Tagestouren in den südlichen Isan

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koratwerner

Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von koratwerner »

Sie möchten wissen, was man hier sehen und erleben kann? Einiges! Hier sind meine Vorschläge.

Sie möchten sich vorab über die Sehenswürdigkeiten informieren? Nach und nach will ich in diesem Forum darüber schreiben. Bis dahin bitte ich um Geduld, oder geben Sie dazu in Ihre Suchmaschine die in den Vorschlägen unterstrichenen Begriffe ein.

01 Prasat Hin, Historical Park in Phimai, Thailands schönster Khmertempel

Morgens abholen am Hotel und 45 km Fahrt bis zum Ort Ban Prasat. Hier kann an drei Ausgrabungsstätten eine archäologische Fundstätte besichtigt werden, wo drei Massengräber von der frühen Besiedlung des Isan Zeugnis ablegen. Nach weiteren 20 km erreicht man Phimai, wo außer dem für seine Architektur berühmten Khmer -
Baudenkmal auch das Nationalmuseum der Provinz Nakhon Ratchasima und Thailands größter Banyan - Baum besichtigt werden kann, der mit seinen Luftwurzeln eine Fläche von 1.200 qm bedeckt.

Um einen Eindruck von der Landschaft des Isan zu gewinnen, erfolgt die Rückfahrt nach Korat über Nebenstraßen. Reicht die Zeit, kann am Stadtrand von Korat Prasat Hin Phanom Wang aufgesucht werden. Das ist ebenfalls ein Kulturdenkmal aus der Khmerzeit, welches heute von buddhistischen Mönchen genutzt wird.

02 Prasat Phanom Rung in der Provinz Buriram

Es geht schon früh los, denn dieses größte Kulturdenkmal aus der Khmerzeit in Thailand liegt 130 km entfernt auf einem Vulkankegel. Um den Anblick dieser sehr gut restaurierten Anlage genießen zu können und um gute Lichtver-hältnisse fürs Fotografieren zu haben, sollte man vor 10 Uhr am Ziel sein. Später ist diese Sehenswürdigkeit sehr stark von Besuchern frequentiert, die ein ungestörtes Fotografieren erschweren. Von Phanom Rung aus geht es etwa 7 km weiter zu dem kleineren Heiligtum Prasat Hin Muang Tam. Das Heiligtum ist mit wunderschön gemeißelten Stürzen und Friesen versehen und von einer Lateritmauer umgeben. Sowohl Muang Tam als auch Phanom Rung lagen an der antiken Verbindungsstraße von Phimai nach Angkor im heutigen Kambodscha.

Wenn die Zeit reicht, besuchen wir auf der Rückfahrt in der Nähe von Chok Chai die kleinen Ruinen des Prasat Phakho, bevor wir den Tag etwa 20 km vor Korat im Hotelrestaurant des Korat Ressort oder am Stadtrand von Korat in einem urtümlichen Thairestaurant beim Barbecue und Isan Singe Song beenden und zum Hotel fahren.

03 Khao Yai Nationalpark

Bis zum Khao Yai Nationalpark, dem bekanntesten und wohl schönsten Naturpark Thailands, fahren wir von Korat aus etwa 130 km. Wenn wir zeitig aufbrechen, können wir vorher zum Wat Thep Phithak Punnaram fahren, wo oberhalb der Tempelanlage der große sitzende Buddha besichtigt werden kann, den jeder Reisende, der mit dem Bus von Bangkok nach Korat fährt, schon aus der Ferne gesehen hat. Dann geht es weiter und über eine Nebenstraße fahren wir durch ein wunderhübsches Tal mit Weinanbau und beidseitig steil aufragenden Felsen zum Khao Yai. Je nach Wetterlage, kann hier eine mehrstündige Wanderung durch den Regenwald unternommen werden. Auf jeden Fall fahren wir die schönsten Wasserfälle an, wobei auch ein Fußmarsch von etwa 2 km durch die unberührte Natur ansteht. Am späten Nachmittag geht es dann wieder nach Korat.

