuk fahrer warteten wie die Geier auf uns, die weißen Europäer, die die Taschen voller Geld haben. Wenn die wüssten
Zuerst alle abgewimmelt und dann kam die größte Herausforderung: die Straße überqueren. Zebrastreifen wurden schlichtweg nicht beachtet, die rote Ampel schon eher, aber doch nicht immer. Wir hielten Ausschau nach anderen Touristen, um mal zu schauen, wie die das machen. Wir haben zweierlei Beobachtung gemacht: Zum einen springen die Leute mit Todesangst in den Augen auf die andere Seite, wenn es so halbwegs frei ist und zum anderen stellen sich Menschen einfach provokativ in die Mitte der Straße und deuten mit der Hand „Stopp“, wie ein Polizist. Mit zittrigen Knien wählten wir natürlich die erste Variante. Irgendwann hat es dann doch geklappt. Schon sah ich den ersten Schuhstand. Meine Flip-flop´s waren natürlich schön zu Hause, weil uns gesagt wurde, die sind in Thailand viel billiger. Waren sie nicht. Die Dame wollte 600 Baht (15€)
Keine 20 Meter weiter, wird mein Freund von 3 Taxifahrern angequatscht: „Where are you from? Where are you going tomorrow?” usw.
Er kam natürlich in Plauderlaune und hat denen versprochen, dass wir morgens um 10 Uhr mit einem Taxi rumfahren wollen und das auch schön billig. Am nächsten Tag mussten wir uns dann um 10 Uhr im Hotel verstecken, die Taxifahrer lungerten schon eine Zeit an der Rezeption rum.
Um 11
Unser Tuk-Tuk Fahrer for 2 days hatte viel Freude mit uns. Für den Schneider-Besuch bekam er die heiß-begehrten Coupons als Provision und so fuhr er uns 2 Tage lang gratis rum. Am ersten Tag haben wir noch das MBK besucht. Tja, einkaufen in Bangkok… ist schon so ne Sache.
Du kriegst natürlich alles, wirklich alles. Aber dann musst du dich auch immer anquatschen und zum Kauf drängen lassen. Ich, der Einkaufsmuffel, hatte schwere Probleme damit. Ich hab öfters die Nerven weggeworfen. Das Lächeln der Thais mildert zwar ein bisschen, aber doch kann diese Aufdringlichkeit wirklich nerven.
Hinzu kam, dass ich so gut wie nichts nach Thailand mitgenommen habe. Mache ich das nächste Mal sicher anders/besser. Schlussendlich haben wir nur das nötigste gekauft und uns dann irgendwann hingesetzt und einfach gegessen.
Unser Tuk-Tuk-Fahrer-for2days hat uns wieder abgeholt und versprochen, er bringt uns abends zu dieser wundervoll, extrem romantischen Bootsfahrt am Chao Praya.
Er war auch sehr pünktlich und hat die Rush-hour auch irgendwie überflogen, wir kamen pünktlich an.
So eine Bootsfahrt macht man nicht jeden Tag, war schon sehenswert, aber irgendwie die totale Touristenabzocke. Das Essen war einfach nur von der Stange, wie in einer Kantine für Bauarbeiter gerichtet und die Musik war schrecklich. Aber die beleuchteten Tempel an den Ufern waren wirklich beeindruckend. Wieder am Pier ging ein Feuerwerk los. Grundsätzlich können die Thais das ganze Jahr durch Raketen hochschießen. Haben sie auch immer wieder gemacht.
Auch der Pier war echt schön und viele einladende Bars. Wieder zuhause im Hotel haben wir gepackt. Am nächsten Tag ging es weiter nach Chiang Mai. Wir waren ehrlich gesagt froh darüber. Ich kann mir schon vorstellen, das Bangkok sicher auch seine schöne Ecken hat und vielleicht waren wir auch wirklich in einer Elends-Ecke (Silom Road
Diese fanden wir dann auch in Chiang Mai. Der Verkehr war wesentlich angenehmer und wir sahen viel Natur bei der Hinfahrt zu Baannamping Riverside Village
Wir mussten zwar ein wenig mehr bezahlen (2000 BHT) für unseren Bungalow, aber dafür war er einfach göttlich. Wir wohnten direkt am Fluss Ping und eigentlich mitten in der Wildnis. Zum nächsten kleinen Dörfchen waren es dann 20min Fußweg. Sind wir natürlich nicht gelaufen, wir waren ja im Urlaub
Am vierten Tag in Thailand machten wir den ersten Urlaubstag und faulenzten den ganzen Tag an einem Salzwasserpool, den wir für uns alleine hatten. Für den nächsten Tag haben wir dann eine Tour gebucht. Das Taxi holte uns morgens um 8 ab und wir fuhren einen Berg rauf. Mit gewissen Kupplungsproblemen kamen wir dann endlich unbeschadet auf der Spitze des Berges an, hatten wir nicht für möglich gehalten! Wir schauten uns natürlich den Tempel Doi Suthep an. Auf der einen Seite mussten wir uns fast einen Tempel in Thailand von innen anschauen und dem Taxifahrer war es sehr viel wert, dass wir uns den wundervollen Tempel anschauten. Wir knipsten uns durch das Gebäude und durch die Menschenmassen durch und der Taxifahrer brachte uns dann in das Maesa Elefantencamp. Ich kenne Elefanten nur aus dem Zoo und Zirkus. Es war also ganz ein besonderes Erlebnis diese Tiere anzufassen und ihnen Bananen zu geben. Echt cool. Der Elefantenritt durch den „Dschungel“ war auch ganz neu für uns. Die Elefantenshow danach war witzig. Ich würde das ganze kein zweites Mal machen, aber für jemanden, der das noch nie gesehen hat, ist das schon sehr speziell.
