Weil aber jemand auf meinen, wenn auch kurzen Bericht zum Khao Sok wartet, schlucke ich den Ärger herunter.
Nach einem sehr anstrengenden Reisetag, bei dem alles geklappt hat ( Rückkehr Bangkok- TAxi zum neuen Flughafen- Flug mit Air Asia nach Phuket), waren wir sehr müde und warfen uns der Taxifahrermeute vor. 1400 Baht kostete die Fahrt vom Flughafen zum Resort (Nang Thong Bay resort). Wir, die wir Bangkoker Verhältnisse gewohnt waren, fanden das schon sehr viel, aber wesentlich billiger wurde es bei dem Transfer Khao LAk- Phuket airport auch nicht (1200 Baht).
wir kamen aber heil im resort an und waren schwer beeindruckt. Ein großes Familienzimmer (zwei Zimmer). Beide hatten Zugang zum riesen Bad mit Badewanne und Dusche und Waschbecken und Waschbecken. Orchideen auf den Betten, Früchtekorb beim Empfang und das alles für 2500 Baht die NAcht. wir waren sehr angetan. Einziger, wenn auch erheblicher Nachteil: Beide Familienzimmer in der Anlage liegen im Erdgeschoss zur Strasse hin. Nix mit Meerblick und Sonnenuntergang oder so.
Die Anlage ist sehr gepflegt, hat einen swimmingpool (für Kinder und Schweden irgendwie extrem wichtig). Die Kinder tauchten mit ihren Schnorchelbrillen nach verlorenen Schätzen und die Schweden sassen gepflegt an der Poolbar und holten das nach, was sie zuhause mangels des nötigen Kleingelds nicht können. Ich muss aber sagen, dass sie auch im betrunkenen Zustand ein nettes Volk sind.
Der ganze Bang Niang Strand war fest in nordischer und Rentnerhand. Als junger Mensch wäre ich hier auch nicht unbedingt geblieben.
Ich fasse mich auch kurz, da es hier einen guten frischen Bericht zu Khao Lak gibt. Strand wunderschön- ein neues resort an dem anderen- alles, was das Ottonormalverbrauchertouristenherz begehrt: Restaurants, Schneider, Souvenirläden, Klamottenläden, 7eleven etc.
Meine Familie kam an und ergoss sich in die Liegestühle und war nicht mehr zu bewegen. Nach fünf Tagen meuterte ich.
Wir wollten den Ort als Ausgangspunkt für Touren nehmen und auf eigene Faust uns zum khao Sok aufmachen ( ca. 3 Std. Fahrt mit dem Bus). Dem wurde ein Strich durch die rechnung gemacht, denn erstens kommt es mit Kindern anders und zweitens als man denkt.
Unser Sohn bekam hohes Fieber, war aber ansonsten mopsfidel.
Dennoch gingen wir mit ihm zu Dr. Sawee - einem alten und sehr freundlichen Arzt, der in seinem Privathaus nach seiner Arbeit in einer Klinik, eine kleine Praxis betreibt. Er untersuchte unseren Sohn und meinte, das sein nichts schlimmes- ein Tropenschnupfen halt. Na denn - das war er für drei Tage, dann war er auch überstanden (länger hätte ich Florian auch nicht ertragen: Haltet mal einen 8jährigen vom Schwimmen ab).
1. Khao Sok
Wir mußten also umdisponieren und entschieden uns für eine geführte Tour. Da der wirklich sehr sympatische Olaf Schober keinen Platz für uns mehr hatte, warfen wir uns also der Khaolak discovery Tour in den Rachen- einer
Truppe von jung, dynamischen, sicherlich nicht dummen Menschen.
Die Tour war gut geplant und alles war so, wie es geschrieben stand. Da es uns viel Geld kostete (200 Euro für uns vier), wählten wir die deutsche Tour, damit wir nicht übersetzen mußten.
Der Guide war für mich der absolute Antityp (jung, arrogant und schnöselig), aber von dem bekamen wir nicht viel mit.
Zunächst muss ich sagen, dass wir in den Park selbst bei der Tour nicht gekommen sind. Sie führte uns nur an den Rand, aber man sah in den Park hinein und das war schon Klasse! Durch die Kalksteinfelschen mit Primärdschungel ist das wirklich ein unglaublicher Mix und bestimmt eine Reise wert.
