Den zweiten größeren Aufflug den wir unternahmen führte uns nach Mukdahan. Wir sind vor dem Lärm den ein großes Fest bei den Nachbarn von Lanees Residenz verursacht hätte ausgewichen und so hatte ich einige schöne, aufregende aber auch stressige Tage. Bin ja keine 20 mehr
Es ging am 02.11. los. Wir hatten ja Zeit und so sind wir um ca. 11.30 Uhr losgefahren. Die Landschaft in Richtung Roi Et veränderte sich von einer offenen Parklandschaft in mehr Land mit größeren Bauminseln. Von dem Hochwasser war nichts zu sehen. Reste gab es noch bei einem Stausee, der war noch sehr gut gefüllt und so kleine Häuschen die sonst wohl trocken zu erreichen sind, waren im Wasser. In manchen Feldern war der Reis geerntet um ihn trocknen zu können, in anderen lag er wie Mikadostäbe kreuz und quer, und in wieder anderen Feldern stand er als sei nichts gewesen und das waren die meisten.
Wir haben dann unterwegs gegessen und es war sehr gut. Bei den Tankstellen wo es 7 / 11 Läden gibt ist das ja meistens der Fall. Wir sind dann noch in das Tesco/Lotus in Roi Et da eine andere Bewohnerin eine Sim Card brauchte. Ich wollte eigentlich noch Geld aus dem ATM haben, aber keiner von AEON vorhanden und die anderen wollten partout nur 20 000
Weiter ging es und da gibt es einen Chedi zwischen Roi Et und Mukdahan der scheins nicht so bekannt ist und den haben wir uns angesehen. Man fährt eine Straße hoch und da sieht man eine Mauer aus den kleinen Thaiziegeln
Uns blieb die Spucke weg, welch eine Größe, welch eine Pracht. HJ der schon viele Tempel gesehen hat und eigentlich keinen mehr besuchen wollte, war so fasziniert das er jetzt unbedingt weiter wollte. Hier an der Innenseite der Mauer waren so kleine "Tischchen" mit Statuen die zwar alle gleich waren, aber unterschiedliche Inschriften hatten. Die Podeste sind mit bunten Spiegelchen beklebt und das war ein funkeln, einfach irre. Es folgte ein sehr gepflegter Garten und so haben wir die Gelegenheit genutzt mehr über den Chedi zu erfahren und haben eine Gärtnerin befragt. Also es wird seit 20 Jahren von meistens 200 Leuten (außer wenn sie mit dem Reis beschäftigt sind) daran gebaut. Es ist noch nicht alles fertig, bei weitem noch nicht und an anderer Stelle ist eigentlich schon wieder eine Renovierung fälleg, aber das stöhrt den Gesamteindruck fast nicht. Man ist einfach überwältigt. Die Farben Weiß und Gold dominieren. Die Batterie meiner Kamera hat ganz schnell den Geist aufgegeben und da ich noch nicht weis wie ich die Fotos anhängen kann, bemühe ich mich mit Worten das gesehene zu beschreiben.
Es gibt noch einige kleine Chedis im Inneren der Mauer, aber alles wird von dem großen überstrahlt. Der ist bestimmt 60 m hoch und uns fehlte die Zeit ihn einmal zu umrunden. Wir sind dann zum Eingang und in die Halle die von etlichen Säulen getragen wird eingetreten. Mir ist ein lautes bohhhh trotz des heiligen Ortes entfahren. Ein glitzern und funkeln so weit das Auge sieht. Die Säulen sind alle mit diesen Spiegelchen beklebt und wie die Wände bemalt, einfach unvorstellbar, unvorstellbar schön. In der Mitte ist dann ein "Altar" wo die Figur des Mönches steht der mit dem Bau begonnen hat und die wenigen Leute die da waren beteten vor diesem Standbild.
Die anderen sind dann nach oben gestiegen und haben erzählt das sich die riesige Halle zweimal wiederholt und das dort gerade die Spiegel geklebt werden. Im 1. Stock sind rundum kleine Fenster die alle unterschiedlich bemalt sind, das konnte ich auch von außen sehen. Es geht scheins 6 Etagen nach oben und da ist ein Schrein mit einem Fingerknochen Buddhas den der Tempel von Indien geschenkt bekommen hat. Ich bin in den Garten und da sind einige Wasserbecken mit Lotos und teilweise auch Fischen. Auch hier wieder Figuren in Gold. Bin dann zu einem Tor und das war scheins das Haupttor der inneren Mauer. Hier säumte eine 5 oder 7 köpfige Schlange die Geländer von außen und innen war sie im Maul eines Drachen. Habe mich da auf die Stufen gesetzt und versucht die Eindrücke zu verarbeiten. Plötzlich spazierten zwei Pfaue auf mich zu
Die anderen kamen zurück und wir haben gleich beschlossen diesem Chedi einen erneuten Besuch abzustatten, dann aber mit einem Picknick und einer frühen Anreise. Man kann nicht alles sehen in einigen wenigen Stunden.
Wir sind dann alle sehr beeindruckt nach Mukdahan weitergefahren. Haben im Mukdahan Grand Hotel genächtigt. Es ist auch schon ein älteres Haus und die Zimmer haben mich an die sogenannten Designer-Rooms der Best Western Hotels in den 80er Jahren erinnert. Es sind große Zimmer und recht sauber mit allem was man so braucht. Die Nacht kostete inkl. Frühstück (wahlweise American, Thai oder Continental) 1100 Baht. Der Caffee war gut, das Personal freundlich, aber wie würde man es in einem Arbeitszeugnis schreiben "stets bemüht".
Wir sind dann noch an den Mekong zum Abendessen und haben auch ein nettes Restaurant am Wasser gefunden. Das Essen war gut und es war auch gut das wir in der zweiten Reihe, vom Wasser aus gesehen, saßen. Der Wind war recht heftig und uns wurde es bald kühl.
Wir sind dann ins Hotel und zumindest ich war platt.
Das war der erste Tag, Fortsetzung folgt.



