[Reisebericht] Bangkok-Ao Nang–Ko Lanta–Bangkok

Reiseberichte der TUK TUK-Member.
Forumsregeln
Verfasste Reiseberichte von TUK TUK - Membern. Postings die lediglich einen Link zu einem Reisebericht enthalten der auf anderem Webspace liegt werden verschoben oder entfernt.
Antworten
Cadfael

[Reisebericht] Bangkok-Ao Nang–Ko Lanta–Bangkok

Beitrag von Cadfael »

Reisebericht Bangkok -Ao Nang – Ko Lanta – Bangkok (22.3-06.04.2006)
Reisebericht

Ersteinmal möchte ich mich bei allen Benutzer dieses Forums bedanken, da wir - mein Freund und ich, wir sind beide 29 Jahre alt und es war unsere 1. Thailandreise - nicht nur fast alle wichtigen Informationen aus den Beiträgen erhalten haben sondern auch, insbesondere aufgrund der tollen Reiseberichte, schon Monate vor unserer Reise in Urlaubsstimmung versetzt wurden. Dieser Bericht ist sehr ausführlich geworden, aber da ich auch Angaben zu Preisen von Unterkünften, Transfers und Ausflügen etc. gemacht habe, ist er sicherlich für diejenigen interessant, die eine änliche Route wählen.
Am 21.03.06 um 20.55 Uhr ging unser Flieger mit Thai Airways von Franfurt aus nach Bangkok. Gebucht haben wir diesen über http://www.aeroplan.de (ist sehr zu empfehlen, immer gute Preise und nette Mitarbeiter). Wir hatten Glück und konnten noch zwei Flugtickets für das Frühjahrsspezial für EUR 521,-- (inkl. aller Gebühren) ergattern. Der Flug war sehr angenehm, das Flugzeug recht neu und mit ausreichend breiten Sitzen ausgestattet, das Personal war überaus zuvorkommend und das Essen war - für Flugzeugessen - ausgezeichnet. Als Unterhaltungsprogramm standen festgelegte Spielfilme zur Verfügung, die man aber eigentlich nur richtig genießen konnte, wenn man im Mittelgang oder direkt vor einem kleineren Bildschirm saß, da man sonst nur eine sehr eingeschränkte Sicht hatte. Das könnte man auch als einziges kleines Manko von Thai Airways ansehen. Bei Sri Lankan Air z.B. hatte jeder Sitz einen eigenen Bildschirm und eine Spielekonsole, man konnte aus mehreren Filmen und etlichen Spielen wählen, das war schon richtig toll. Sri Lankan war eindeutig die beste Airline, mit der wir je geflogen sind.
Insgesamt haben wir für die 14 Nächte inkl. aller Flüge und weiteren Transfers, Übernachtungen, Essen, Ausflüge, also für alles - außer einkaufen - pro Person knapp 1.200,-EUR benötigt und wir haben wirklich nicht gespart... Wenn man nicht so viele Ausflüge macht, für die man im Schnitt 15 EUR/Tag/Person rechnen muss, und noch etwas günstigere Hotels wählt - unsere lagen schon im guten Mittelfeld - kann man mit noch weniger Geld auskommen und das, ohne in einer Bambushütte schlafen und sich 15 Tage lang nur von gebratenem Reis ernähren zu müssen. Man kann es sich richtig gut gehen lassen, sich kaufen, was man möchte ohne sich - wie in Italien z.B. - wieder ärgern zu müssen, dass man für den Cappuccino an der Strandpromenade im Extremfall soviel bezahlt, wie für eine Pizza in einem netten Restaurant außerhalb. Würden die Restaurants in Thailand das Doppelte verlangen, wäre es immer noch weniger als in Europa und wir würden es nicht als Abzocke empfinden. Das macht das Reisen natürlich auch sehr angenehm. Dazu trägt auch bei, dass - jedenfalls in den Gegenden, die wir besucht haben - man wirklich immer sehr leicht ein Geschäft, ein Restaurant oder einen Essenstand erreichen konnte. Auch