Der Taxifahrer empfahl uns vor dem Sonntags-Markt „Sunday Walking Street“ natürlich noch einen der wunderschönen Tempel anzuschauen und wir knipsten uns auf ein neues durch.
Der Markt war auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein wenig anstrengend, weil er so groß, lang und weil da sooo viele Menschen waren. Aber die Snacks zwischendurch haben uns sehr geschmeckt.
Wieder zuhause wollten wir auf die Schnelle einen Flug und ein neues Hotel nach/in Phuket buchen. Leider war der Flug um einiges teurer als gedacht und in Chiang Mai wollten wir dann doch nicht bleiben, weil der Wunsch nach dem Meer schon sehr groß wa. Wir waren nun schon eine Woche in Thailand ohne Meer!
Trotz dem Preis flogen wir nach Phuket und dann mit dem Taxi nach Phuket-Town in ein niedliches 2 Sterne Hotel mit Pool. Das Hotel war sauber und geräumig.
Wir erkundigten uns im Hotel nach einem Bus an den nächsten schönen Strand und machten uns dann zu Fuß auf den Weg zur Bushaltestelle. Die war nicht so beschriftet wie bei uns, bzw. gar nicht. Irgendwann sahen wir einen Bus auf dem der Ort Kata Karon Beach stand, wo wir hin wollten. Bus ist nett gesagt: es war eher ein Lieferwagen. Wir fanden das sehr interessant und luftig
Für 60 Baht (1,50€) auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Der erste Strand war traumhaft. Der Sand war weiß und wie Mehl, das Meer war Türkis und glasklar. So, wie es überall rumerzählt wird. Nach frohem rumplanschen machten wir uns auf die Suche nach der Haltestelle. Leider war die Haltestelle in Phuket-Town schon schwer auffindbar und dasselbe hatten wir dann auch in Kata Kuran. Irgendwann kam er dann und wir winkten nur kurz und schon blieb er stehen. Ahaaa, so funktioniert das
Phuket-Town war auch nicht unser Ding und so buchten wir für den nächsten Tag eine Fähre nach Krabi. Früh morgens am Pier angekommen wurden wir wider Willen wie eine Ölsardine in den Keller des Bootes verfrachtet, wo (immerhin) ein LCD-Fernseher war, auf dem ein Konzert von Lady-Gaga gespielt wurde. Ich las dann 2 Stunden, bis mein Freund von seinem Aussichtspunkt auf dem Deck zurückkam und berichtete wir fahren grad an Phi Phi Lay vorbei. Die berühmte Maya Bay sahen wir nicht aber die 20 Boote davor verrieten uns, wie es da wohl aussehen mag. Beim Anlegeplatz auf Phi Phi Don haben wir uns zuerst ein bisschen auf dem „Markt“ umgeschaut. Alles sehr gequetscht, dreckig, touristisch usw.
Nach einer leckeren Ente mieteten wir uns ein Longtailboat, dass uns zu einer einsamen Bucht bringen sollte für 3 Stunden, bis die Fähre weiter nach Krabi fährt. Einsame Bucht ist auf Phi Phi ist auch nett gesagt
Eigentlich wollte wir auf Phi Phi Don übernachten. Aber die richtig schönen Bungalows werden über Jahre vorausgebucht und in ein riesiges Resort wollten wir nicht auf Phi Phi. Darum bezogen wir unser riesiges Resort in Krabi
War sicher kein Fehler, das Hotel war super und an der Straße / Strand (Ao Nang) entlang waren Bars, Cafés, Reisebüros, Markets, Internetbars usw. einfach alles.
Am nächsten Tag gingen wir zur der Longtailboat-Anlegestelle und fuhren einfach bei jemanden mit. Hauptsache Strand (Ao Nang war nicht wirklich zum baden geeignet: die Ebbe war unterm Tag und die Flut erst abends).
Hatten wir dann auch. Poda Island. Zwar unheimlich überfüllt und dreckig, aber der Strand war mehlig und weiß,…
Um 16:00 Uhr war dann wieder Abflug und wir mussten alle wieder gehen. Hinter uns war ein zwar dreckiger, aber komplett leerer Strand.