Diese Tour begann (leider) auf dem Rücken eines Elefanten. Meine Kinder waren begeistert und Miss Hanoi (so hieß unser armes Lastentier) war recht geduldig und hörte auf all die "Huis und haos und Hiiis ", die der Mahut ihr so entgegenrief. Der Weg führte durch einen Fluss zu einem kleinen wirklich sehr hübschen Wasserfall und wieder Retour. wir kamen an einer Hütte vorbei, in der der Naturkautschuk veraurbeitet wurde, sodass wir den KIndern kurz erklären konnten, wie der gewalzt und zum Trocknen aufgehängt wird etc.
Dann gab es in einem kleinen Resort am Rande Mittagessen (super!). Hier gab es auch einige Baumhausbungalows zu betrachten- das ist für Kinder auf jedenfall eine Gaudi (und für die Kinder in uns auch!).
Danach ging es zum Sok -River, auf dem wir mit KAjaks fuhren (bzw. gepaddelt wurden)
Das war mit das schönste, was wir im Urlaub gemacht haben. Der Blick auf diese einmalige LAndschaft, das sanfte Schaukeln- wenn du Lust hattest, konntest du baden gehen- sehr relaxend, bis auf die Stopps unter den Bäumen, damit wir die schlummernden, eingerollten Schlagen über uns sehen konnten
Fazit: auf jeden FAll eine Reise wert- auch der Stausee muss toll sein. Da gibt es auch Berichte hier. Das Problem ist jedoch wie immer, dass die Entfernungen nicht zu unterschätzen sind.
Man ist im Zweifel dann auf Gedeih und Verderb auf die Organisation in der von dir gewählten Lodge angewiesen.
2. Similian Islands
Nun mußten meine Kinder da durch. Am nächsten Tag machten wir uns auf- auch eine geführte Tour(Andaman Tours- Preise verhandelbar) - zu den Similian Islands
Von Khao Lak sind es 1 1/2 Stunden mit dem Schnellboot zum ersten Stopp.
Hier wurde ja schon viel über die Similian und die Surin Islands geschrieben. Wir wählten die Similian Islands, weil sie einfach näher waren und so eine TAgestour schon anstrengend genug ist.
wir fanden sie auch einfach Klasse und zwar sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen (von meinem Sohn mal abgesehen, weil er nicht seetauglich ist).
An der ersten Insel wurden wir ins wasser gekippt und sahen auch wirklich mächtig viele Fische jeglicher Größe und Couleur, Korallen etc.. Wie Ihr merkt, bin ich keine Kennerin der Materie
Ich fand es einfach bemerkenswert, was sich dort für eine Welt auftut!
Danach ging es weiter um Mittagessen auf die nächste Insel mit sagenhaftem Strand. Es wurde dann ein weiterer Stopp im Wasser an der nächsten Insel eingelegt, bei dem ein nettes münchner Pärchen sogleich eine Seeschlange entdeckte, was meine Tochter dazu bewegte, mit Gekreisch ins Boot zu flüchten.
Danach ging es zur Hauptinsel, auf der man auch übernachten kann. Super! Würde ich machen, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten. Das ist auch über das Internet buchbar (Seite der Nationalparks aufrufen).
Von da aus ging es zurück nach Khao Lak (Kosten für uns 4: 160 Euro).
3. Pang Nga
Am nächsten Tag organisierten wir uns selbst die Tour nach Pang Nga. Wir mieteten uns einen Fahrer und fuhren bis zum Pier. Dort buchten wir eine dieser Halbtagestouren und klapperten alles ab, was es dort für Touristen im Schnelldurchgang zu sehen gibt. Das ist, wie ich finde, in den Reiseführern genauso beschrieben, wie ich es auch empfunden habe. Deshalb will ich nicht mehr viel schwätzen.
Am letzten Tag ließen wir uns in Khao LAk nochmals massieren- ich hatte mit Da von der Bungalowanlage father and son- ein bißchen "Freundschaft"geschlossen. Sie ist alleinerziehend und hat eine 10jährige Tochter, sodass es einfach genug Anknüpfungspunkte gab.
Die Fussmassage ist zu empfehlen, wenn sie auch nicht so medizinisch ist, wie im Wat Po oder in dem Hospital in Prachnaburi. Dafür findet sie draussen im Stuhl in dem wunderschönen Garten statt mit (so muss ich gestehen) schöner westlicher Musik
Fazit: Die Reise war für uns alle ein Erlebnis und beschäftigt die Kinder auch im Nachgang noch sehr.
Die nächste Reise würde ich anders planen und auch an nicht so ganz organisierte Orte führen lassen.
Dafür bedarf es allerdings noch des Lottogewinns. ich spiele ab morgen.
Gruß Annette
