Der nächste Bericht kommt dafür wieder von Thailand...
Daten:
Südindien (Kerala/Tamil Nadu)
21.12.2008 bis 10.01.2009
Durchschnittstemperatur 30 Grad am Tag/ immer Sonnig
Diesen Winter hat?s mich mit Reisepartner Klaus nach Südindien
verschlagen. Ich hatte eine Auszeit bitter nötig.
Beginn/Ausgangspunkt der Reise war in Kochi/Cochin, im alten Statdteil
"Fort Cochin". Es gibt dort viele Guesthouses und ist ruhiger gelegen
als der Rest der Stadt Cochin. Soviel zum Ansehen gibts aber eh nicht,
haben das Hafenviertel, den Bazar und die alten Kirchen besichtigt.
Dazu gaben wir uns eine Kathakali-Aufführung angesehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kathakali
2 volle Tage waren aber Ausreichend für Cochin!
Dann gings weiter nach Kumily, eine kleine Stadt im Hügelland/Gebirge
der Western Ghat?s im Lnadesinneren. Es war eine aufregende Busfahrt die
sehr abenteurlich Erscheint wenn man den Zustand der Busse und deren
Fahrweise betrachtet (Überholen in unübersichtlichen Kurven am Berg).
Die Stadt Kumily wirkte etwas hektisch aber das scheint in Indien
überall so zu sein. Unsere Unterkunft war Spitze, sehr günstig, sauber
und hatte einen gemütlichen Balkon zum auspannen. Klima war hier oben
schon etwas kühler und Nachts gar etwas frisch.
Kumily ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zum Periyar National Park!
Wir unternahmen 2 Touren, einmal eine Spice-Tour (Gewürze der Gegend)
und eine ganztägige Trekkingtour im Nationalpark. Leider bekamen wir
keinen Tiger zu sehen aber dafür Affen und Elefanten. Blöderweise ging
auch meine beliebte Trekkinghose leicht kaputt und blutete mein Bein
voll (war wohl ein kleiner Dorn der eine kleine Ader traf).
Kumily, bzw. der Periyar N.P. ist auf alle Fälle einen Besuch wert!
Nach 2 Tagen gings weiter mit dem Bus nach Madurai, einer
Millionenstadt. Hier war nur eine Nacht und ein Tempelbesuch eingeplant.
Es gibt hier den berühmten Meenakshi-Tempel zu bestaunen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Meenakshi_Amman_Temple
Leider war der schöne Tempel wegen einer Renovierung (die noch länger
andauert) total verhüllt! Witzig war auch die Hotelsuche, meinten zuerst
es sei nichts frei (bei allen Hotels) und nach dem mal unsererseits
Erwähnt wurde das wir auch eine Suite nehmen wollen (eh ein lächerlicher
Preis) gabs dann doch was. Eventuell trauen die den Rucksacktouristen
keine "teueren" Zimmer zu. Unsere Suite kostete jeden 13 Euro.
Ansonsten war die Stadt nur stressig & laut. Da wir leider keine
Zugtickets mehr erhielten mussten wir die Mammut-Strecke (ca. 300km)
ganz in den Süden per Bus bewältigen am nächsten Tag (anstrengende
Reise)! Sah auch manchmal fast so aus:
http://www.robinson-im-netz.de/Info/Lan ... ahren.html
Nach 7h Busfahrt auf der Rückbank sind wir in Kanyakamari (Cape Comoron)
angekommen, hier ist der südlichste Punkt Indiens!
Es war hier mehr los als wir dachten, zu 90% Indische Ausflügler und
Urlauber unterwegs. Wir stiegen in einem grösseren Hotel mit Meerblick
ab wo es auch ein gutes Restaurant gab. Eigentlich wollten wir in den 2
Tagen die zwei auf Inseln vorgelagerten Sehenswürdigkeiten besuchen aber
der (indische) Andrang war einfach zu gross. Sind dann nur in der
Stadt/Gegend rumgeschlendert und habens uns mal den Sonnenaufgang sowie
Sonnenuntergang angesehen. Hiermit war unser Kulturteil der Reise
beendet und der Erholungsteil konnte starten....
Von Kanyakumrai gings per Taxi bequem weiter nach Kovalam, den wohl
bekanntesten Badeort in Südindien. Im grossen und ganzen waren wir von
Kovalam sehr enttäuscht, 3 Nächte blieben wir aber trotzdem weil diese
schon gebucht waren. Die Unterkunft war zwar gut aber dafür waren die
Preise in dem Ort etwas zu hoch im allgemeinen. Die 2-3 Strände waren
auch nicht so der Hammer da zuviele indische Touristen per Bus
herngekarrt wurden und alle am Strand rumstanden und rumplanschten. War
einfach zu überlaufen. Als westliche Frau muss man sich auch oft
belästigt fühlen denn die Indischen Männer begaffen diese und machen
auch dauernd Fotos. Das Essen in den Restaurants war auch nicht so
überragend, man hätte entweder nur indische Küche oder gleich westliche
Anbieten sollen aber gemischte Küche geht da gar nicht so gut (Würze,
Zubereitung usw..).
