[Reisebericht] BKK - Khao Sok - Similan Islands - Koh Lipe 1

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BarbaraK

[Reisebericht] BKK - Khao Sok - Similan Islands - Koh Lipe 1

Beitrag von BarbaraK »

Hallo,

nachdem ich zur Reisevorbereitung täglicher Gast hier im Forum war, möchte ich euch auch ein bißchen von meinem Urlaub erzählen! :-) Vielleicht sind ja für den einen oder anderen hilfreiche Infos dabei.

1. Bankok - Stadt der Gegensätze

Geflogen sind wir mit Etihad, mit Zwischenstopp in Abu Dhabi. Für gerade mal 500 Euro war das für uns keine schwere Entscheidung. Die Flugzeuge waren beide ganz neu. Auf der ersten Strecke hatte jeder einen kleinen Monitor im Sitz und konnte zwischen ca. 7 Videokanälen hin- und herschalten. Da viele neue Filme gezeigt wurden (z.B. Der Teufel trägt Prada), gingen die ersten 6 Stunden daher schnell herum. Auf dem 2. Abschnitt Abu Dhabi - Bangkok wurde es dann sogar noch schwerer. Dann Video on Demand im Sitz konnten wir uns kaum zwischen den ganzen Filmen entscheiden und der Flug war uns schon fast zu kurz! :-) Das Personal war leider teilweise etwas genervt und nicht übermäßig freundlich, aber Essen und Getränke gab es mehr als genug.

Angekommen in Bangkok erstmal den neuen Flughafen bestaunt, der sehr futuristisch, aber auch nicht so ganz fertig aussieht - viele nackte Betonwände.

Dann gings mit dem Local Bus in Richtung Khao San Road.

Wir haben im New Siam 2 gewohnt und uns dort sehr wohl gefühlt. Besonders beeindruckend war der Blick aus dem Fenster auf die anliegende Kaserne - dort hat man jedenfalls gesehen, dass der Putsch definitiv nicht mehr auf der tagesordnung steht. Die Soldaten saßen gut gelaunt herum, haben ihre Fahrzeuge poliert. Das wars dann aber auch schon.

Die Zeit in Bangkok haben wir dann mit dem obligatorischen Tempelschauen verbracht, eine Massage im Wat Po, durch die Gassen in Chinatown gestreift, die neuen Shoppingcenter am Siam Square bewundert und eine abendliche Dinnercruise auf dem Fluss gemacht.

Nach 3 Tage hatten wir dann aber genug von Lärm und Abgasen und haben uns in den Nachtzug nach Surat Thani gesetzt. Interessanterweise gab es am Tag vorher schon fast keine Tickets mehr. Statt um 22.00 mussten wir um 17.30 abreisen und es gab nur noch die oberen Betten im Abteil. Manchmal lohnt es sich wohl doch, etwas früher zu buchen.

2. Khao Sok - Dschungel, Stausee und Tropfsteinhöhle

Angekommen in Surat Thani setzten wir uns in den Local Bus in Richtung Khao Sok Nationalpark, der uns dort auch sicher absetzte. Ein Fahrer vom Bamboo House brachte uns von der Hauptstraße zu den Gästehäusern. Da uns der erste Bungalow nicht so gut gefiel, liefen wir weiter zum Nung House, gleich daneben. Hier wurden wir sehr nett empfangen und auch wenn am Anfang nur ein sehr einfacher Bungalow (dafür mit 300 Baht aber auch supergünstig) frei war, haben wir uns hier direkt wohl gefühlt.

Ein echtes Highlight war dann der 2-Tages-Trip zum Stausee. Das ist wirklich jedem zu empfehlen! Nach einer langen Rundfahrt mit dem Longtailboot stand zunächst ein laut Programm einstündiger Spaziergang zum Aussichtspunkt auf der Agenda. Er entpuppte sich dann eher als 2-3 stündige Klettertour über spitze und steile Felsen bis auf den Gipfel. :D Dafür belohnte einen der tolle Ausblick wirklich für die Anstrengungen. Und alle sind heil nach oben und wieder nach unten gekommen!

Danach ging es zu unserem Nachtlager, einer Rafthouseanlage. Kleine einfach Hütten mitten auf dem See. Einfach toll, wenn man vom Bett aus direkt in das schöne, warme Wasser springen kann, um einen herum Berge mit Regenwald.

