Am nächsten Tag (13.11) gehts am Abend in die Stadt zum "offiziellen " Loy Kratong Umzug.Beeindruckend,aber stehen wie in ner Sardinendose....
Um 22Uhr wars aus,die Tuk-Tuk-Fahrer haben Preisvorstellungen....naja,ist halt so bei Veranstaltungen.
Spät Vormittags erwacht und mit Ullrike und Joy ab zum Markt und shoppen.
Zurück und entspannen.Abends wird zum Nachtmarkt aufgebrochen und ich gebe mich dem Kaufrausch hin.
Am 15ten gehts für 3 Tage ab in den Nationalpark(Namen weiß ich leider nimma) mit der Family.
Anreise mit dem Auto,dann zu Fuss durch Bergdörfer zu unserem Dorf,wo wir im Zelt übernachten werden.
Jede Familie,die eine Tochter hat,kauft ein Ferkel, hält es als Hausschwein bis die Tochter heiratet um es dann als Hauptgericht am Teller zu schicken.Sollte man ein Ur-altes Hausschwein sichten,ist die Tochter nicht gerade eine Schönheit

(eh klar,sowas merkt man sich

)
Wir schlagen die Zelte auf und ich lerne den Hygienestandard kennen....Hocktoilette und Dusche in einer aus Holz und Schallbetonsteinen zusammengeschusterten Hütte.Wäre ja nicht schlimm,kein Warmwasser(Jaja,wer braucht sowas in Thailand schreiben viele,diese waren aber sicher nur im Süden und nicht im Norden,wos in der Früh knapp über Null hat) aber liebe nette Spinnen und anderes Ungeziefer,mit denen man sich unterhalten kann.
In diesem Dorf wird Kaffee selbst hergestellt und natürlich nehme ich nen Kilo mit.
Am Abend Lagerfeuerromantik und Thais,die angezogen sind,als wären wir am Nordpol
In der Früh auf und wandern durch Reisfelder(hier sind die hängenden Gärten!

) zu den Wasserfällen.
Da ich nicht sonderlich gut geschlafen habe,bin ich geschlaucht und am Nachmittag geht es weiter zu einem Park mit Gästehäusern,wo der Schimmel in der Luft liegt.Nagut,dafür gibts Warmwasser.....und ich habe den Seidenschlafsack nicht umsonst mitgenommen.
Die Guesthäuser und der anschließende Garten sind Teil des "King Projekt" zur Unterstützung der armen Bergvölker.
Zum Abendessen kehren wir in ein Fischrestaurant ein,wo daneben diese noch lebendig schwimmen,bald aber nimma!
Einfach köstlich,so ein gebratener Fisch sowie der "King Fish".
Am Abend wieder Lagerfeuer und Kokos-Klebreis im Bambusrohr über Feuer gekocht.....köstlich,liegt aber schwer im Magen...und ich muss natürlich richtig zuschlagen.
Morgens finden wir uns bei einem Vogelexperten ein,der mit uns durch die Wälder zieht und mir die Natur näherbringt(vorallem,was man alles essen könnte,wenn wir nicht mehr zurückfinden....

)
Beeindruckend fand ich die Hummeln,da schauen unsere hier von der Größe aus wie Gelsen im Vergleich....
Nach ein paar Stunden gehts wieder zurück nach Chiang Mai und ich bin erstaunt,so gut wie keinen Touristen gesehen zu haben,aber trotzdem einiges erlebt zu haben.
Am 18ten lasse ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen und überlege,wie die Weiterreise ausschauen könnte.
Ich lasse mir Tipps geben und beschliesse nach Sukothai zu fahren mit dem Bus und dann weiter nach Ubon.
Jeje und Jarm organisieren Hotel und Abholung.
Der 19te ist mein letzter Tag,ich schaue mir die Stadt an und es sind merklich mehr Touristen als am Anfang.
Ich düse mit dem Moped zum Busbahnhof und kaufe mir ein Ticket für 20ten 09:15
Eigendlich wollte ich am 15ten schon aufbrechen nach Ubon und von dort weiter in den Süden,naja,würde jetzt zu stressig werden bis 27ten(Jaja,hätte man das mit dem Flughafen gewusst....) und es war einfach zu schön in Chiang Mai....Surin hätte ich auch verpasst.