Für den nächsten Tag buchten wir ein Privat-Longtailboat das mit uns die Tour machen soll, die alle Touristen machen, nur eine halbe Stunde früher. Ein cleverer Schachzug.
Wir waren auf jeder Insel ca. eine halbe Stunde alleine. Wir besuchten Tup Island, Hong Island, Daeng Island und Lading Island. Es war der schönste Tag in Thailand.
Wieder zuhause mussten wir den Flug von Krabi nach Bangkok buchen, weil es doch irgendwann wieder nach Hause geht. Tja, Krabi / Bgkk gibt es nicht. Zumindest nur mit Zwischenlandung auf Koh Samui. Warum sollten wir auf Samui nur auf dem Flughafen rumsitzen?
Am nächsten Tag flogen wir auf Koh Samui und bezogen unseren Shangrilah Bungalow fast direkt am Strand für die nächste Woche, bevor es nachhause geht.
Der Bungalow war ohne AC (800 Bht). Schlimmer fand ich, dass der Kühlschrank fehlte. 2 Tage später zogen wir in ein Bungalow mit AC. Das war zwar ein bisschen teurer (1300 Bht), aber wir waren ja im Urlaub und ein Standartzimmer muss drinnen sein.
Unser Strand (Hat Mae Nam) war traumhaft: junge Palmen die Schatten spenden und abfallender Strand, so dass man sofort im Wasser ist. Das Wasser war nicht so schön, wie bisher. Aber auch noch türkis
Nach 2 Tagen „nur am Strand rumliegen“ hatten wir schon wieder genug vom nix tun und buchten uns im Hotel eine Tour (Seatran Discovery). Wir wollten eigentlich wieder eine Privattour, aber irgendwie hat das nicht funktioniert. Die Tour war sehenswert und wir haben wirklich schöne Strände und Aussichtspunkte gesehen, nur leider hatten wir ca. 60 Touristen im Anhang, bzw. wir waren mittendrin. Auch hier wurden wir mit einem Mittagsmenü für Bauarbeiter „verwöhnt“.
Die Gruppe wurde dann zum Kajak-fahren aufgeteilt und unser Guide hat die Führung mit sehr viel Humor gestaltet und das hat dann echt Spaß gemacht.
Die letzten Tage vor der Abreise haben wir es noch richtig „urlauben“ lassen. Wir gingen donnerstagabends auf den Chinese Markt, der uns sehr gut gefallen hat. Leider haben wir nicht alle Stände gesehen, weil der Markt in viele Seitengasse ausläuft.
Am vorletzten Tag haben wir in Chaweng das traditionelle Muay Thai Boxen in einem Stadion angeschaut. Sehr zu empfehlen! Ich hab kein Blut gesehen, es ist alles sehr traditionell aufgebaut und sehr sehenswert.
Ansonsten ließen wir uns mit Massagen verwöhnen, gingen Jetski fahren und shoppen. Sonntagnachts gings dann los zum Flughafen. Die Heimreise im Allgemeinen war nicht so anstrengend wie die Anreise, besonders weil wir kein Bier getrunken haben
In München angekommen, haben wir dann den Zug vom Terminal zum Hauptbahnhof genommen. Beim Hauptbahnhof mussten wir dann umsteigen und den Zug haben wir dann auch verpasst. Ich erzähl das nur, weil wir ja in Thailand waren, mit vier Inlandsflügen, 5-6 Touren und haufenweise Taxis bestellt haben und höchstens mal ne 10 min Verspätung hatten. Ansonsten hat wirklich alles geklappt.
Auch wenn es nicht geklappt hätte, standen um uns herum immer irgendwie Taxis oder Tuk-Tuks. Aber in München mussten wir eine halbe Stunde in der Kälte stehen!
Mein Fazit:
Es war nicht das letzte Mal, dass wir in Thailand waren. Wir denken nächstes Jahr wieder im Februar für 4-5 Wochen. Den Februar wählen wir nicht nur berufsbedingt, sondern auch weil wir in den 3 Wochen einen verregneten Tag hatten.
Wir haben es zwar selten geschafft, ich bin mir aber sicher, dass es Ort und Möglichkeiten gibt, den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Aber nach 2 Wochen war es auch OK, ein wenig Anschluss zu finden. Wir waren schließlich auch Touristen und hatten das gleiche Ziel wie die anderen: ein neues Land kennenzulernen. So konnte man auch Ratschläge und Geheimtipps austauschen.
Für das nächste Mal werden wir uns Chiang Mai und Krabi genauer anschauen und Phuket weglassen. Weniger rumfliegen wäre mir auch ein Anliegen. Im Großem und Ganzem denke ich, dass wir für die erste Thailandreise schon einiges gesehen haben und uns das Vorteile für die nächste Reise bringt.
Es war unser Traumurlaub, den wir uns komplett anders vorgestellt haben und einzigartig war.
Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Freude beim Lesen und ich konnte euch ein wenig helfen, so wie ihr mir vor der Reise mit den vielen Reiseberichten geholfen habt
bye bye
dede