Hinweis: An der südlichen Seite des Khao Yai sind die Hotels dünn gesät. Wenn Sie länger hier verweilen wollen, finden Sie wenige km vor der nördlichen Einfahrt genügend Unterkünfte, * * * * * Hotels sind allerdings nicht dabei. Eine Reservierung ist in der Regel nicht erforderlich.

04 Tap Lan Nationalpark

Bis zu diesem Nationalpark fahren wir etwa 90 km. Dieser Naturpark ist weniger erschlossen, als der bekanntere Khao Yai. Deshalb ist jeder Besuch immer ein kleines Abenteuer. Wir unternehmen eine kleine Exkursion in den Ur-wald, in dem noch seltene Talipot Palmen ihren Lebensraum haben und besuchen dann je nach Zeit die uns zur Verfügung steht am nördlichen Rand in der unberührten Natur einige wunderhübsche Talsperren, die der Wasserregulierung des südlichen Isan dienen. Das Gebiet des Tap Lan ist zum Teil besiedelt. Deshalb kommen wir durch malerische Ortschaften, sehen, wie die Menschen hier leben und können am Lam Mun Bon Dam, in einer wunderhübschen Landschaft einen auf Holzkohle gegrillten Salzfisch essen. Eine Spezialität dieser Region, die man sich nicht entgehen lassen darf.

05 Zu sehenswerten Klöstern I

Klöster, in Thailand Wat genannt, gibt es allenthalben. Die meisten ähneln sich, wie bei uns die Kirchen, doch es gibt in der Provinz Nakhon Ratchasima einige, die besonders sehenswert sind. Wir fahren heute etwa 90 km zum Wat Tam Gao Kau Geau, einem Höhlenkloster in den Bergen bei der Stadt Pak Chong. Dieses wunderhübsche Höhlenkloster ist kaum bekannt, nichts desto weniger jedoch ein sehenswertes Kleinod. Man muss etwas gut zu Fuß sein, um die steile Treppe zum Höhleneingang zu erklimmen. Die Mühe wird jedoch belohnt, denn dann betritt man eine bizarre Welt, in der nicht nur allenthalben heilige Stauen und Altäre zwischen und vor Tropfsteingebilden aufgebaut sind, sondern auch in einem abgelegen Teil der Höhle Fledermäuse ihren Schlafplatz haben.

Auf der Rückfahrt halten wir am Lam Takhong Dam und besichtigen anschließend den Virhan Luang Phor Toh, auch Wat Non Khum genannt, eine Gedächtnisstätte nahe der Autobahn, die zu Ehren des vor hundert Jahren verstorbenen Mönchs Luang Phor Toh gebaut wird. Diese noch im Aufbau befindliche Tempelanlage zählt heute schon den schönsten und größten seiner Art in Thailand, die täglich von tausenden Gläubigen besucht wird.

06 Zu sehenswerten Klöstern II

Diese Tour geht etwa 80 km zu dem sehenswerten Wat Ban Rai. Hier residiert der derzeit in Thailand bekannteste Mönch Luang Phor Khon, auch Luang Phor Khun genannt, der schon zu Lebzeiten von der Bevölkerung eine göttliche Verehrung genießt. Selbst in Europa ist dieser Mönch wegen seiner Amulette bekannt, dessen Verkaufserlöse sozialen Zwecken zugeführt werden.

Im Anschluss an diese Besichtigung, die sich bis über den Mittag hinziehen kann, weil dann erst der kränkelnde Mönch die frommen Besucher segnet, was auch für einen Nichtbuddhisten sehr beeindruckend ist, fahren wir zum Wat Thammachak Semaram. Dieser an und für sich ganz normale Wat beherbergt in einer großen Halle einen der größten und ältesten liegenden Sandsteinbuddhas Thailands.

Bevor wir uns dann weiter auf den Heimweg nach Korat begeben, besichtigen wir die Kaverne von Khao Chan Ngam. In dieser Höhle findet man sehr interessante Felszeichnungen aus prähistorischer Zeit.

07 Zu sehenswerten Klöstern III

Nicht nur architektonisch ist der Wat Sala Loi in Korat eine besondere Sehenswürdigkeit, auch geschichtlich ist es von Bedeutung, denn hier ruhten über eine lange Zeit hinweg die Überreste von Thao Suranaree, der Gründerin dieses Klosters und fast als Nationalheldin verehrten Frau, unter deren Führung einst der Eroberungszug der ins Land eingefallenen laotischen Armee aufgehalten und später zurückgeschlagen wurde.