Der Tag des Abschiedes ist gekommen,mittlerweile bin ich nicht mehr der einzige Gast und somit war es die letzten Tage nie langweilig,selbst wenn man nur faul herumlag.
Ich habe den Fernseher nicht einmal in den 14 Tagen aufgedreht oder im Buch weitergelesen.(soll veranschaulichen,dass mir wirklich nicht fad war)
Ich ziehe mir das Frühstück rein,mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiede ich mich von Joy und ihrer Familie ,denn einerseits will ich noch nicht aufbrechen,aber andererseits will ich mehr vom Land kennenlernen.
Jetzt verstehe ich auch,warum gelacht wurde,wenn mich wer statt Mario "Oreo" rief,denn ich bekam als Abschiedsgeschenk eine Packung davon( Doppelkeks mit Schoko in der Mitte)

Tja,und auch ein Foto vom Teenieschwarm Mario Maur...(Thai sollt ma können)
Ich werde zum Bus gebracht und verlasse Chiang Mai.
Nach 5 Stunden Busfahrt und dem Gefühl,dass der Bus bergab zeitweise die Kurven nur auf 2 Reifen meisterte,steige ich aus und werde zum Hotel in Alt-Sukkothai gebracht.
Ich werde mit der Hotelathmosphäre nach 2 Wochen wieder konfrontiert.....
Es handelte sich um ein Wellnesshotel mit Teakwood-Zimmern.(und Gekkos als Untermieter...dafür keine Moskitos)
1200Bath inkl. Frühstück sind nicht arg,wenn der Geschichtspark nur 500m entfernt ist!
Ich schaue nach einer Busverbindung Richtung Ubon und es gestaltet sich schwieriger als geplant,da ich nicht über Bangkok nach Ubon will.(Sukkothai-Ubon ist fast genauso weit wie nach Bangkok).
Das Hotelpersonal ist sehr hilfsbereit und findet von Phitsanulok Nachtbusverbindungen nach Ubon....allerdings keine 6Stunden wie vermutet sondern 12Stunden Fahrzeit.
Anstatt 2 werde ich nun nur 1 Nacht in Sukkothai verbringen und die 2te im Bus.
Wieder mache ich meine obligatorische Runde zu Fuss ums Hotel und kehre bei Strassenständen ein,die ganz erstaunt sind,dass ich sitzenbleibe und bestelle,obwohl einige mich auf Restaurants verweisen wollten"No Farang Food".
Nach einem sehr erholsamen Schlaf breche ich vormittags mit dem Rad zum Geschichtspark auf und erkunde diesen.Wieder zeigt sich,auf eigene Faust ist besser als in den geführten Rundkursen durch den Park.
Vor jedem Tempel steht ein Schild mit der Beschreibung,aber die Rundkurse bleiben nur bei den Großen stehen.
Sukkothai ist mit Ayutthaia vergleichbar,nur viel größer.
Am Abend gebe ich mir ne Ölmassage und bestelle ein Taxi nach Phitsanulok,da um die Uhrzeit keine Busse mehr fahren.
Um 22Uhr steige ich in einen etwas abgefuckten VIP-Bus,kann aber problemlos schlafen,da die Sitze sehr bequem und sich fast bis in die Waagrechte einstellen lassen.
Mitten in der Nacht(3Uhr) werde ich geweckt und wir stehen in einer Halle mit Garküchen"Food is inkluded" wird mir gesagt,aber um die Zeit essen?Nein,ich schlafe weiter.
Um 6Uhr weckt mich ein Mönch und sagt "Surin", Ich erkläre ihm schlaftrunken dass ich nach Ubon fahre.Er ist erstaunt und geht weiter(war übrigens der einzige Tourist im Bus)
Eine Stunde früher als geplant kommen wir in Ubon an.Ich stelle mich mit einem blöden Gesichtsausdruck mit Gepäck neben den Bus um einen Schlepper für ein Hotel zu mobilisieren.
Fehlanzeige,es schauen mich 5 Thai an,die mich befördern wollen,aber kein Englisch sprechen
Dann verschwindet einer und kommt mit einem aus dem Ticketbüro zurück und der fragt mich,wohin ich will.
Ich werde ins Tohsang Hotel gebracht und dieses macht einen sehr guten Eindruck.(
http://www.tohsang.com )
Personal spricht ein wenig Englisch,aber nur lauter Asiaten als Gäste.