das Transportnetz – egal ob Flugzeug, Fähre, Bus, Taxi – ist sehr gut ausgebaut, günstig und einfach zu buchen. Dies, die Größe des Landes und die wirklich tolle, abwechslungsreiche Natur und Kultur machen Thailand unserer Meinung nach zu einem einzigartigen Reiseland, das wir ganz sicher noch mehrmals besuchen werden. Viele der Menschen, die wir kennen gelernt haben, waren bereits mehrfach dort, nicht wenige sogar über 10 Mal! Mit Ao Nang und Ko Lanta waren wir ja in einem Gebiet Thailands, das vom Tsunami betroffen war, und wir waren erstaunt, dass man wirklich gar nichts mehr davon gesehen hat. Palmen und sonstige Bäume in Ufernähe stehen noch, man sieht keine kaputten Häuer, Strandbuden etc. und auch die Unterwasserwelt ist intakt. In Khao Lak hingegen waren die Schäden sehr viel schlimmer und wie man uns erzählte, dauern die Aufbauarbeiten hier teilweise immer noch an, aber auch hier könne man bereits wieder sehr gut Urlaub machen, insbesondere als Ausgangspunkt für Tauchtouren zu den Similanislands wurde uns Khao Lak empfohlen.
Am 22.03.06 kamen wir relativ ausgeschlafen um 13.30 Uhr in Bangkok an. Die Hitze und der Lärm außerhalb des Flughafengebäudes waren erst einmal ein Schock, aber wir waren angenehm überrascht, wie fast generalstabsmäßig die Taxiverteilung hier abgewickelt wurde. Wir wurden auch von ein paar Reiseveranstaltern angesprochen, die uns irgendetwas verkaufen wollten, aber sie waren alle nicht aufdringlich. Nach ca. 35 min erreichten wir über den Tollway (so heißt die gebührenpflichtige Autobahn hier, kostet 1-1,5 EUR mehr, geht aber auch um einiges schneller, insgesamt haben wir 8 EUR für die Fahrt bezahlt) den Stadtteil „New Petchburi Road“. In Städten genügen uns Mittelklassehotels in guter Lage, da man i.d.R. nur wenige Stunden dort überhaupt verbringt. Unser Hotel, das Classic Place, hatten wir aufgrund verschiedener Empfehlung in Internetforen gewählt und über Meiers Weltreisen online gebucht, da der Preis mit EUR 18,- für Doppelzimmer + Frühstück unschlagbar war, auch die Abwicklung über Meiers war unkompliziert, wir haben umgehend eine Rechnung behalten, diese bezahlt und die Vouchers zugeschickt bekommen. Für den Preis war das Hotel gut, aber die Zimmer waren schon etwas alt, doch immer sehr sauber und auch das Frühstücksbuffet war umfangreich und qualitativ sehr gut. Die Lage war auch ok (zu Fuß 3 min zum Linienboot am Klong u. zur U-Bahnstation, 20 min Fußweg zur BTS Skytrain (Nana) u. ins Viertel Sukhumvit. Das nächste Mal würden wir jedoch ein Hotel noch näher zur Skytrain wählen, da auch schon 20min bei 42C und mit Einkaufstüten bepackt recht anstrengend sein können.... Ein Taxi kostet zwar kaum etwas, ist aber aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens meist die schlechtere Alternative. Das war auch das allgemeine Problem für uns in Bangkok: der Verkehr, die Hitze und vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit. Alles was an Skytrain od. Klong bzw. Fluss angebunden war, konnte man bequem erreichen, darüber hinaus wurde es jedoch anstrengend. Insbesondere im „alten Viertel“, das vom Chao Phraya Fluss umschlossen ist und wo man die meisten Tempel u.