Nach der Besichtigung fahren wir weiter und besuchen das in etwa 40 km Entfernung liegende Wat Bha Rak Roi ouch. Dieser Wat besteht hauptsächlich aus einem Skulpturenpark, dessen Standbilder mythologischen Ursprungs nachempfunden sind. Eindrucksvoll und drastisch wird hier dem Besucher gezeigt, welche körperlichen Leiden auf ihn warten, wenn er gegen die Gebote Buddhas einer ordentlichen und religiösen Lebensführung verstößt. Ihm wird aber auch bildlich dargestellt, was ihn an gutem erwartet, wenn er den Geboten folgt. In großen Bereichen gleicht dieser Wat eher einem Freilicht - Gruselkabinett, als einem Watt und man ist sehr erstaunt, am Ende seines Rundgangs letztlich doch noch auf ein heiliges Bot zu treffen, in dem Mönche den Besuchern ihren Segen spenden.

Dieser Wat zeigt sehr eindrucksvoll, dass jeder Abt ohne Einschränkung sein Wat so gestalten und führen kann, wie er es will. Einschränkungen und Gebote, sowie eine übergeordnete Führung, wie die Christen es kennen, sind im Buddhismus nicht vorhanden.

08 Seide aus Pak Thong Chai

Thailand ist berühmt wegen seiner handgewebten Seide und der Ort Pak Thong Chai ist das Zentrum der thailändischen Seidenherstellung. Nach etwa 30 km Fahrt erreichen wir diese Stadt und besichtigen eine Weberei, in der heute noch die Seide auf alten Webstühlen per Handarbeit hergestellt wird. Da die Rohseide in der Umgebung des Ortes hergestellt wird, besichtigen wir anschließend eine Seidenraupenzucht, wo wir den Entstehungsweg des feinen Fadens von der Seidenraupe über den Kokon, bis zur feinen Rohseide verfolgen können.

Später fahren wir dann an den Rand des in dieser Gegend in den Thap Lan übergehenden Khao Yai, wo wir mit Langhalsboten auf dem Wasser der Lam Phra Phloeng Talsperre tief in das ansonsten hier weglose Naturschutzgebiet hineinfahren und in völlig unberührter Natur einen versteckten Wasserfall sehen können. Fürwahr, ein grandioser Anblick, der den meisten Touristen verwehrt bleibt.

09 Tonwaren aus Ban Dan Kwian

Kaum eine Reisegesellschaft, die eine große Rundfahrt durch den Isan gebucht hat, versäumt dieses kleine Töpferdorf zu besuchen, das wir heute nach etwa 15 km Fahrt erreichen. Hier werden die Tonwaren noch nach überlieferten Vorbildern von den einzelnen Familien des Ortes geformt, gebrannt glasiert oder bemalt. Man kann darüber streiten, ob es sich bei den einzelnen Stücken um Kunst oder Kitsch handelt. Auf jeden Fall ist es interessant links und rechts der Durchgangsstraße zu sehen, wie die Menschen ihre Produkte herstellen und anbieten.

Am Nachmittag fahren wir dann zu dem nahe gelegenen Nakhon Ratchasima Zoo, wo außer selten gewordenen einheimischen Tieren in einem großen Gelände sehr viele afrikanische Tierarten gezeigt werden.


Hinweise:

Jede Tour kann individuell gestaltet werden. Deshalb können auch hier nicht genannte Orte angefahren werden. So-weit eine mehrtägige Tour mit auswärtiger Übernachtung geplant ist, kann man helfen.

Beim Besuch des Khao Yai, Thap Lan, dem Nakhon Ratchasima Zoo, sowie den Kulturdenkmälern Prasat Hin und Prasat Phanom Rung wird Eintrittsgeld erhoben. Der Besuch eines Wat ist frei, jedoch wird eine kleine Spende erwar-tet.

