Wir (mein Mann Wolfgang und meine Wenigkeit) sind am 18. Juni bei wunderschönem Sommerwetter von München nach Bangkok mit der Thai geflogen. Wir konnten auch unser Gepäck gleich nach Samui durchchecken lassen, da wir das E-Ticket für die Bangkok Air mithatten. Alles ganz easy und keine Gepäcksorgen mehr bis Samui.
Vor dem Boarding haben wir beim schnell noch ein Paar rauchen zwei Bayern (Martina und Helmut) kennen gelernt, die auch an den Bohputstrand wollten. Und zwar ins Lawana zwei Anlagen neben uns. Wir hatten ja bei Tui bereits für die ersten vier Nächte im Peace-Resort vorgebucht.
Der Flug mit der Thai war wieder sehr gut. Zum Essen gab es entweder Fisch oder Lammfilet, welches uns sehr gut geschmeckt hat (für ein Flugzeugessen wirklich 1A). Nach dem Essen haben wir uns jeder eine (ganz leichte) Schlaftablette gegönnt und wir haben fast 8 Stunden durchgeschlafen. Die zwei Bayern sind anscheinend öfters vorbei gekommen und waren ganz neidig, da sie einfach nicht schlafen konnten. Kurz bevor das Frühstück gereicht wurde, sind wir dann wach geworden und haben uns dann freudig über ein leckeres Omelett mit Gemüse hergemacht.
Die Landung in Bangkok war überpünktlich um ca. 12.40 und wir sind dann sofort zum Schalter der Bangkok Air gegangen. Wir waren auf den Flug um 15.20 gebucht und haben angefragt, ob wir mit einer früheren Maschine fliegen könnten. Nach zwei Telefonaten, ob das mit unserem Gepäck in Ordnung geht, waren wir auf die Maschine um 14.30 umgebucht und konnten relaxt noch kurz in der Bangkok Air-Lounge platz nehmen.
Der Flug mit der Probellermaschine war ganz gemütlich und es gab schon wieder etwas zum Essen.
Da wir erst in Samui nach Thailand einreisten, hatten wir ein Transfer-Pickerl am Shirt kleben und wurden in Samui zum internationalen
Teil gebracht. Wir waren nur ca. 20-30 Leute also waren wir schnell durch die Passkontrolle und nach einigen Minuten war das Gepäck auch schon da.
Also raus und ein Taxi gesucht. Die Mafia schlug mal wieder zu. Die wollten am Anfang nach Bohput 600 Baht. Da alle das Selbe wollten, war schwierig handeln, aber ich sagte mehr als 250 zahlen wir nicht. Nach einigem Gezehter sagten sie o.k und wir wurden zu einem Minibus gebracht. Nach einiger Zeit kam dann einer und sagte wir müssten in einen anderen Bus umsteigen und für 300 Baht würde er uns sofort fahren, für 250 müßten wir warten, bis er andere Leute findet. Ich sagte ihm er sei Mafia und nach Beratschlagung mit meinem Mann gaben wir uns geschlagen. Es geht mir ja nicht um den einen Euro, es geht ums Prinzip. Aber egal.
Wir kamen also ins Peace-Resort, welches wenn man von der Straße hinkommt eher einen bescheidenen Eindruck macht. Zuerst ein Stück Asphalt mit Parkplätzen und dann auf einmal eine Sandstraße. Wir also mit unseren Trolleys über den Sand zur Rezeption. Wir wurden mit einem herzlichen Lächeln, einem eisgekühlten Handtuch und einem kalten Getränk begrüßt. Herz was willst Du mehr.
Die Anlage ist mit vielen Pflanzen und netten Bungalows schön anzusehen. Die Zimmer waren mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und wirklich gemütlich. Sogar zwei Körbe mit Büchern waren auf den Nachtkästchen. Einer mit deutschsprachigen, einer mit englischen. Im Bad war ein Teil der Decke aus Glas. Aber es sind halt wirklich viele Pauschaltouristen in der Anlage.