Ä. findet – Grand Palace, Wat Po, Khao San Road, Chinatown etc. - gibt es diese Fortbewegungsmittel nicht. Die Entfernung sind jedoch ebenfalls nicht zu unterschätzen – bei einer 10 Millionen-Stadt auch nicht verwunderlich – sodass man nach einem einstündigen Fußmarsch durch die drückende, schweißtreibende Hitze schon mal aus Verzweiflung ein Tuk-Tuk bis zur nächsten Skytrainstation nimmt, mit dem Ergebnis, 1. zu viel bezahlt zu haben, 2. die halsbrecherische Fahrt nahezu nicht überlebt haben und 3. aufgrund des direkte Kontakts mit den Abgasen mit leicht schwarzgefärbten Beinen aussteigen zu müssen (Feinstaub ist in Bangkok wirklich kein Thema!!!). Ansonsten ist es eine erstaunlich saubere Stadt, egal in welchem Viertel und das trotz der vielen Hunde. Die Tempel sind alle insbesondere ob ihrer goldenen Verzierungen äußerst beeindruckend, ebenso wie die riesigen Einkaufpaläste und Wolkenkratzer im neuen Teil der Stadt. Gleich am ersten Tag waren wir bei Gulatis Fashion, (Sukhumvit Soi 3, Corner shop) einem Schneider, den wir aufgrund positiver Erwähnungen in Internetforen ausgewählt haben, wir können ihn auch guten Gewissens weiterempfehlen. Das ganze Geschäft machte einen sehr seriösen Eindruck, wir waren insgesamt vier Mal dort, immer waren andere Kunden da, auch gut gekleidete Geschäftsleute, uns wurden jedes Mal Getränke serviert und bereits beim zweiten Besuch haben sie uns mit unseren Namen angeredet. Billig war es nicht, aber da wir ein so gutes Gefühl hatten, ist mein Freund trotzdem in einen absoluten Kaufrausch verfallen. Er hat gleich nach dem besten Stoff gefragt, drei verschiedene Farben ausgesucht und sich zwei 2-Teiler und einen 3-Teiler sowie noch sechs Hemden schneidern lassen. Ich war irgendwie nicht in Kauflaune und habe mir „nur“ einen klassischen, grauen Nadelstreifen-Hosenanzug machen lassen. Als „Geschenk“ erhielten mein Freund drei Seidenkrawatten und ich eine Pashmina. Bezahlt haben wir für alles insgesamt 860 EUR, das ist schon viel Geld, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden, da alles gut passt und den Eindruck macht, hochwertig verarbeitet zu sein.
Am zweiten Tag fuhren wir mit einem Linienboot in den alten Teil Bangkoks und schauten uns den Golden Mount, mehrere kleinere Tempel, die Khao San Road und Chinatown an. Alles war sehr interessant aber die Hitze und die Entfernungen haben uns schon ganz schön zu schaffen gemacht. Völlig erledigt und schmutzig sind wir mittags noch zu einer Anprobe zu unserem Schneider, dann schnell wieder ins Hotel, um die Koffer zu holen und weiter an den Flughafen, da wir um 17.05 Uhr nach Krabi fliegen wollten. Aufgrund des mörderischen Verkehrs an diesem Tag benötigten wir anstatt der uns von unserem Schneider prognostizierten 40 min mehr als doppelt so lange zum Flughafen für Inlandsflüge und sahen uns schon eine weitere Nacht in Bangkok verbringen, aber der Air Asia Flug hatte zum Glück etwas Verspätung und so durfte wir noch 20 min vor Abflug einchecken (man muss eigentlich 45 min vorher da sein, sonst verliert man seinen Anspruch auf den Platz in diesem Flugzeug). Es gab keine festgelegten Sitzplätze und kein Essen, aber das Flugzeug sah sehr neu aus und für 65 EUR p.P. Hin-und zurück kostete dieser Flug fast die Hälfte weniger als ein Flug mit Thai Airways. Gebucht haben wir online (ich glaube, es geht gar nicht anders). Es hat etwas lange gedauert, bis wir eine Bestätigung bzw. die e-tickets bekommen haben, aber wir würden trotzdem jederzeit wieder mit Air Asia fliegen.