Sie sollen sich in dieser wenig touristisch erschlossenen Region Thailands wohl fühlen und keine Komplikationen haben. Deshalb ist es ratsam von einem Leihwagen oder gar öffentlichen Verkehrsmitteln abzusehen und empfehlen Ihnen ein Fahrzeug mit einem ortskundigen Fahrer zu chartern.

Korat verfügt über eine Vielzahl guter Hotels der Mittelklasse, über die im Internet keine Angaben zu finden sind. Bevor Sie lange und mühsam suchen, schicken Sie mir Ihre Anfrage, vielleicht kann ich helfen.


marc

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von marc »

sowie den Kulturdenkmälern Prasat Hin und Prasat Phanom Rung wird Eintrittsgeld erhoben.
wie hoch ist das eintrittsgeld zurzeit? vor einiger zeit musste mann doch durch einen clever angelegten nationalpark 200 bht bei phanom rung abdruecken. hat sich da was getan? oder waren meine infos falsch?

ach ja, herzlich willkommen werner. :mrgreen:


koratwerner

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von koratwerner »

Hallo Marc!

Ich bezahle meistens nur das Eintritsgeld der Thai, weil ich meinen Thai-Führerschein als Identkart vorzeige. Das klappt fast immer. Ansonsten habe ich von 200 bis 400 Bath gehört, die ein Farang löhnen muss.

mfg

Werner


Santie

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von Santie »

marc am 21.04.2007, 04:16 hat geschrieben: vor einiger zeit musste mann doch durch einen clever angelegten nationalpark 200 bht bei phanom rung abdruecken.
Hi,
Phanom Rung mit Pra Viharn verwechselt?


DerTraveller

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von DerTraveller »

marc am 21.04.2007, 04:16 hat geschrieben:
sowie den Kulturdenkmälern Prasat Hin und Prasat Phanom Rung wird Eintrittsgeld erhoben.
wie hoch ist das eintrittsgeld zurzeit?
Eintritt für Prasat Hin Phimai: 40 THB pro Person
Stand April 2007, aber nach meinen Infos seit Jahren unverändert.


marc

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von marc »

Hi,
Phanom Rung mit Pra Viharn verwechselt?
am ende verwechselt. :mrgreen: aber da ich noch nie da war weiss ich es nicht. hab nur mal nen reisebericht gelesen bei dem dieses problem angesprochen wurde.
Ich bezahle meistens nur das Eintritsgeld der Thai, weil ich meinen Thai-Führerschein als Identkart vorzeige. Das klappt fast immer. Ansonsten habe ich von 200 bis 400 Bath gehört, die ein Farang löhnen muss.
das habe ich auch gehoert. das eintrittsgeld soll ja nicht so schlimm sein. nur der national park schlaegt zu buche. u8nd da waeren wir wieder beim thema nationalpark abzocke.
have fun


Santie

Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von Santie »

marc am 21.04.2007, 11:54 hat geschrieben:
Hi,
Phanom Rung mit Pra Viharn verwechselt?
am ende verwechselt. :mrgreen: aber da ich noch nie da war weiss ich es nicht. hab nur mal nen reisebericht gelesen bei dem dieses problem angesprochen wurde.
Hi,
damit es nicht zu sehr durcheinander geht noch mal festgetackert:

Phanom Rung: kein Nationalpark davor und nur normaler Eintritt fuer die Besichtigung des Tempels.

Phra Viharn:auf thailändischer Seite befindet sich ein Nationalpark der durchquert werden muß, um nach Kambodscha zu gelangen wo sich der Phra Viharn befindet. Nationalparkgebühren müssen auf thailändischer Seite bezahlt werden und in Kambodscha kostet es dann noch mal Kohle um zum Phra Viharn zu gelangen. Trostpflaster: gebührenfreie Einreise nach Kambodscha da kein Visum notwendig um den Phra Viharn zu besuchen.


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chris
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Re: Tagestouren in den südlichen Isan

Beitrag von chris »

Hallo Werner !
Die Ausflugstips hören sich ja nicht schlecht an aber wie läuft das ab ? Wieviele Teilnehmer sind in den Gruppen und was kosten sie den ungefähr ? Wir wollen im nächsten Jahr ein paar Tage im Isan verbringen und wär wenn es dann doch über eine mehr oder weniger geführte Tour läuft über Infos ganz dankbar .


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