Ich schnappe mir ein Tuk-Tuk ohne Verhandeln,da 40Baht zum Bahnhof für mich ohne Diskussion angenommen werden.(und er spricht kein Wort Englisch)
Am Bahnhof kaufe ich mir ein Ticket nach Surin und zurück (09:45 und 17:15)
Ich erkenne am Fahrplan nach abzählen der Haltestellen(Fahrplan nur in Thai,einzig Surin steht in Englisch drauf),dass zwischen 17:15 und 00:30 ein kleines Fahrplanloch herrscht.....
Ich erkunde den Bahnhof und mache ein paar Fotos von der Eisenbahn und kehre bei einer Garküche in näherer Umgebung ein.
Papayasalat lasse ich,da der mir sicher hier die Seele rausbrennt und entscheide mich....ich weiß es nicht,da wieder keiner Englisch kann und ich somit etwas vom Nachbartisch bestelle.....Reis, Huhn mit einer undefinierbaren Flüssigkeit,aber unglaublich gut,nur scharf.....
Kinder gehen vorbei und ich sehe,wie diese an den Eltern ziehen und auf mich deuten....ok,jetzt ist es mir bewusst,ich bin am A. der Welt.
Ich gehe über den Fluss zu Fuss und jeder 2te Thai bleibt stehen und will mich mitnehmen....ich gestikuliere mangels Thaisprachkenntnissen,das ich weiter gerne zu Fuss gehe.(Farang sind ein wenig Ding Dong....)
In die Stadt wird dann ein Songthaow benutzt....10Bath, in Chiang Mai warns 20.....
Ich bin über die "Candles Statue of Great Honor" erstaunt,auch sonst gefällt mir Ubon sehr gut,es hat etwas,was mir gefällt,nähmlich nichts für Touristen
Auf nach Surin heißts am nächsten Tag und ab in den Zug....3te Klasse,mehr wird nicht geboten.
Nach 2 Stunden Zugfahrt und einem "lästigen"Thai,der glaubt,er kann gut Englisch und ich verstehe die 2 Stunden nur Bruchteile....aber immer freundlich lächeln hat geholfen.
Das Elefantenfestival war schön,nur die Tiere sind mir gequält vorgekommen,daher ein wenig enttäuscht.
Am Abend zurück.Ich steige in den Zug.10min verspätung und bin verwundert,dass der Triebwagen klimatisiert ist bei 3ter Klasse.
Der Schaffner kommt und deutet mir "falscher Zug"..super,aber wenigstens die richtige Richtung.
Am nächsten Bahnhof steige ich aus(Name unbekannt,da nur in Thai angeschrieben) und verbringe die Wartezeit am Bahnhofsvorplatz,wo gerade ein Fest stattfindet. Ein Zug kommt und ich frage den Fahrdienstleiter mit zuhilfenahme der Fahrkarte,ob ich hier richtig bin..Ja.....aber nach Surin.Ich werde nervös,da im Hinterkopf 00:30 für die nächste Fahrt nach Ubon schwirrt.
Eingleisige Strecke bringt Hoffnung,da ja im nächsten Bahnhof gekreuzt werden muss und ich frage den Schaffner mit Händen und Füssen,ob das ok ist....ja
Er macht bei der Einfahrt die Tür auf und schaut...kein Gegenzug.
Nach 15min kommt dann mein Zug mit 1h verspätung und nun komme ich doch noch nach Ubon.
Der nächste Tag steht für Ubon zur verfügung.
Im Wat Thunh Si Muang unterhalte ich mich stundenlang mit einem Mönch,er bringt mir Thai bei und ich ihm Deutsch
Der Rest ist auch nicht uninteressant und ich bin froh,hierher gekommen zu sein,obwohl auf den meisten Internetseiten eher von einer langweiligen Stadt die Rede ist,im Gegenteil,für 2 Tage hat man hier genug zu erleben,alleine das Essen zu bestellen ist die Reise wert!
Am Abend buche ich den Rückflug nach Bangkok über Airasia für 25ten(Di)
Der Flug startet 15min früher und ist 30min früher in Bkk als geplant.Fluggerät war eine niegelnagelneue Maschine!
Ich fahre wieder in mein altes Guesthouse und geniesse Bangkok.