Der Silvester-Abend war mehr anstrengend als aufregend, 2 Inder
Unterhielten sich mit uns, was auch ganz ok war, aber dann wurden diese
zu Anhänglich und wollten wohl von uns eingeladen werden (Essen,
Trinken). Bei einer Geldabhebung (ATM) wurde man auch gleich direkt
gefragt ob man nix übrig hat denn er sei grad Arbeitslos geworden.
Am 2.1. war die Abreise nach Varkala wo wir 5 Nächte verbringen sollten.
Es war der beste Strand (oder auch Ort) unserer Reise, eine Mischung
zwischen Backpackern und normalen Touristen. Der Strand ist eher klein
und von Cliffs umgeben auf denen wir wohnten.
http://www.indienbilder.de/VARKALA/varkala.html
Eine gute Unterkunft war schnell gefunden und gute Restaurants gabs auch
recht viele (mit Meerblick). Aber auch hier war viel mehr los als
erwartet, lag wohl auch an der Hauptreisezeit. Eine berühmte
Ayurveda-Massage gaben wir uns auch mal aber mir ist das ganze viel zu
Ölig.
Zum shoppen ist Varkala auch sehr gut, die haben sich auf die
Bedürfnisse sehr gut eingestellt. Die 5 Tage vergingen auf alle Fälle
sehr schnell, wir haben Hauptslich gebadet und in der Sonne gelegen.
Weiter gings dann mit dem Zug am 7.1. nach Allapey, auch genannt
"Venedig des Ostens", weil hier viele Wasserkanäle sind und auch die
Backwaters beherbergen.
http://www.reiseindien.de/sud-indien/backwater.html
Zuerst mussten wir 2h auf unser gebuchtes Hausboot (gebucht in Varkala)
warten aber dann ging die Entspannte Tour los. Das Boot war ganz in
Ordnung nur das Schlafzimmer war etwas zu stickig und abgewohnt aber
hatten auch nicht das teuerste Boot gebucht. Dafür waren die Landschaft
und vor allem das Essen (haben Vegetarisch bestellt) der Hammer! Die
Fahrt mit dem Hausboot dauert so 22h wobei aber Nachts und zu
Essenszeiten immer gestoppt wird. Man kann auch 2 oder 3 Nächte buchen.
Nach der Backwatertour fuhren wir mit einem Taxi zur Cherai Beach, ist
etwas nördlich von Cochin gelegen und nahe am Flughafen. Taxis sind
meist der Ind. Ambassador:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hindustan_Ambassador
Laut Reiseführer ist Cherai Beach noch ein Geheimtip aber so schön ist
der Strand doch nicht und die Infrastruktur lässt auch etwas zu wünschen
übrig. Die Wasserqualität war auch nicht so besonders...
Unterkunft war dafür sehr sauber und Betreiber sehr höflich. Leider ging
was mit der Buchung schief und so mussten wir die 2. gebuchte Nacht
früher raus weil es eine Überbuchung gegeben hatte. Wir wären sowieso
nach Mitternacht raus und zum Flughafen, so verliessen wir um ca. 22 Uhr
das Zimmer. Dafür wurde nur eine Nacht verrechnet.
Der Rückflug war wiedermal etwas anstrengend (fehlender Schlaf) aber das
ist meist immer so....
Bemerkungen:
Einige Traveller berichten das Goa & vor allem Gokarana noch immer etwas
ruhiger ist und auch noch nicht viel mehr gebaut wurde. Die Orte sind
also ruhiger als Kerala.
Empfehlen kann ich in Südindien nach dieser Reise den Ort Varkala und
den Nationalpark Periyar bei Kumily!
Bier gabs in normalen Geschäften nicht zu kaufen und bekommt man meist
in Teetassen in den Restaurants.
Busfahren ist am günstigsten aber auch am unbequemsten!
Der Verkehr ist in Indien sowieso sehr waghalsig und es wird immer gehupt.
Zugfahren ist da viel besser aber Tickets oft vorher kaufen/reservieren!
Das Leben in Indien spielt sich fast immer auf den Strassen ab,
zumindest gehts überall, auch in den kleinsten Orten, auf den Strassen
ziemlich zu.
