es ist Ostern, die Sonne scheint und man kann herrlich darußen sitzen und endlich den längst fälligen Reisebericht schreiben
Wieder sind wir über die Feiertage "geflüchtet" um jeglcihem Weihnachtsstress, dem Winter und unendlichen Festivitäten aus dem Wege zu gehen. Nach monatelanger Vorfreude war es endlich wieder so weit…ASIEN!!!
Wie (fast) immer sind wir mit dem Air Berlin Direktflug abends von Düsseldorf gestartet um pünktlich am nächsten Morgen, halbwegs ausgeschlafen, in Bangkok zu landen. Ich weiß, es gibt zahlreiche Diskussionen hier im Forum, warum die Air Berlin so schlecht ist, dass man auf gar keinen Fall mit dieser Fluggesellschaft fliegen sollte aber: ich wohne ziemlich nah am Airport Dus, ich schlafe auf dem Nachtflug hervorragend und durchgehend, es ist mir egal ob "süß" oder "salzig", ich genieße einfach die bequeme Anreise. Und ganz ehrlich, nach meiner negativen Erfahrung mit Emirates im Januar muss ich sagen, schlechter kann ein Service kaum sein. Ich denke es gibt immer Pro & Contra, aber für mich überwiegen eben die Pros
Da wir am nächsten Tag direkt weiterfliegen wollten, haben wir die Nacht im zwar teuren, aber super praktisch gelegenen Novotel am Airport verbracht. Man läuft durch einen Tunnel wirklich direkt vom Terminal zum Hotel, dass ziemlich neu, schick und gut ausgestattet ist. Nach dem Check In haben wir uns erst mal am wunderschönen Pool entspannt und die langersehnten Sonnenstrahlen genossen.
Endlich hatte ich dann auch mal Gelegenheit den Airport Train persönlich zu testen, da es vom Hotel aus ohen Gepäck einfach die billigste und praktischste Alternative war. Also ging es bis Makassan Station, Umstieg ins MRT bis Hua Lampong, da wir mit einem Chinatown Bummel starten wollten. Wie immer hat mich die Stadt sofort in ihren Bann gezigen und verzaubert, ich bin bekennender Bangkok Liebhaber …wie ja ganz viele hier im Forum.
Der erste Hunger überfiel uns schnell und so gab’s endlich das erste obligatorische Thaifood am Straßenrand verbunden mit dem Gefühl angekommen zu sein. Nach einem kurzen Bummel über die Soi Rambuttri und einem ersten kühlen Singha in der Bar Lamphu, ging es am Abend wieder zurück ins Hotel, da sich doch der Jetlag ein kleines Bisschen bemerkbar machte. Der Airport Train war unkompliziert, leer, schnell und durch unsere Unterbringung am Airport die allererste Wahl.
Richtig früh gings am nächsten Morgen wieder zum Check In und einem Flug nach Saigon mit Air Asia. Angekommen wollten wir den direkten Anschlussflug nach Phu Quoc nehmen, der wie sich herausstellte aber um fünf Stunden verspätet war. 5 Stunden am Domestic Terminal in Saiogon schienen uns unendlich lang, die Zeit für einen Stadtbummel aber zu kurz und so schauten wir, eigentlich mehr durch Zufall (Werbeplakat der Mekong Air) nach Alternativen. Tatsächlich ging nur eine halbe Stunde später ein Flug und tatsächlich bekam ich den vollen Flugpreis, den ich bei Vietnam Airways schon vor über einem halben Jahr bezahlt hatte, am Schalter zurückerstatte…ich hatte eigentlich nur nach einer Rückbestätigung für den Rückflug gefragt, wenn man den Hinflug verfallen lässt, dass ich das Geld zurückbekommen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Um so größer die Freude, schnell zum Schalter der Mekong Air, zum Flieger gerannt, Gepäck schnell noch abgeben und 40 Minuten später waren wir schon auf Phu Quoc. Glück muss man manchmal haben.
Wir verbachten drei Tage im Beach Club um uns ein bisschen zu entspannen. Der Beach Club ist herrlich ruhig gelegen, hat wunderschöne, saubere Zimmer direkt am Strand und so stand einem Strandtag aber auch nichts mehr im Wege. Auch der nächste Tag versprach Sonne pur, die wir auch nutzen und den Tag mit Lesen, faulenzen und Massagen einfach so genossen. Abends machten wir einen Spaziergang zum bekannten Longbeach, sahen einen fantastischen Sonnenuntergang, waren aber doch froh, im so viel ruhigeren Beach Club untergekommen zu sein. Das BBQ am Abend bestätigte uns nur in dieser Meinung.
Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Moped um die Insel zu erkunden. Der traumhaft schöne Bao Sai Beach im Süden, ist noch nahezu unbebaut und man kann herrlich am Strand entlang laufen. Leider ließen meine „Freunde“, die bösen Sandflöhe“ nicht lange auf sich warten und so ergriffen wir die Flucht und „mussten“ zur Entschädigung erst mal frische Crabs essen. Die Insel ist überschaubar und die Rundfahrt schafft man gut an einem Tag. Abends fuhren wir zum Nachtmarkt und haben Seafood in allen Varianten geschlemmt.
Am nächsten Morgen hieß es schon wieder Abschied vom faulen Strandleben nehemn und nach einem kurzen Flug kamen wir wieder in Saigon an, wo wir eine Nacht im Green Suite Hotel (mitten in Pham Ngu Lao) verbrachten. Wir besichtigten das eindrucksvolle, aber auch erschütternde War Museum und gingen zum Ausgleich danach in die wunderschöne Jade Pagode. Abends gabs ein super leckeres Dinner gleich ums Eck und das erste Saigon Red Beer.
Am nächsten Morgen wurden wir von unserem Guide Hai abgeholt, der uns mit unserem Van inkl. Fahrer für die nächsten Tage ins Mekong Delta begleitete. Wir hatten eine viertägige Radtour gebucht, im Schnitt ca. 80km am Tag und das kann ganz schön lang werden auf Dauer…Wir fuhren mit dem Van zunächst einige Zeit aus Saigon raus, bevor wir auf die Mountain Bikes umstiegen und erste Bekanntschaft mit dem Delta schlossen. Es ging durch verborgene Pfade, minikleine Wege, durch sattgrüne Reisfelder, traumhaft!! Ohne Guide wäre die Tour so absolut unvorstellbar gewesen, denn ich habe mich immer gefragt, wo wir wohl auskommen würden. Wir landeten dennoch abends mitten im Nirgendwo bei einer reizenden Familie, die ein kleines Homestay betrieb. In der Küche haben wir alle zusammen das Abendessen zubereitet, Springrolls, Beef und Mekong Fisch, köstlich. Da wir ganz schön platt vom Radeln waren, ging es recht früh ins Bett.