Nach 80 min landeten wir um ca. 18.45 auf dem Flughafen in Krabi. Alles war ebenfalls so gut organisiert wie in Bangkok, es war nur weitaus weniger los. Für 300 Bath (ca. 7 EUR) fuhr uns ein sehr netter Taxifahrer in unser Resort in Ao Nang. Leider regnete es sehr stark, aber unser Hotel, das Somkiet Buri (EUR 47,-- für ein Superior Zimmer, gebucht bei http://www.asiarooms.com, hier würde ich auch jederzeit wieder buchen) entschädigte uns von der ersten Sekunde an für dieses Wetter. Zusammenfassend kann man sagen: eine wunderschöne, dschungelartige, sehr gepflegte Anlage mit 13 doppelstöckigen Bungalows, mit jeweils zwei – oben und unten – sehr großen, geschmackvoll eingerichteten Zimmern (mind. 24 m2, sehr gute Matratzen, Klimaanlage, Minibar, eine große, überdachte Terrasse/Balkon, ein tolles Badezimmer mit Orchidee an der Badewanne, man erhielt tgl. 2 Flaschen Wasser und einen Obstkorb). Ein kleiner, sehr schön angelegter kleiner Pool, ein Bach, ein kleiner See, viele tropische Pflanzen, ein Spa und ein wirklich ausgezeichnetes Restaurant mit dazu noch fast unschlagbaren Preisen vervollständigen das Resort. Nur 200 m von der Hauptstraße und einer kleinen „Kneipengasse“ ist das Somkiet Buri in Mitten des recht lebhaften Ao Nang eine Oase der Ruhe und uneingeschränkt zu empfehlen. Des Resort wird von Thailändern muslimischen Glaubens geführt, aber mittlerweile kann man sogar sein Bier zum Abendessen bestellen. Härteren Alkohol gibt es in Bars und Restaurants, die in drei Minuten zu Fuß erreichen sind oder man kauft sich das gewünschte Getränk in dem ebenfalls drei Minuten entfernten Supermarkt „7 Eleven“, der 24 h geöffnet hat, und genießt seinen Drink auf der eigenen Terrasse mit Blick auf die sagenhafte Natur. Unterhalten wird man hierbei von Grillen, Vögeln und Fröschen; Stechmücken haben wir während unseres ganzen Aufenthalts jedoch fast keine gesehen (äußerst verwunderlich, dass es in diesem feuchtwarmen Klima nicht vor Moskitos wimmelt). Die Angestellten waren durchweg freundlich und hilfsbreit, aber eher unaufdringlich, was mir persönlich lieber ist, aber manch Einer als Unfreundlichkeit oder Desinteresse interpretieren würde. Man hat immer alles erhalten, wonach man gefragt hat, aber ohne Aufforderung wurde z .B. kein Kaffee nachgeschenkt. Das Frühstück nahm man in Mitten der üppigen Natur ein; es war immer sehr gut und ausreichend (Buffet). Wir haben über die Rezeption fast alle unsere Ausflüge gebucht, was den Vorteil hatte, am Schluss eine größere Rechnung mit der Kreditkarte bezahlen zu können. Ansonsten gab es auf der ca. 1 km langen Hauptstraße die zur ca. 500 m langem Strandpromenade führt alle 50 m eine ATM-Geldautomaten sowie zahlreiche Reiseagenturen und was man sonst noch so als Tourist benötigt - oder auch nicht benötigt…. Hotels, Gästehäuser und Restaurants wechseln sich ab mit Schneidern, Internetcafes, Reiseagenturen und Geschäften aller Art und auch Massagesalons und Spas findet man selbstverständlich reichlich. Hier hat sich mein Freund bei dem Schneider Armani (Die anderen hießen Versace, Gucci & Co) einen Kaschmirkurzmantel schneidern lassen, wir würden diesen Laden jedoch nicht empfehlen. Der Inhaber war ständig schlecht gelaunt und regelrecht unfreundlich und bei der letzten Anprobe hat der Mantel nicht mal gepasst. Nach letzten Änderungen ist er schon i.O., aber woanders wird man bestimmt netter bedient. Ao Nang kann man schon als recht touristisch bezeichnen, aber dies macht einen Aufenthalt auch sehr bequem, da es alles gibt und ruhige Plätze findet man sowohl auf den vorgelagerten Inseln, die man mit Longtailbooten einfach erreichen kann oder im wunderschönen, abwechslungsreichen Hinterland.
Da das Wetter in den ersten Tagen nicht so gut war (meist bedeckter Himmel nachmittags, abends manchmal sogar etwas Regen) haben wir an unseren ersten drei Tagen „nur“ Landausflüge gemacht. Am ersten Tag haben wir die nähere Umgebung zu Fuß erkundet und am zweiten Tag entschieden wir uns für eine Dschungeltour in den Klongtom Nationalpark (Regenwald); die Tor kostete 950 Bath, also ca. 20 EUR, pro Person und wir hatten einen Führer für uns alleine, das war wirklich toll. Die Tour beinhaltete den Besuch heißer Quellen, mehrerer Wasserfälle und der berühmtem Tiger Cave, wobei wir die über 1200 Stufen zu dem Tempel nach dem mehrstündigen Fußmarsch über Stock und Stein leider nicht mehr bewältigen konnten... Nachdem wir gehört haben, dass der Blick von dort oben atemberaubend sein soll, haben wir das im Nachhinein jedoch etwas bedauert.
