Dengue Fieber und Malaria in den Medien

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dogmai

Re: River Kwai Jungle Rafts Saiyoke

Beitrag von dogmai »

Lui am 10.06.2005, 08:21 hat geschrieben:...die thail. Zeitungen sind voll von Malaria...jeden Tag neue Tote irgendwo.
Lui
Was ist das denn für eine Aussage zu Malaria??? Als gäbe es nur die in manchen unerkannten und deswegen unbehandelten Fällen tödlich verlaufende Tropicana. Kannst du die Zeitungen lesen, die das angeblich behaupten? Ich lese aus den thailändischen Zeitungen da etwas anderes heraus.


Thai-Schick

Re: River Kwai Jungle Rafts Saiyoke

Beitrag von Thai-Schick »

Hallo,

koennte es sein, dass hier die Malaria mit dem Dengue Fieber verwechselt wird?! Diese erscheint zur Zeit haeufiger in der Presse und ist im Gegensatz zu Malaria in ganz Thailand ein Problem.

Gruss


monika E.

Re: Dengue Fieber und Malaria in den Medien

Beitrag von monika E. »

Mache mir auch Sorgen wegen der zunehmenden Nachrichten übers Dengue-Fieber. Wie bemerkt man die beginnende Erkrankung? Gibt es außer Autan-Aktive noch Vorsorgemöglichkeiten? Sollte man Antibiotika mitnehmen?
Wie verläuft die Krankheit normalerweise ( Heimflug oder vor Ort Behandlung...)?

Wer weiß Bescheid und kann weiterhelfen? Danke
Moni


smile
Inventar
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Registriert: 09.08.2003, 15:26

Re: Dengue Fieber und Malaria in den Medien

Beitrag von smile »

Bei Erwachsenen ist eine Dengue-Erkrankung eigentlich kein größeres Problem, Ausnahme sind Kinder und ältere Menschen bzw. Menschen mit angeschlagener Gesundheit. Es läuft auf einen heftigen Fieberschub und alles was damit zu tun hat hinaus und ähnelt in den Symptomen einer Grippe

Wichtig ist das man bei den Anzeichen einer Erkältung KEIN Aspirin nimmt, sonder Paracetamol, da Aspirin das Blut dünnflüssiger macht.

Es gibt 4 Arten des Dengue Fieber, wenn man eine Art gehabt hat ist man danach gegen diese Unterart imun. Das eine Folgeerkrankung mit einer der anderen Dengue Unterarten schwerer verläuft ist eine Annahme, aber lt WHO derzeit noch nicht belegt.

Ich würde keine Medikamente mitnehmen, in einem guten Krankenhaus in Thailand bekommst Du garantiert eine bessere Behandlung, als alles was Du selbst an Dir rum doktorst ;)


Daniela

Re: Dengue Fieber und Malaria in den Medien

Beitrag von Daniela »

(at) Monika

das Auswärtige Amt schreibt folgendes über Dengue Fieber:

Die Infektion:
Die Infektion erfolgt nur durch den Stich der Überträgermücke (Weibchen von aedes ägypti bzw. albopictus). Diese Moskitos, die nicht identisch mit der Malaria-Mücke sind, stechen vorwiegend tagsüber und am frühen Abend und sind sehr charakteristisch schwarz-weiß-gestreift: sog. "Tigermücke". Sie brüten auch in kleinsten Ansammlungen von sauberem Wasser, wie z.B. Töpfe und Dosen aller Art, kleinen Wasserbecken, Kokosnußschalen oder Astlöchern oder auch in Abzweigungen von Bananenstämmen o.ä., wenn dort Wasser steht. Bei dem Stich der Überträgermücke erfolgt die Übertragung der Krankheitserreger in den Menschen, die sich dort dann weiterentwickeln können und zu einem fieberhaften und unangenehmen, gelegentlich auch gefährlichen Krankheitsbild führen.

Das Krankheitsbild:
Nach einem infektiösem Stich durch die Überträgermücke kann es nach zwei bis sieben Tagen (sog. "Inkubationszeit") zu ersten Krankheitserscheinungen kommen. Das Dengue-Fieber ist eine zunächst grippeähnliche Erkrankung mit hohem Fieber, bei der einzelne oder mehrere der folgenden Symptome vorherrschen: Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Juckreiz an Handflächen und Fußsohlen, Abgeschlagenheit, Schwindel, schweres Krankheitsgefühl. Ebenfalls auffällig, aber nicht immer vorhanden, sind ein relativ niedriger Pulsschlag und ein typischer Hautausschlag zu Krankheitsbeginn, der sich im Verlauf ändert. Charakteristisch für den Krankheitsverlauf ist eine zweimalige Fieberphase von zunächst relativ kurzer Dauer und subjektiv vollständiger Genesung, der häufig eine zweite Fieberphase für drei bis vier Tage folgt. Bei vielen Patienten wird eine nur sehr zögerliche Erholung und deutliche Stimmungsschwankungen für die Phase der Genesung ein Problem. Hat man einmal Dengue-Fieber durchgemacht, so ist man trotzdem i.d.R. nicht gegen eine neue Infektion geschützt. Als seltene Komplikation kann es zu Blutungen kommen: sog. Dengue-Hämorrhagisches Fieber, DHF, s.u.

Prophylaxe:
Eine Impfung ist nicht möglich. Man kann aber Dengue-Fieber aktiv vermeiden: Wer Mückenstiche vermeidet /vermeiden kann, bekommt auch keine Dengue-Fieber-Infektion. Prophylaktische Maßnahmen: Mückengitter, Moskitonetz über dem Bett, Klimaanlage, bedeckende Kleidung, Vorsicht bei Aufenthalten über Tag und abends im Freien (besonders Kinder). Einreiben der unbedeckten Hautstellen mit Repellentien. Bekämpfung von Mückenbrutplätzen in der näheren Umgebung: s.o. Brutplätze zerstören oder mit Insektiziden behandeln. Stehendes Wasser abführen.


PeterDieBerge

Re: Dengue Fieber und Malaria in den Medien

Beitrag von PeterDieBerge »

Hi@all

Gebe mal einen kleinen Auszug aus der SOA-Zeitung ( http://www.suedostasien-zeitung.com 22.Ausgabe) frei wieder:

"Im vergangenen Jahr wurden 38.000 Personen von der Infektion befallen, von denen 40 starben, die meisten von ihnen im Alter 10 - 14 Jahren.
In diesem Jahr sind in Thailand bereits 8.000 Menschen an Denguefieber erkrankt. Eine 26-jährige Frau, .... an Denguefieber gestorben. Dies hat die diesjährige Zahl der Todesopfer auf 16 erhöht. Der Virus breitet sich gewöhnlich in Städten aus..."


Das sind wohl offizielle Zahlen, wer weiß wie viele ......
Allerdings kann ich nicht erkennen, dass es dieses Jahr besonders schlimm ist (versteht mich nicht falsch,jeder Fall ist schlimm). Liegt wohl an der Berichterstattung.


J


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