Ueberlege Dir gut, ob Du Dir/Euch das mit dem Malarone wirklich antun wollt!
Ich habe 10 Tage mit 'nem Biberacher zusammen in einem Bungalow gewohnt, und den hatte Mutti zur Prophylaxe genoetigt. Der arme Mensch sah nach 2 Tagen Samui aus wie ein gelb-lila Handtuch, sodass wir ihn gefragt haben, was abgeht?!! "Ich nehme Malarone" kam als Antwort, nach einigem Ueberlegen. Wir haben ihm den Unsinn sofort ausgetrieben, und nach weiteren 2 Tagen sah er wieder blendend aus, und fuehlte sich auch so!!!
Wenn es also nicht unbedingt noetig ist, lass besser die Finger von dem Zeug! Es ist ein HC-Blocker, der wirklich maechtig auf den Koerper geht, und bei einem normalen Urlaub dort komplett unsinnig ist. Wenn's doch rumpelt, dann wissen die Aerzte vor Ort genau, was sie Dir verabreichen muessen.
Taetanus gegen Hundebisse oder Mopedunfaelle - o.k., aber MalariaVORschutz ist meiner Meinung nach eher hinderlich! Speziell Malarone ist ein ziemlich starkes Mittel, mit reichlich Nebenwirkungen.
hallo,
hmm..., das hört sich ja nicht so gut an...-dabei habe ich schon von einigen gehört, die keinerlei beschweredn hatten und malarone soll ja die sanfteste prophylaxe sein, die es im moment gibt.
wir wollen nach chiang mai und dann nach mae hong son und von dort dietrekking-tour buchen. das ist ja laut tropenarzt die region mit höchstem risiko..
oder was meint ihr?
könnt ihr mir vielleicht sagen, wie man das zeug als stand-by präparat verwendet?
nina
Hm ... also jetzt werf ich auch mal meine 2 Cent in die Diskussion.
Was zum Teufel soll ein Stand-by Medikament gegen Malaria in Thailand? Wenn ich dort hohes Fieber bekomme, dann gibt es für mich eins: Taxi und ab in die Klinik. Wenn ich fürchte Malaria zu haben, dann mach ich doch nicht den "Kleinen Hausarzt" und fange mit Selbstmedikamention an.
Thailand ist nicht Kenia, wo u.U. das nächste Krankenhaus 2 Flugstunden entfernt liegt, wenn denn ein Flieger da ist.
ok,ok..-ihr habt ja recht! aber das ganze kommt ja vom haus-bzw. tropenarzt, der selber in thailand ab und zu reist und mir sagte, das er auf jeden fall malarone nehmen würde, mindestens als standby... und man ist ja in seiner unwissenheit , wenn man selber noch nie da war ziemlich unsicher. die einen sagen auf jeden fall, die anderen auf keinen fall (letztere überwiegen aber deutlich).
aber eins würde ich gerne noch wissen: war einer von euch auch in der region mae hong son ohne prophylaxe unterwegs? chiang mai ist ja unbedenklich, das weiß ich..-würden das zeug ja auch nur wegen der region an der burmesischen grenze nehmen..
Nur weil mal jemand Beschwerden von Malarone bekommen hat, kann man das Zeug noch lange nicht verteufeln !!!
Ich selbst habe es 3 Wochen genommen und 2 Mitreisende auch und von uns hatte niemand auch nur annähernde Beschwerden! Mein Hausarzt hat es uns empfohlen aufgrund der sehr geringen Nebenwirkungen, er hat es selbst auch schon öfters und ohne Beschwerden eingenommen !
Ob es in Thailand überhaupt Sinn macht, eine Prophylaxe zu machen ist eine andere Sache, aber deshalb muss man nicht gleich (bloß weil mal einem Bekannten im Urlaub schlecht geworden ist) von dem Medikament ansich abraten.
1989 flog ich das erste Mal nach Singapur, Malaysia und Thailand.
Damals wurde das gerade neu auf den Markt geworfene achso tolle Lariam als Profülaxe von einigen dt. Medizinern verschrieben.
Ich glaubte den Zeilen der Reiseführer - in Thailand brauche jede/r Reisende eine Malaria-Profülaxe - und vertraute auf das Wissen meines Arztes in D - es kostete damals DM 50,--. (Das Mittel gab es bereits in Thailand zu einem Bruchteil des dt. Preises.)
Nach ausgiebigen Studiums des Beipackzettels achtete ich dann auf die erheblichen Nebenwirkungen.
Heute muß ich sagen, daß ich in den 4 Wochen meines Traumurlaubes die Nebenwirkungen, die dann nach jeder Tablette 3 Tage anhielten - das Geld nicht wert waren!
Besonders unangenehm empfand ich die unheimliche Lichtempfindlichkeit in den Augen und das sonnenbrandähnliche Gefühl des blossen UV-Lichtes auf der Haut.
Nicht von schlechten Eltern war auch das Schwindelgefühl und das über den Boden schweben am Tag der Einnahme. Am "Schwebetag" verzichtete ich auf jeglichen Alkohol, ebenso an den beiden Tagen danach.
Dafür auch noch viel Geld zahlen - Nein Danke - Seitdem habe ich niemals wieder eine Profülaxe eingenommen.
Ich finde, es herrscht zu viel Panikmache und Halbwissen wegen der Malaria in Thailand! Es gíbt sie, das steht außer Zweifel.
Es gibt kein wirklich sinnvolles Profülaxe-Medikamt gegen die verschiedenen Malariastämme.
Doch es gibt gute Medikamente wenn man sich die Erreger eingefangen hat und ausserdem haben die Ärzte und ihre hochmodernen privaten Kliniken viel mehr Erfahrungen im Umgang mit den Folgen.
Nichts gegen das Wissen unserer dt. Mediziner! Manche sollten etwas besonnener mit derartigen Hämmern zur Vorbeugung umgehen - ebenso besonnen sollten Reisende zweimal überlegen, ob eine Profülaxe im touristisch erschlossenen Thailand heute überhaupt noch zeitgemäß ist.
das hört sich wirklich nicht schön an, aber trotz allem denke ich das man die verschiedenen malaria-medikamente die es gibt nicht in einen topf werfen kann. lariam ist ja sowieso bekannt für seine ziemlich starken nebenwirkungen und kann mit dem neuen medikament malarone nicht verglichen werden, bei diesem medikament sind die nebenwirkungen erheblich "schwächer" und treten nur bei 20% der nutzer auf.
naja, ich weiß natürlich, das es trotzdem heftige medikamente sind und falls es mich umhauen sollte, werde ich es einfach nicht weiter nehmen.