Am nächsten Tag war das Wetter immer noch nicht perfekt genug für einen Bootsausflug, sodass wir uns die „James-Bond-Tour“ ausgesucht haben. Dies war sicherlich der „touristischste“ Ausflug, den wir unternommen haben, aber auch hier gab es nicht die Touristenmassen, die wir eigentlich erwartet haben, die Landschaft in der Phang Nga Bucht ist wirklich sehr beeindruckend und die Tour auf jeden Fall zu empfehlen (auf eigene Faust ist es recht schwierig und auch teurer, hier nur 950 Bath pro Person inkl. Essen u. Trinken). Von Ao Nang aus wurden wir in ca. 2 h in einem kleinen 9-Sitzer-Bus in die Phang Nga Bucht gefahren, dort mit einer weiteren kleinen Gruppe in ein Longtailboot umgeladen und innerhalb von 3-4 Stunden erst durch die Bucht mit den vielen charakteristischen Kalksteinfelsen zu einer gebracht, vor der der Kao Tapoo liegt, der James-Bond-Felsen, der Schauplatz des Filmes „Der Mann mit dem goldenen Colt“ war (im Film wirkt der Felsen jedoch weitaus größer!). Danach ging es in das - wie es ein Reiseführer bezeichnet hat „Abfütterungsdorf“ auf der Insel Koh Panyee, in dem ein Volk von Seenomaden nun primär davon lebt, Touristen ein Mittagessenn zu servieren. Hier waren zur Mittagszeit vielleicht 200 – 300 Personen auf die verschiedenen Fischrestaurants verteilt, aber richtig schlimm war auch das nicht, wir haben dort Franzosen von einer anderen Tour kennen gelernt und uns während des Essens sehr gut unterhalten. Nach dem Essen besichtigten wir noch einen Tempel (Wat Suwankuha) und den Manora-Wasserfall. Insgesamt ein wirklich gelungener Ausflug, wenn auch mit etwas zu vielen verschieden Stationen.
An unserem vierten Tag haben wir ein „Linien-Longtail-Boot“ von Ao Nang aus über den Phra Nang Beach nach Railey-Beach-West genommen (ca. 3 EUR p.P. Hin- und zurück) und haben den Tag mit dem Erkunden der „Halbinsel“ – man kann zwischen Railey-East und Railey-West und dem Phra Nang Beach in jeweils ca. 10-20 min hin und herlaufen - verbracht. Railey-East ist insgesamt extrem schmutzig und bei Ebbe sogar gar nicht mehr vorhanden, auch Schwimmen ist nur bei Flut möglich. Diese Ecke ist wirklich nur etwas für Kletterer, die dort jedoch sehr gute Bedingungen vorfinden. In Railey-West gibt es einige nette Bungalowanlagen und auch Restaurants und Supermärkte, aber richtig überzeugt waren wir hiervon auch nicht; auch hier lag auf den Wegen manchmal Müll und es war insgesamt ziemlich viel los. Der Strand ist ganz ok, aber man liegt direkt vor Restaurants oder Bungalows und Schattenplätze haben wir auch keine gefunden. Für 1-2 Stunden kann man es jedoch gut dort aushalten und die grandiose Aussicht auf die vorgelagerten Inseln genießen. Sehr gut gefallen hat es uns am Phra Nang Beach. Auch hier waren ziemlich viele Leute, aber es gab noch genug Platz und der Strand ist optisch sehr schön, es gibt etwas Schatten, das Wasser ist sagenhaft klar und die Landschaft mindestens genauso beeindruckend wie am Railey-West. Hier konnte man auch an kleinen Ständen Sate-Spieße oder gebratenes Huhn und Obst für ein paar Euros erstehen, sodass man gut einen ganzen Nachmittag hier verbringen kann.
Nun blieb uns nur noch ein letzter Tag in Krabi und es gab leider noch so viel anzuschauen! Nach längerem Hin und Her haben wir uns für die 5-Island-Tour entschieden (auch aufgrund mehrerer positiver Berichte im Internetforum!!). Es war ein toller Tag auch weil das Wetter gestimmt hat, aber eigentlich ist die Tor nicht zu empfehlen, es kostet 450 bath zzgl. 200 bath Eintritt für den Hong Island Nationalpark, also nicht billig, wir waren zu ca. 10 auf einem Longtailboot, das war i.O., aber bis zum Essen haben sie keine Getränke raussgerückt, dann auch nur eine kleine Portion Hünchencurry (in der Plastiktüte!!!) mit Reis und enddlich Wasser, das Essen war schon ok, schlimmer war, dass die Fahrt zu den einzelnen Inseln so lange dauerte, dass wir im Schnitt nur 30 min jeweils bleiben konnten. Außerdem war das Wasser teilweise recht schmutzig bzw. es herrschte schlechte Sicht unter Wasser (wir haben versucht zu schnorcheln, aber außer einer Qualle und ein, zwei Fischen haben wir nichts gesehen...) und die Strände sehen auf Fotos auch besser aus als in Wirklichkeit!! Also, beim nächsten Mal würden wir max. die 4-Islandtour machen bzw. nur mit einer „selbstorganisierten Tour“ (es gibt Linien-Longtailboote und man kann sich Boote charten, das kostet jedoch ca. 1000 Bath) zu den Ao Nang direkt vorgelagerten Inseln, z.B. Ko Poda oder Chicken Island fahren, da hat man sicherlich mehr davon. Wir würden definitiv wieder für ein paar Tage nach Ao Nang gehen, um noch die übrigen Sehenswürdigkeiten und Inseln um Ao Nang herum besuchen zu können. Danach wäre jedoch der hauptsächliche Anreiz für mich das Hotel Somkiet Buri, ansonsten ist es kein Ort, zu dem wir mehrmals reisen, würden, dazu ist doch ein ganz klein wenig zu viel los...

