die "Rettung" betreffend - ja war für uns dann auch ein denkwürdiger Abend gewesen, man stellt sich halt vor, was wäre wenn es einem selber passiert und man dann vielleicht sogar gerade hinter den Booten ist und vom Strand aus nicht gesehen werden kann. Ich hatte nur mal einen leichten Wadenkrampf und fand das schon ganz schön erschreckend, wie man sich dann auf einmal nicht mehr richtig bewegen kann.
Okay, weiter gehts. Wir haben uns wie gesagt, 2 Liegen (Kostenpunkt: Getränk) ergattert und beobachten das bunte Treiben am Strand - ich hatte fälschlicherweise geschrieben, dass wir Sonntag (also Wochenende - Hochbetrieb) angekommen waren - war aber ein Montag. Da ist es dann eigentlich richtig ruhig (zumindest an Bootssation 3, wo das Daves liegt)
Da wir die käseweiße Winterhaut tragen - ich vermute mal wir sind so weiß, dass wir im Dunkeln leuchten - beschließen wir, bloß im Schatten zu bleiben - Kurts tollen Sonnenschirmen sei Dank! Aber weit gefehlt, selbst Sonnencreme und Schatten vermeiden nicht, dass ich mir schön das Dekolté verbrenne - aber okay das ist mein Schwachpunkt - jedes Jahr (und bei dem Sonnenbrand soll es auch in diesem Urlaub bleiben)
Der Lorenz knallt wirklich ganz schön runter - da bleibt uns nur uns mit einem Shake abzukühlen, okay danach dann auch mal gerne ein San Miguel. Wir lesen, gehen schwimmen - total langweilig eigentlich aber für uns ist es herrlich. Gegen Sonnenuntergang trotten wir zum Daves zurück und stöbern mal durch unsere in Bkk erworbene Gaderobe - naja, sind halt einige shirts dabei, dafür isset mir zu warm. Fischerhosen - ja die sind perfekt. Wir machen uns frisch geduscht auf und erkunden an diesem Abend die Beachroad bis hinter D-Mall. Als wir die sagenumwobene Mall erreichen, fühlen wir uns wie bei Alice im Wunderland - alles total schön angelegt - auf Sandpfaden und kleinen Gässchen finden sich Geschäfte und Restaurants noch und nöcher. Die Krönung ist (da musste ich direkt an Dich denken, Lisa) das putzige "Riesenrad". Ein kleines Ding für Kinder (aber irgendwie habe ich da nie Kinder gesehen
Im Daves kann man sogar noch im Bett fernsehen - ist nur blöd wenn das ausgerechnet Fussball sein muss
Am nächsten Morgen - ja die böse Tina ist immer zwischen 7 und halb acht wach und nervt dann den Michel. Aber er steht nach einigem Bitten und Betteln immer brav auf. Diesmal wollten wir nicht im Daves frühstücken - war etwas teurer als das war wir so am Strand gesehen hatten und hat echt lange gedauert.
Okay wir gehen bei Kurt was essen - da gibts ordentliche Mengen und das ABF ist nicht zu verachten, ausserdem haben wir dann direkt unser Recht auf die Liegen bezahlt.
Gut, mal wieder Schatten - fällt mir ja schon schwer - aber heute sind ein paar Wolken am HImmel - nur Ihr wisst ja wie das mit den Wolken ist - braun (rot) wird man da trotzdem. Na gut mein Dekolté muss wieder leiden, so dass mittags ein in Bkk gekauftes shirt als Schutzschild herhalten muss. Wir gehen auf nen Drink in den Schatten (ja es brutzelte wieder) und lernen bei Kurt (der ne gute Happy Hour hat - Rum Cola für 30 Peso - 65~1€)die verrückten Zwickauer Bert und Ines kennen. Fortan werden wir von deren lustigen Dialekt begleitet - es sollten noch viele Tage und eine echt gute Bekanntschaft mit den beiden folgen. Ja wie das so ist im Gespräch und bei netter und besonders durch Bert sehr lustiger Gesellschaft hatten wir doch einiges getrunken. Gut angeheitert - verabschieden wir uns. Am nächsten Tag wollten wir die beiden mal in ihrem Hotel (Lorenzo South, nicht weit von unserem "Liegenstandort") besuchen, haben wir aber irgendwie vergessen - dafür standen sie dann mittags bei uns auf der Matte/Liege
Die nächsten Tagen verliefen ebenfalls idyllisch - wir trafen uns mal verabredet, mal zufällig mit den Zwickauern, planten zusammen mal ein Boot für eine Tagestour zu mieten und gingen abends abzappeln in irgendeiner Stranddisco, also open Air versteht sich. Einen Abend gingen wir dann ins Red Pirates, da hatten wir schon vorher köstliche Cocktails genossen (Preis wie gehabt) und von dem BBQ erfahren das freitags stattfindet. War total klasse, irgendwie schon sehr familiär. Wir lernten einige Expats kennen und das BBQ war super. Fleischspieße (Chicken, Pork) Fisch (keine Ahnung), Muscheln, sehr leckere Salate, Reis usw.