Nach dem Abendessen stand noch eine kleine Nachtsafari mit dem Longtailboot an. In Ufernähe wurde der Knattermotor natürlich abgeschaltet. Auch wenn nicht viel zu sehen war bis auf viele Nashörnvögel beim Schlafen, war es ein tolles Erlebnis, unter dem Sternenhimmel über den dunklen See zu fahren.

Nach einer nicht übermäßig erholsamen Nacht - die Matratze war doch sehr dünn und aus dem Dschungel ringsum kamen viele unheimliche Geräusche - konnten wir den Sonnenaufgang am See bewundern und natürlich statt einer Dusche wieder ins Wasser springen.

Nach dem Frühstück ging es dann los zur großen Höhlenerkundung. Doch bevor wir bei der Tropfsteinhöhle ankamen, mussten wir zunächst wieder quer durch den Dschungel. Gleich kurz nach dem Start standen wir vor einer großen, trüben Pfütze und die Augen aller wurden groß als es hieß - wir müssen mittendurch, Wertsachen trägt der Guide. Das kostete schon etwas Überwindung in das schlammige Wasser zu steigen und alle Gedanken an Tierchen zu verdrängen. Das Wasserloch war zunächst schlammig, dann aber so tief dass man schwimmen musste. Aber keiner hatte hinterehr auch nur ein Blutegel. :D

Diese tauchten dann eher auf den weiteren schlammigen Wegen auf, waren aber nach kleineren Kämpfen immer schnell entfernt.

Nach einer guten Stunde erreichten wir dann den Eingang der Höhle. Stirnlampen aufgesetzt oder Taschenlampe an und auf ging es ins Dunkel. Gleich nach einigen Metern war vom Tageslicht nichts mehr übrig. An der Decke hingen hunderte von Fledermäusen und flatterten auch ein paar Mal um unsere Köpfe wenn sie vom Licht zu sehr gestört warten. Der Boden war voll mit "kleinen" Spinnen, was irgendwie an die Szenen im Harry Potter Film erinnerte ("wo ist die große Mutterspinne...."). An den Wänden saßen dagegen handtellergroße Exemplare - von daher immer erst anleuchten und dann an den Felsen abstützen! ;) Durch die Höhle fließt ein zunächst kleiner Fluss, der jedoch wenn die Höhle gegen Ende schmäler wird, an die Tiefe und Kraft zunimmt. Nach einer Weile mussten wir dann auch einen Wasserfall hinunterklettern - was schon ein bißchen ein mulmiges Gefühl verursachte - und standen dann im brusttiefen, kühlen Wasser. Das letzte Stück mussten wir sogar schwimmen, bevor wir dann wieder Tageslicht sehen konnten.

Ingsesamt ein wirklich tolles Abenteuer. Dank unserem Guide, der genau aufpasste, wo jeder an den kritischen Stellen hintreten musste, um sicher voranzukommen, hatte ich nie wirklich das Gefühl, es könnte gefährlich sein. Aber ein bißchen stolz war unsere Gruppe dann trotzdem, als wir alles geschafft hatten!

3. Tauchen auf den Similan Islands

Zwei Tage nach der Dschungeltour reisten wir dann weiter in Richtung Khao Lak. Die Besitzerin von unserem Gästehaus brachte uns sogar noch bis in die nächste größere Stadt Takua Pa, da sie sowieso mit einer Freundin shoppen wollte. Von dort aus war es nur noch eine gute Stunde mit dem Bus. Khao Lak betraten wir dann mit etwas seltsamen Gefühl, denn an den Tsunami wird man doch an vielen Stellen erinnert - Warnschilder weisen den Weg in Richtung Berge und überall wird noch gebaut und renoviert. Viel Aufenthalt hatten wir hier jedoch nicht - schon am Abend bestiegen wir unser Safariboot der Similan Diving Safaris um in Richtung Tauchsafari aufzubrechen. Hier verlebten wir vier traumhafte Tage.
Riesenmuränen, Rochen, Leopardenhaie und große Barrakudas waren natürlich Highlights, genauso beeindruckend ist aber auch die unglaubliche Menge und Vielfalt an kleinen und mittelgroßen Fischen, bunten Korallen...
Zwischen den Tauchgängen ging es zweimal mit dem Dingi an einsame Traumstrände. Weißer Sand, klares Wasser, grün bewachsene Inseln, strahlendblauer Himmel... Diese Farben muss man wirklich in Erinnerung behalten um den grauen Winter hier zu überstehen!