Wir haben schnell geduscht und sind dann los, die Gegend und das Hotel zu erkunden. Kurz vor dem Strand liegt ein netter kleiner Pool mit ausreichend Liegen. Der Strand war relativ sauber und es war (warum auch immer. Haie? Oder doch nur wegen der Jet-Ski?) ein Teil vom Meer abgegrenzt zum Schwimmen. Dann sind wir rauf zur Hauptstraße, mal schauen wie es dort aussieht und einen ATM suchen. Ca. 100 Meter Richtung Bophut-Village sind mehrere neben der Straße. Außerdem Shops, Schneider und was weiß ich noch.
Auf einen Tipp aus dem Forum habe ich versucht 20.000 Baht abzuheben und nicht nur die immer angebotenen 10.000. Es funktionierte nicht. Beim dritten ATM gaben wir dann auf und nahmen die 10.000. Heute weiß ich auch woran es lag. Wir haben beide eine Begrenzung von 400 Euro und 20.000 Baht sind nun mal etwas mehr. Kann also nicht funktionieren. Aber 19.000 haben wir ein anderes Mal rausgekämpft.
Wir also noch ein wenig die Straße in die andere Richtung und wen sahen wir an der Rezeption vom Lawana sitzen? Die zwei vom Flughafen München. Sie mussten (da Pauschal unterwegs) in Bangkok einreisen und wären auf die 15.20 Maschine gebucht gewesen. Die hatte aber irgendwelche Probleme, also noch ein Flug später. Sie kamen rund 2 ½ Stunden nach uns im Hotel an. Später kamen sie noch zu uns an die Bar im Peace und wir haben ein wenig geplauscht. Sie hatten für ihre Reise je über 1.200 Euro bezahlt und als ich ihr vorrechnete, das wir maximal für Hotels, Flüge und div. Transfers und Fähren mit jeweils 900 auskommen würden, waren sie ziemlich genervt.
Da wir von den ganzen Flugzeugessen übersättigt waren, gingen wir bald schlafen und waren dafür den Jet-Leg gleich los.
Das Frühstücksbuffet war nicht gerade berauschend, aber ausreichend. Gut waren die Banana-Muffins und auch die Pancakes.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Faulsein, Relaxen und Genießen. Wir trafen auch einige Male die beiden Bayern, aber da sie mehr dem 5*-All Inclusive in der Türkei, Ägypten oder der Dom. Rep. nachtrauerten, als Thailand zu genießen, waren wir nicht böse, nach 4 Tagen die Insel zu
wechseln. Sie war mit 24 nämlich schon „ganz Frau“ (eigene Aussage!) --
soll heißen hundert Paar Schuhe, Schminkzeug Ende nie, zum Schwimmen zugekleistert etc. Und als ich einmal sagte im Urlaub gibt es nix Praktischeres als Rucksack oder Gürteltasche zum Unterwegs sein, sagte sie: Sowas kommt mir sicher nie ins Haus, da bin ich ganz Frau. Na egal. Sie waren froh, eine Übersetzerin für die Speisekarte zu haben und ich kam endlich einmal in den Genuss ein Fußballspiel zu sehen. Und das als absoluter Sportmuffel.
Am letzten Abend machten wir uns zu einem Reisebüro in der Nähe vom Hotel auf, um eine Fähre nach Koh Tao zu buchen.
Mit Transfer vom Hotel kostete der Lomphraya-Katamaran Abfahrt 8.00 Uhr in Maenam 500 Baht pro Person. Am nächsten Morgen (Freitag 23.06.) wurden wir etwas verspätet vom Hotel abgeholt, aber die Fähre hat auf uns gewartet und wir kamen pünktlich in Koh Tao an. Da wir keinen absolut einsamen Strand wollten, sind wir am Sairee-Beach abgestiegen. Die Mischung aus guter Infrastruktur und doch relaxtem Leben hat uns gut gefallen. Wir haben uns für 50 Baht pro Person zum Lotus-Resort bringen lassen, da es laut Loose relativ zentral liegt und ganz nett geklungen hat. Da ich wegen meiner Haut unbedingt Aircondition brauche (ich habe Neurodermitis und fange nachts an zu Kratzen wenn ich zu viel schwitze), kamen wir nicht ganz günstig zu einem Zimmer. Aber für 2.000 Baht hatten wir dafür einen von zwei Beach-Front-Bungalows mit dazugehöriger „ultimativer Palme“. Also nicht irgendeine Palme, sondern wirklich DIE PALME. Wir blieben bis Dienstag (27.06.) auf Koh Tao.