Ganz anders haben wir Ko Lanta empfunden, hier kann man einfach entspannt Urlaub machen, seine freie Zeit richtig genießen. Schon bei der Fährüberfahrt wurde man in diese Stimmung versetzt (Bezahlt haben wir ca. 7 EUR/Person, die Fähre fährt täglich um 10.30 Uhr). Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir in ca. 1,75 h mit vielen Rucksacktouristen (die sich bei glühender Hitze teilweise mit einem Bier in der Hand aufs Deck in die pralle Sonne setzten, während wir uns sofort in die klimatisierte Innenkabine zurückgezogen und diese auch nur zum fotografieren verlassen haben!) und Einheimischen vorbei an unzähligen kleinen Inseln durch die Andamanensee nach Ko Lanta. Schon die „Hauptstadt“ Saladan sah verschlafen aus und nach dem sich die am Pier auf die Fähre wartenden Taxis, TukTuks und Mopes - die Ankunft der Fähre versprach ihnen das Geschäft des Tages – auf den Weg zu den unterschiedlichen Unterkünften gemacht haben, wirkten die Straßen auch wieder wie leergefegt. Ko Lanta hat uns sehr gut gefallen, es war eine wirklich perfekte Woche, wir kommen ganz sicher wieder einmal auf diese Insel zurück. Die Menschen waren alle freundlich, es herrschte eine sehr entspannte, friedliche Stimmung. Die Insel ist recht groß (ca. 30 km lang und bis zu 5 km breit) und man kann auf und um die Insel herum sehr viel unternehmen, sieben Tage waren einfach zu wenig. Die Landschaft ist üppig und grün, es gibt einige nette Orte, eine große Auswahl an Restaurants und Geschäften, aber alles ist viel ruhiger und weniger touristisch als in Ao Nang. Wir waren am Ende der Hauptsaison, wie man uns sagte, es war noch alles offen, aber es wurden z.B. keine Partys mehr veranstaltet, das Wetter war durchweg gut und die Strände waren fast überall recht leer, es war für uns wirklich optimal. Unser Bungalow (Lanta Garden Hill, gebucht über http://www.asiarooms.com) lag direkt am Strand, wirklich eine super Lage, wir haben nichts Vergleichbares gesehen (in Bezug auf Preis-Leistung in einer Preisklasse bis ca. 50 EUR/Zimmer, für mehr Geld gab es natürlich noch etwas Besseres...). Es gab nur 3 Bungalows und wir hatten sogar noch den in der ersten Reihe... 10 m davor war ein kleiner Massagestand, der von einer sehr netten Thailänderin geführt wurde, und direkt davor das Meer… Von unserer kleinen Terrasse aus konnten wir sagenhafte Sonnenuntergänge betrachten. Der Bungalow war recht klein und auch schon etwas älter, aber immer sauber und mit Klimaanlage, Kühlschrank und separatem Bad absolut ausreichend eingerichtet. Für 26 EUR/ÜF ein wirklich ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu empfehlen wären noch das Relax Bay Resort, eine wirklich nette, stimmige Anlage in ordentlicher Lage (nur ca. 1,5 km weg von unserm Bungalow) an schönem Strand, hier gab es zwei direkte Beachfront-Bungalows. Das Narima Resort ist sicher immer noch eine gute Wahl, aber es liegt schon etwas weit weg von den Hauptstränden bzw. -orten und es ist in Wirklich nicht so schön, wie man es nach dem Betrachten der Internetseite und der vielen Bewertungen erwartet; insgesamt weist die Anlage schon einige Gebrauchsspuren auf und bei Ebbe ist überhaupt kein Strand mehr vorhanden, man blickt auf eine große Fläche schwarzer Gesteinsbrocken, das ist wirklich kein hübscher Anblick… Von der Lage her können wir den Long Beach (Phra-Ae Beach) nur empfehlen, da es uns wichtig ist, insbesondere auch abends ein Restaurant oder ein Geschäft zu Fuß erreichen zu können. Trotzdem ist hier immer noch recht wenig los, in jedem Fall weniger als am Klong Dao Beach, der uns aber optisch auch sehr gut gefallen hat. Am Long Beach gibt es noch einige nett aussehende Anlagen, erinnern kann ich mich z.B. noch an das Good Days Chalet und das Holiday Villa Resort an der Ecke zum Klong Dao Beach).
Neben unseren drei Bungalows waren rechts und links kleine, sehr einfache Bungalowanlagen mit einer Strandbar und einem Restaurant und 150 m entfernt an der Hauptstraße gab es einen 24 h geöffneten Supermarkt, weitere Restaurants sowie kleine Geschäfte. Auch zum Frühstück mussten wir nach oben, da der Großteil des Lanta Garden Hill, wie der Name schon sagt, am Hang oberhalb der Hauptstraße liegt. Wenn man keinen Wert darauf legt, direkt am Strand zu wohnen, ist diese gepflegte und doch günstige Anlage mit Pool und Restaurant und großen Steinhäusern sicherlich eine gute Wahl. Der Phra-Ae Beach rechts neben unserem Bungalow hatte als sehr großes Manko – wie fast alle Strände, die wir in Thailand besucht haben – den absoluten Mangel an Schattenplätzen. Nur in unmittelbarer Nähe des Bungalows konnte man auf einer Wiese unter Palmen Schatten finden.
