Sooo, weiter geht’s. Also wir kommen am Pier an und werden direkt von einem Rentnerorchester begrüßt dessen Klänge spanischer Musik anheimeln. Sehr schön, sehr ungewohnt – bringt ein karibisches Flair mit sich – wie noch einiges andere, was wir im Verlauf des Urlaubs merken (wie zB der leckere
Die uniformierte Dame fordert mich freundlich auf, meinen Rucksack auf den Tisch zu legen, damit sie mit schlazgzeug-stick-ähnlichen-Stöcken da rein pieksen kann. Na gut – soll sie machen, wenn es denn was bringt. Total freundlich sind auch hier alle Angestellten, jeder fragt wohin es geht und wünscht einem eine gute Reise. Angenehm wie wir finden.
Auf dem kleinen Tuckerbötchen dann können wir im Fahrtwind unsere Schweissperlen trocknen lassen, näää wat is dat anstrengend mit dem ganzen Plunder den man so mit sich schleppt. Okay, wir hatten ja wie schon erwähnt den VIP Preis bezahlt und wurden dafür auch umgehend vom Pier (wieder Rucksacktragen incl.) in ein Tricycle verfrachtet. Der gute Herr, der uns den unschlagbaren Preis gemacht hatte fuhr auch mit und war damit beschäftigt unser Hab und Gut festzuhalten. Sind aber auch eng die Dinger. Wir kamen dann oberhalb des Sandweges an Bootsstation 3 am White Beach an und trugen unsere Sachen dann noch ein paar Meter bis zu unserer Destination dem „Daves Straw Hat Inn“. In einer wunderschön bepflanzten, liebevoll gepflegten Anlage erwarteten uns schon Janet und Joanne nebst Freckles dem Resort-Hund mit einem Welcome Drink. Unser Zimmer konnten wir erst ab 14 Uhr beziehen (wir hatten ca. 11:20) also schnell die Klamotten gewechselt und ab zum Strand!
Traumhaft, sage ich nur, es war einfach unglaublich schön, dieser 4km lange, endlos wirkende weiße, breite Strand mit den riesigen Palmen, dazu kristallklares Wasser in allen Blautönen und am Horizont die Segelkatamarane.
Es war Sonntag und trotz der Wochenendtouristen aus Manila & Co.doch relativ ruhig. Wir waren ja an Boatstation 3; die Partymeile beginnt erst vor der 2. Station, kurz vor der D-Mall.
Gut, ich wollte gerade mit einer Massagefrau d’accord gehen und eine Uhrzeit ausmachen (musste ja noch mein erstes San Mig light austrinken) als mich plötzliche Hilferufe einer Frau am Strand aufschrecken lassen. Ich hatte sie vorher gar nicht bemerkt, aber als sie dann auf einmal schrie „Help, my husband is dying!“ und ins Wasser zeigte, sprang ich sofort auf und rannte los (keine Ahnung was ich da in dem Moment gedacht habe – ich konnte nicht viel gegen die Sonne erkennen, nur dass da tatsächlich ein Schnorchler war, aber ob der ernsthaft in Schwierigkeiten war, konnte ich nicht sehen) ich also rein ins Meer und geschwommen was das Zeug hielt, irgendwann bemerkte ich dann Gott-sei-Dank auch Michel hinter mir. Also wir den Mann erreichten, war er schon ganz blau im Gesicht und konnte sich kaum noch über Wasser halten. Unter Aufbringung unserer ganzen Kräfte und einem guten Schuss Adrenalin schafften wir ihn zusammen an den Strand. Er war nicht gerade schmal und somit mussten wir (besonders Michel – ich versuchte immer seinen Kopf und Rumpf möglichst hoch zu halten) uns schon ganz schön abstrampeln – und das nach den durchwachten Nächten zuvor. Aber das haben wir erst später gemerkt, dass es anstrengend gewesen sein musste. Der arme Mann konnte wirklich nichts mehr, er war vollkommen fertig und sagte nur, er habe beim Schnorcheln Krämpfe bekommen. Seine Frau fiel uns quasi um den Hals und die ganze Familie (aus Manila waren sie gekommen um den Geburtstag der Kinder zu feiern) wolle für uns beten.
Tja das war schon mal ein Einstieg am ersten Tag. Gut, dass dem Mann nichts Ernsthaftes passiert war. Sein Bruder und alle kamen um sich zu bedanken.
So, jetzt hatten wir uns aber erstmal auch noch ein Bier verdient und danach ne Massage. Um 14 Uhr konnten wir ja wie gesagt ins Zimmer, was auch sehr schön war. Sogar mit TV (ich brauchs nicht, aber why not). Das Standard Cottage war blitzesauber und liebevoll hergerichtet. Wir fühlten uns direkt wohl. Sogar unsere Rücksäcke hatte man schon reingestellt.
Na wir wollten nochmal zum Strand und blieben dann auch bis Sonnenuntergang! Traumhaft – kitschig wie auf einer Postkarte, ich war beeindruckt.
Nach einer schönen Dusche und styling-technisch für den Abend hergerichtet gingen wir dann los, die „Beachroad“ zu erforschen. Gegessen haben wir dann im Paraiso Grill direkt am Meer mit schönen Fackeln - und die Hauptsache Füße im weißen Sand
Um 23 Uhr sind wir glaub ich total platt in die Heia gefallen. Waren bis dahin anstrengende Tage, aber das sollte sich ja in den folgenden ändern, da wir einfach nur in den Tag reinleben würden und nur machen worauf wir wirklich Bock hatten.
Frühstück am nächsten Morgen im Daves. Dauerte zwar ewig aber war echt gut. Mann was hatte ich einen Kohldampf! Michel und der Mann am Nebentisch glaubten nicht dass ich das was ich mir bestellt hatte auch schaffen würde, aber HALLO! Einen riesen Pancake (Banana) im Daves Style (der ist schon bei Tripadvisor bekannt für seine Ausmaße und 2 slices of Toast with two fried eggs. Yummie – ich war satt bin zum Abend.
So auf zum Strand – wir wollten mal das Liegenprinzip verstehen – auf allen (es stehen dort nur wenige, jeweils 3-5 Stück) stand der Name eines Hotels oder eher gesagt Restaurants?!? Komisch. Na gehen wir einfach mal bei Kurt dem Besitzer der bayerischen Bar nachfragen, ob die Liegen „gemietet“ werden können: Bezahlen müssen wir nix, wie sich herausstellt – nur nachher mal was bestellen. Gut, hatten wir eh vorgehabt, da Kurt ab 14 Uhr auch Happy Hour hat. Das passt. (Und das Garlic Bread war ja auch immer so lecker
Wir genießen die Zeit am Strand und im Meer, kaufen uns einen großen Ring fürs Wasser und lassen den lieben Gott nen guten Mann sein…..
Später geht’s weiter! Bitte fototechnisch noch etwas gedulden!
Ciao
Tina