Einen Tag sind wir mit den zum Lotus-Resort gehörenden Siam-Divers tauchen gegangen. War aber nicht der Hit. Unser Guide sah das wir beide den AOWD haben und uns nicht ganz deppert anstellen. Also hat er sich beim zweiten Tauchgang kaum mehr um uns gekümmert. Er hat sogar den Safety-Stop auf 5 Metern weggelassen. Ich hab es zum Glück bemerkt und meinen Mann gedeutet, wir bleiben noch herunten. Als wir nach 3 Minuten aufgetaucht sind, war der Guide bereits auf dem Schiff und hat eine geraucht. Dafür brauch ich nicht wirklich jemanden mithaben, wenn er uns dann auf uns alleine gestellt im Wasser lässt. Danach hatten wir keine große Lust mehr, eine andere Tauschschule zu probieren (und da im November sowieso wieder Thailand und da Krabi mit unseren super AquaVision-Divers dran ist, wird halt da mehr getaucht.
In Koh Tao haben wir übrigens immer auf den Triangel-Kissen und lecker und günstig gegessen. Im Thongs Thai Food war der Service zwar extrem schleppend, dafür das Essen in Ordnung. Im White Elephant war die Atmosphäre ganz besonders und auch das Essen sehr gut. Im „The Brother“ war der Riesenspieß sehr gut und günstig. Frühstücken waren wir entweder im New Heavens oder im Juice and Fruits. Sehr lecker dort die Sandwichs und die frischen Fruchtsäfte.
Da wir ja mit der Lomphraya nach Koh Tao gefahren sind, dachten wir uns mal etwas Abwechslung. Also haben wir die Sea Tran gebucht. Kostete gleich viel, hatte die gleiche Abfahrzeit und brauchte auch gleich lang. Zumindest stand das auf dem Papier so. Aber als wir am Pier gewartet haben kam eine Fähre herein und wir dachten, juhu ab nach Koh Phangan. In der Fähre wurden wir durchgewunken und wir sollten auf ein kleines Tauchschiff. Als ich sagte: Was auf diesem Schiff nach Koh Phangan? Wurde mir mitgeteilt, daß wir draußen auf dem offenen Meer umsteigen würden. Unser aller Gepäck wurde auf die Ventile der Tauchflaschen rauf geworfen (weiß leider nicht zu welcher
Tauchschule die Flaschen gehören, aber mit denen würde ich nicht wirklich tauchen wollen) und raus ging es. Dort mussten wir dann bei relativ hohem Wellengang auf die richtige Fähre umsteigen. Wer nicht wirklich seefest ist, sollte daher eher eine andere Fähre nehmen, denn ich denke das war kein Einzelfall. Das sah sehr eingeübt aus. Die Fähre hat glaube ich zu viel Tiefgang um im Sommer in den Hafen einzulaufen.
Auf Koh Phangan haben wir uns zum Thong Nai Pan Noi Beach bringen lassen. 100 Baht pro Person direkt ins Baan Panburi Resort. Dort waren leider alle Beachfront und auch alle günstigeren AC-Zimmer bereits ausgebucht. Aber das Thai-Haus war frei. Es liegt hinter dem Resort an der Straße (kaum befahren) vor einem großen Felsen. Mit eigenem kleinen Garten mit Pavillon zum Sitzen und Liegestühlen auf der Terrasse. Gleich neben den Geisterhäuschen. Alles war aus altem Holz
und mit viel Liebe eingerichtet. Wirklich nett für ein paar Tage. War zwar
für 2.400 Baht im Vergleich zu den anderen nicht günstig, aber seinen Preis für uns wert. Der Strand war wirklich wunderschön, aber meinem Mann nach zwei Tagen zu einsam. Also sind wir am Donnerstag zurück nach Samui.
Diesmal wieder mit der Lomphraya. Im Taxi zum Hafen haben uns zwei Deutsche einen Tipp für den Maenam-Strand gegeben. Wir sollten doch mal ins Palm Point Village schauen. Ihnen hat es dort sehr gut gefallen.