Das schönste war dort im Sand am Meer zu sitzen. Mit direktem view auf einen verrückten Engländer der die Feuershow durch Zitat "jahrelanges, abartiges Training" so perfektioniert hatte, dass er den Pirates Angestellten meilenweit hinter sich zurückließ.
Es gab dann auch Abende an denen wir unser sogenanntes late-night-food an einer Mini Bude einnahmen, die doch tatsächlich einem Italiener gehört, der dort philippinische Gerichte to go anbietet - für 40 Peso sehr lecker (man muss dazu sagen, die phil. Küche ist nicht mit der thai. zu vergleichen - es schmeckt mir nicht würzig genug - es gibt kaum scharfe Sachen, es ist of ein Einheitsgeschmack - halt nicht so variantenreich)
Michel konnte ich leider nur einmal dazu bringen, mit mir am Strand (4km hin - 4km zurück) langzugehen. Ja man muss sich doch irgendwie beschäftigen und im Gehen hält man es gut aus, in die Sonne legen geht jeweil nur für 2 Minuten, danach heißt es wieder - ab ins Meer (das war übrigens angenehm erfrischend - kein Vergleich mit TNPN, mal als Beispiel) Dabei kann man Leute beoabachten, neue Restaurants und Bars entdecken und Muscheln finden;-) Ich wurde oft von phil. Mädels umringt, die unbedingt ein Foto mit mir machen wollten. Was waren die alle süß. Ich fühlte mich zwar (geschwitzt, verklebt) alles andere als fotogen aber diese Ausrede zählte nicht. Wir schafften es an dem Tag bis ans Ende zum Fridays Resort (atemberaubender Sand, einfach der tollste Strandabschnitt, aber zu weit ab vom Schuss) Im Fridays hätten wir auch gerne mal das berühmte Fridays Buffet (freitags) mitgemacht, aber leider waren wir einen weiteren Freitag nicht auf der Insel. Dort wird man verwöhnt vom Feinsten und das für 900 Peso. Sushi, Lamm, Rinderfilet, Kalb, Fisch ohne Ende, Meeresfrüchte und das in einem absolut beeidruckenden Ambiente. Die Zwickauer schwärmen jetzt noch davon.
Gut wir waren also am Ende des Strandes angekommen - schnell abkühlen oder sagen wir mal lange abkühlen, so in der Mittagshitze da lang zu latschen, puuuuh, aber wie gesagt besser auszuhalten als auf der Liege - die Sonne machte mir mittlerweile eh nix mehr aus - ich wurde langsam aber sicher schwarz;-) Michel hatte abends verbrannte Waden, aber das war nach meiner Voltaren-Behandlung (danke für den Tipp @Ricky) am nächsten Tag wieder weg.
So, deshalb wollte mein Guter natürlich am nächsten Morgen nicht nochmal den Gewaltmarsch machen - wir gingen also ca. bis knapp zur Hälfte und schauten dem lustigen Treiben der ganzen Koreaner und Philippino-Gruppen zu. Abschlussfahrten, Wochenendurlaub, Studentenausflüge, die einen Heidenspaß an den Wassersportangeboten hatten (Jetski, Parasailing, Banane) Positiv zu vermerken sei hier, dass die Station für diese Gaudis auf dem Meer auf einer kleinen Pontong-Insel lag, in Strandnähe kamen die Jetskis und Co. also nicht.
So meine lieben Leut - ich höre jetzt mal wieder an dieser Stelle auf - ich geh mir jetzt ne Pizza holen. Ich hoffe es ist nicht zu langweilig - weil auf Boracay ist wirklich eher chillen und relaxen angesagt. Aber es kommt ja auch noch was zu Bohol und Panglao und div. Abenteuern.
Viele Grüße und schönes Wochenende!
Tina