Mittwoch,der letzte Tag wird mit shopping verbracht und der Abend in der Sirocco Skybar,500Baht für nen Coctail,aber der Ausblick unbezahlbar.
Hätte auch ein Dinner haben können,da nicht ausgebucht,nur alleine nicht das Wahre.
Spreche mit einem Deutschen Ehepaar,das mir erklärt,dass ich morgen nicht heimfliege,da der Flughafen zu ist.
Scherz,hätte vielleicht doch ab und zu in die Glotze gucken sollen oder ne Zeitung lesen.
Etwas nervös zurück ins Hotel und die Aussage bestätigt bekommen...
Am Abflugtag gehe ich noch ne neue Handgepäcktasche kaufen um die Souveniers unterzubringen in der leichtgläubigen Annahme,am Abend wirds schon wieder gehen..
Ich lerne Leidgenossen kennen und wir schmieden Pläne,ja,kein Flug,kein Zugticket(ausgebucht) und mitn Bus 27Stunden nach Malaysia...nein Danke.
Am nächsten Tag bei der Fluglinie 4 Stunden warten und nix wissen,ausser dass man auf 2ten Dec. umgebucht ist....vielleicht,wenn nicht,dann am 7ten und das alles über Wien gemacht...Ne nette Telefonrechnung bzw. Wertkartenverschleiß.
Über die Botschaft(arrogante A-Löcher) erfahren,dass ein Charterflug von Utapao geht um lächerliche 850Dollar nach Hong Kong...Wir überlegen....zu teuer.
Qatar-Airways hat ein Krisenmanagment...ne hat keines,denn am Fr wurden Botschafter und First Class Kunden ausgeflogen...tja,3 Stunden vorher im Büro wurde das als Lüge abgetan.
Am Sa zufällig erfahren,dass es gratis Hotels gibt und sofort mit den anderen ausgecheckt und dorthin....5 Sterne..unbezahlbar mit Vollpension.
Am Mo zu Austrian und ein Ticket für Di ergattert nach Wien.Glücklich und um 500 Euro ärmer gehts zurück,vorher noch die Hotelrechnung von Do-Sa eingereicht für eine Rückerstattung.
Um 23Uhr ruft Qatar an und erklärt,am Di um 8 Uhr einchecken im Bitec Center und 15Uhr Flug nach Hause...Ich sage zu und beisse mir in den Arsch.
Nungut,die Austria hat ja das Ticket weiterverkauft,somit bekomme ich das Geld zurück.
Wir wollten sogar über Vietnam weg,da keiner etwas wusste und sogar Thais gesagt haben,man soll sich schleichen....es scheiterte an der Dauer des Visums,nur um das Gefühl vermitteln zu können,wie die Zustände in Bangkok waren!
Ich komme in Wien pünktlichst an und als erstes begegnet mir ein Zöllner zur Passkontrolle,das erste angefressene Gesicht nach 6 Wochen.
Als ich um 6Uhr Früh zur Schnellbahn gehe und diese 10min verspätung hat,juckt mich das nicht(ich bin 2Stunden gewohnt...),aber die anderen schimpfen,fluchen und erst recht,als der Zug sehr gut ausgelastet ist.Ich nehme ein Taxi,da mit 27kg Gepäck(mit 12Kilo glaub ich bin ich hin..)in einem vollem Zug nicht notwendig sind.
Tja,wie war das mit den Preisen?Ich löhne 45Euro für 20min Taxifahrt.....
Willkommen Daheim!!
Am selben Tag wird mit Freunden noch meine Rückkehr gefeiert und ich fange an zu begreifen,dass der Urlaub vorbei ist und ich nicht in 3Stunden Zug/Auto/Busfahrt ´wieder in Thailand bin fürs Wochenende.....
Mir gehen am meisten die Garküchen ab und die Vielfalt beim Essen. Die Ruhe und freundlichkeit der Leute aber auch.Man wird jetzt blöd angeguckt,wenn man sich nicht mit anderen über Sachen aufregt sondern nur sagt:"macht doch nichts,kanns eh nicht ändern" oder bei Verspätungen:" was sind 10min gegen die Ewigkeit"
Bilder folgen noch.
Achja, nächstes Jahr wirds wieder nach Thailand gehen mit Kambodscha!
Hoffe,der Bericht war leicht zu lesen und hatte Unterhaltungswert!
Mfg