Also haben wir auf Samui dem (freien) Transferbus dieses Resort angegeben. Wir haben es nicht bereut. Es ist eine nette kleine Anlage mit
internationalen Gästen mit sehr familiärer Atmosphäre. Wir haben ein großes Zimmer mit Fan und Ac um 1.000 Baht genommen. An der Hauptstraße (keine 10 min. zu Fuß hat man dann auch gleich einige Shops und auf dem Weg dorthin einige Bars und Lokale. Der Strand war für unseren Geschmack um einiges schöner und vor allem ruhiger als der Bohput. Und das beste: Als wir uns in die Gästeliste eintrugen, stand bei unserem Zimmer als letztes haben dort Kitzbühler gewohnt (wir kommen aus dem Bezirk Kitzbühel/Tirol). Also im Peace hätte ich ja mit so was gerechnte, da war das Publikum sehr deutschsprachig (Österreicher, Deutsche und Schweizer), aber hier in einer ganz unbekannten Anlage.
Am Abend gingen wir aus dem Zimmer (Hunger) und ich sag noch irgendwas zu meinem Mann, das sagt zu mir eine Frau: Mann seits es Tiroler? Am Ende noch Kitzbichler? Die zwei waren noch im Resort, hatten aber das Zimmer gewechselt (nach ein paar Nächte etwas Luxus wieder sparen) da sie 6 Monate auf Weltreise sind. Wir haben dann noch endlos gequatscht und es stellte sich heraus, das sie die Großcousine unserer Schwägerin ist. Zufälle gibt es.
Am 2. Juli sind wir wieder mit der Bangkok air nach Bangkok geflogen. Die Zeit in Bangkok war der absolute Hammer.
Das Royal Orchid Sheraton war wirklich sein Geld wert. Wolfgang hat beim Frühstücksbuffet sogar Thüringer Weißwürste bekommen. Und der Blick vom 22. Stock auf den Fluss war zu jeder Tageszeit wunderschön.
Wir waren im Großen Palast und der hat ihm sogar sehr gut gefallen (obwohl er ja sonst so ein Kulturmuffel ist).
Am zweiten Tag war Shopping angesagt. Also mit dem Hotelboot zur Sky-Train-Station und von dort zum Siam-Square. Dort rein ins Siam-Paragon, dem momentanen Luxus-Tempel der Stadt. Da kommt man mit der Rolltreppe in den (glaube) 3. Stock und steht vor Ferrari, Masarati, BMW, Lamporgini etc.
Da staunt der Durchschnittsmensch nicht schlecht. Im Untergeschoß ist eine Fress-Meile die muss man fast einmal gesehen haben. Da gibt’s alles Mögliche und Unmögliche. Aber die Preise für schöne thailändische Kleinigkeiten waren nicht wirklich bezahlbar. Aber trotzdem einmal sollte man das schon gesehen haben, wie ein Einkaufszentrum auch aussehen kann.
Im zweiten Untergeschoss haben sie die Ocean-World. Dort sind zwar 450, Baht Eintritt. Aber wir fanden es sehr schön. Haie, Rochen, Quallen, Pinguine, Riesenspinnenkrabben (wow die sind echt groß) und vieles mehr.
Da uns die Preise nicht wirklich zugesagt haben in den Shoppingzentren (wir wussten ja vom letzten Mal, was die Sachen so in etwa kosten), haben wir beschlossen zurück ins Hotel zu fahren um eine Runde zu Schwimmen. Denn es gibt ja auch genügend Nachtmärkte in Bangkok.
Abends sind wir dann zur Patbong, laut Reiseführer nicht nur die Buff- und Barstraße, sondern auch bekannt für ihren Nachtmarkt.
Also dort sehen sie uns sicher nicht nochmals. Ich wollte ja seidene Kissenüberzüge für Mutter und Schwieger-Mutter kaufen. Die haben im November 2 Euro das Stück gekostet. Also suchte ich 5 Stück aus und sagte wie viel sie möchte. Sagt sie 800 Baht, sag ich niemals mehr als 500 zahl ich nicht. Tippt sie in ihren Taschenrechner und sagt mit spezial Diskont könnte sie sie mir für sage und schreibe „ 2800 Baht“ geben. Sie wollte tatsächlich die 800 Baht vom Anfang pro Stück und nicht gesamt. Ich hab sie dann auch 650 Baht für alle fünf runtergehandelt. Man war die sauer. Aber eigentlich wären sie ja nur 500 Baht wert gewesen.
Ansonsten hatten die dort nur gefälschten Ramsch.