Wir haben auf dem Boot unseren Advanced Open Water Diver gemacht und hatten eine sehr nette Tauchlehrerin. Alle Gruppen an Bord bestanden aus maximal vier Tauchern. Auch die Thai-Crew war unglaublich nett und hilfreich. Niemand musste sich bücken und mit der schweren Flasche am Rücken die Flossen anziehen. Und auch beim aus dem Wasser kommen stand immer jemand bereit, der beim Ablegen der Ausrüstung behilflich war.

Die vier Tage mit ganzen 14 Tauchgängen gingen blitzschnell herum, denn Tauchen, Essen und Ausruhen waren schnell tagesfüllend. Und so legten wir dann schon bald wieder im Hafen von Khao Lak an.

4. Relaxen auf Koh Lipe

Da wir leider nur 3 Wochen Zeit hatten ging es auch direkt weiter zum letzten Programmpunkt unserer Reise. Mit dem Bus fuhren wir zunächst nach Phuket um dort in den Nachtbus Richtung Hat Yai zu steigen. Die Klimaanlage war unglaublich kalt, zum Glück lagen Decken bereit, in die wir uns trotz langer Kleidung von Kopf bis Fuss hüllten.

Mit Minibus fuhren wir von Hat Yai nach Pakbara, wo wir uns ein ganz tolles Boot aufschwatzen ließen - vier Stunden lang brauchte unser Kutter, auf dessen Oberdeck einfach ein paar Plastikstühle standen. Aber trotz allem erreichten wir gegen nachmittag Koh Lipe und waren direkt vom türkisblauen Wasser und den weißen Stränden begeistert. Wir ließen uns am Pattaya Beach absetzen und fanden dann einen netten Steinbungalow in erster Reihe im Lipe Resort.
Die Insel war nicht übermäßig voll. Gerade tagsüber sah man am Strand kaum Menschen und wenn man sich durch die Korallenbänke kämpft, gelangt man auf eine vorgelagerte Sandbank und kann dort im badewannenwarmen Wasser planschen.

Schwimmen kann man gut am Sunset Beach auf der Gegenseite der Insel, den man in 10 Minuten zu Fuß erreicht oder wenn die Flut kommt. Dann sind doch gleich 1-2 Meter mehr Wasser da. Nicht so gut gefallen hat uns dagegen der Strand am Mountain Resort, da dort eine Strandbar laute Musik spielte, was unserem Wunsch nach absoluter Entspannung nicht so entgegen kam. :D

Abends am Pattaya Beach verteilte sich alles auf gemütliche Strandbars mit Hängematten oder Liegeecken, es wurde aber nirgendwo übermäßig laute Musik gespielt, so dass alles einfach gemütlich und nett war.

Zu empfehlen ist vor allem das Restaurant am Daya Resort. Tische direkt auf dem Strand, große Portionen und das Essen schmeckt einfach göttlich. Wer mag, kann sich an der Theke einen Fisch aussuchen, der dann auf den Grill geworfen wird.

Leider waren die 4 Tage trotz konsequenten Nichtstuns auch schnell vorbei und schon ging es wieder zurück nach Bangkok, diesmal aber mit Schnellboot und Flug mit Air Asia. Nach einer letzten Nacht und letztem Shopping stiegen wir wieder in den Flieger.

Leider war der Rückflug nicht ganz so toll - ab Abu Dhabi fiel in unserem Flieger das komplette Entertainmentsystem aus, so dass wir uns 6 Stunden lang langweilen durften.

Trotzdem sind wir gut in Frankfurt gelandet und werden diesen Traumurlaub noch lange in Erinnerung behalten.

Eine kleine Auswahl an Fotos habe ich hier eingestellt: thailand06.barbarakuntze.de


kenny

Re: [Reisebericht] BKK - Khao Sok - Similan Islands - Koh Li

Beitrag von kenny »

sehr schöner Bericht danke...wir haben für Februar die gleiche Safari gebucht, und zum Khao sok wollen wir auch :D


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