Gleich am ersten Nachmittag machten wir etwas weiter unten am Strand in der Nähe des Long Beach Resorts die Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter der Tauchschule Kontiki, bei dem wir nicht nur gleich drei Schnorchelausflüge buchten sondern mit dem wir uns an diesem Tag bis nach Sonnenuntergang unterhielten und über den wir die sehr netten Besitzer des dortigen Cafes („Coffee Asylum“) einen Amerikaner und seine thailändische Frau, kennen lernten. Hier trafen wir uns an fast allen folgenden Abenden zum Sonnenuntergang oder Essen und kamen mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch, ein norwegischer Student, der mit den Zug (!!!) nach Thailand gekommen war, ein englisches Ehepaar im Ruhestand, weitere Mitarbeiter der Tauchschule usw.. Jeder hatte seine Geschichte zu erzählen und insbesondere diese Gespräche machten für uns die Zeit auf Ko Lanta zu etwas ganz Besonderen.
Tagsüber machten wir entweder die Schnorchelausflüge oder erkundeten die Insel mit einem gemieteten Motorrad. Man kann alle paar Meter an der Hauptstraße für ca. 4-5 EUR am Tag eines mieten, eine Tankfüllung kostet ca. 1 EUR und reicht 2-3 Tage, es ist also nicht nur eine sehr bequeme sondern auch eine sehr günstige Fortbewegungsmöglichkeit. Man muss schon etwas schauen, damit man kein defektes Moped angedreht bekommt, am besten eine Automatik nehmen, das sind die Neusten, wir haben diesen Rat befolgt und hatten auch immer Glück. Die Insel ist sehr gut für solche Ausflüge geeignet und zu 95% sind die Straßen in gutem Zustand und fast überall geteert, nur im ganz tiefen Süden wird es etwas haarig, da die dort ungeteerte Straße sehr tiefe Schlaglöcher aufweist. Wir sind einmal bis zum letzten Resort, dem Bamboo Bay Resort (toller Strand, die Bungalows ok, aber da sitzt man wirklich fest, ohne Auto wäre das für mich viel zu abgelegen). Die Strände, die man noch einigermaßen gut (d.h. auch schon ungeteert und mit Schlaglöchern, aber noch einigermaßen befahrbar…) erreichen konnte, waren aber auch absolut traumhaft und in der Regel menschenleer. Man konnte immer an der Anzahl der Mopes oben am Hang sehen, wie viele Personen unten am Strand sind… Meist waren wir alleine, konnten uns jedoch oft nicht länger als 1-2 Stunden aufhalten, da es auch hier kaum Schatten gibt. Wirklich toll sind der Nui Beach und der Klong Jark Beach. Unser Lieblingsstrand war jedoch der Kantiang Beach an dem das Pimalai Resort liegt (http://www.pimalai.com/). Die Bucht ist sehr groß und sie wird fast nahezu von dem Resort umschlossen, aber der Strand ist öffentlich und - jedenfalls als wir dort waren - fast leer. Das äußere Ende, an dem nur noch ein paar exklusive Strandhäuser des Pimalai Resort liegen, ist der letzte Strandabschnitt vor der Buckelpiste, es gibt einen großen, schattenspendenden Baum und ein ganz tolles Restaurant, das „Same Same but Different“, geführt von einer sehr netten Thai-Familie, man sitzt direkt am blütenweißen Strand mit Blick auf das sagenhafte Blau des Wassers und sieht am Horizont die Umrisse der Insel Ko Ha. Wir haben zwei Mal für umgerechnet jeweils zwei EUR zu Mittag gegessen und es war wirklich jedes Mal sehr gut. Für Mittags ist das eindeutig die beste Wahl.
Die Schnorchelausflüge mit Kontiki kosten ca. 25 EUR p.P/Tag und sind uneingeschränkt zu empfehlen. Man wird morgens vom Hotel abgeholt, bekommt ein Frühstück auf dem Schiff, geht vormittags einmal schnorcheln – mit Schnorchelführer wenn gewünscht – isst gemeinsam zu Mittag und kann dann noch eine weitere Stunde ins Wasser. Wir haben zweimal Ko Ha und einmal Ko Bida/PhiPhi besucht und an allen Plätzen sehr klares Wasser und eine erstaunlich intakte Unterwasserwelt vorgefunden (Große Fischschwärme, Schlangen, Skorpionfische und Feuerfische; leider keine Walhaie oder sonstige Haie, die man hier angeblich häufig zu dieser Jahreszeit zu Gesicht bekommt). Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass man zwar schon bemerkt hat, dass Ko Lantas Bevölkerung zu 95% muslimischen Glaubens sind, z.B. gab es meherere Moscheen und nur noch wenige Geisterhäuser vor den Wohnhäusern, aber es ist einem nicht "unangehmen" aufgefallen. Ich habe ein paar Frauen mit Kopftuch gesehen und das wars dann auch schon. Also keine Rede davon, dass man sich fühlt wie in Ägypten - das hat jemand hier oder in einem anderen Forum mal geschrieben!

Nach fast sieben Tagen auf Ko Lanta sind wir abends zurück nach Bangkok geflogen und haben dort noch zwei weitere Nächte im Classic Place verbracht Den vollen Tag, der uns noch zur Verfügung stand, haben wir für ausstehende Besichtigungen (Blumenmarkt, Wat Po, Siam Square und MBK Shopping Center) genutzt und wir haben bei unserem Schneider unsere Kleidung abgeholt.
Am 06.04.06 ging es um 11:20 Uhr zurück nach Frankfurt und wir waren diesmal besonders traurig darüber, nach Hause zurückgehen zu müssen. Auf den Malediven z.B. hat es uns sehr gut gefallen, aber nach zwei Wochen auf einer kleinen Insel reicht es dann doch, da man dann alles über und unterhalb des Wassers in- und auswendig kennt. In Thailand hingegen kann man so viele unterschiedliche Dinge unternehmen, dass wir problemlos noch weitere Wochen dort hätten verbringen können. Vielleicht können wir ja im Herbst bereits wiederkommen...


Yvonne

Re: [Reisebericht] Bangkok-Ao Nang–Ko Lanta&#8

Beitrag von Yvonne »

Hi Cadfael,

ein sehr schöner Reisebericht, danke für die vielen tollen Infos :P
In diesen zwei Wochen habt ihr ja nun schonmal einen ersten Eindruck von dem wunderschönen Thailand bekommen. Wahrscheinlich sitzt ihr schon zu Hause und überlegt wo es das nächste mal hingehen soll... 8)
So geht es mir zumindest immer.

ciao, Yvonne


MaZe

Re: [Reisebericht] Bangkok-Ao Nang–Ko Lanta–Bangkok

Beitrag von MaZe »

Cool - so trifft man sich wieder. Glaube wir haben mit Euch die 5-Island-Tour in AoNang gemacht. Check PN. :D


Sanogo

Re: [Reisebericht] Bangkok-Ao Nang–Ko Lanta–Bangkok

Beitrag von Sanogo »

Fand den Bericht auch sehr klasse. Werden im November eine ähnliche Route nehmen, jedoch soll der Koh Sok NP (inkl. 2-3 Übernachtungen, wenn ich mal ne Seite mit accomodations finde) dabei sein. Hoffe mal, dass sich das auch realisieren lässt!


Hat mir wirklich geholfen !!! :!:


Antworten