Hallo, Freunde!
Ich hab mich mit dem Thema direkt an die Deutsche Botschaft in Bangkok gewandt

Hier deren Antwort:
Ich möchte Ihnen heute einige Erkenntnisse und Hinweise zu der in jüngster Zeit ausgebrochenen Vogelgrippe weitergeben, die der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes für Südostasien zur Verfügung gestellt hat. Die Vogelgrippe ist eine Viruskrankheit, die derzeit unter Vögeln und Geflügel in einigen asiatischen Ländern, darunter auch Thailand, ausgebrochen ist. Durch das chinesische Neujahresfest und Angstverkäufe von Farmern hat sich die Epizootie infolge massenhafter Tiertransporte quer durch das Land ausbreiten können. Der Virus kann von Vögeln auf Menschen übertragen werden. Die Krankheit kann die selben Symptome hervorrufen, wie eine Grippe. H5N1-Subtyp ist besonders pathogen. In Hong Kong erkrankten 1997 18 Personen mit dem gleichen Virus, 6 Personen starben an den Folgen der Erkrankung. Die Erkrankung mit den anderen Virustypen, wie H7N7 oder H9N2, verläuft milder. Es gibt keine Hinweise, dass die Erkrankung von Mensch zu Mensch uebertragen wird. Die partielle Genanalyse des Virus H5N1, die von den fünf bestätigten Fällen gewonnen wurde, liegt inzwischen vor, sie weist keine menschlichen Gene auf. Nur der Nachweis von menschlichen Genen im Virus würde die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung von Mensch zu Mensch übertragen wird, erhöhen.
Es wird dringend empfohlen, Kontakte mit lebendem oder totem Geflügel (einschliesslich Federn, Staub und Mist) nach Möglichkeit zu vermeiden. Es ist nicht nachgewiesen, dass der Verzehr von Hühnerfleisch bzw. Fleischprodukten zu einer Übertragung der Krankheit führt. Nach Expertenmeinung ist der Verzehr von Vogelfleisch oder Eiern unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind. Bei einer Temperatur von 70°Celcius werden die Influenzaviren getötet. Bei dem letzten Ausbruch von Vogelgrippe in Hong Kong hat die Tötung von Millionen von Hühnern wahrscheinlich eine schlimme Influenzaepidemie verhindert. Diese Massnahme gilt als sehr effektiv gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe.
Über weitere Entwicklungen wird die Botschaft Sie umgehend informieren.
Herzlichst Ihr
Andreas von Stechow,
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in
Bangkok9, South Sathorn Rd.
Bangkok 10120
Thailand
info@germanembassy
Hierzu gab´s noch ein Word-Dokument mit folgendem Inhalt:
Medizinische Lage und zu erwartende Entwicklungen
Es ist zu trennen zwischen der momentan real existierenden Gefahr für Menschen, sich an der Vogelgrippe anzustecken, und dem worst case scenario, das eintreten könnte:
• Momentaner Sachstand: mehrere Menschen haben sich mit der Vogelgrippr infiziert, ca. 8 sind bisher verstorben - in der Hauptsache Kinder. Der Grund für diese erhöhte Mortalität der Kinder ist nicht bekannt. Sekundäre Übertragungen (Mensch-Mensch) konnten bisher nicht nachgewiesen werden. . Die Virusdiagnostik bei erkrankten
Menschen hat kein menschliches Genommaterial im H5N1-Virus nachweisen können - es handelt sich also noch um ein veterinärmedizinisches Phänomen, das nur vereinzelt zu Ansteckungen von Menschen führt.
• Mögliche Entwicklungen: Wenn zwei unterschiedliche Virustypen im Menschen aufeinander treffen, können diese u.U. genetisches Material austauschen und so einen neuen Virus-Subtyp bilden. Entsprechend könnte das Zusammentreffen von menschlichem Influenzavirus und
H5N1-Virus zu einem Subtyp führen, der dann wie der menschliche Grippevirus von Mensch zu Mensch übertragbar sein könnte. Das Aufeinandertreffen muss aber nicht zum Genomaustausch führen, und ein neuer Virus-Subtyp muss auch nicht zwangsläufig gefährlicher sein - er kann auch schwächer sein als der Ausgangsvirus.
Die Tatsache, dass die Menge der befallenen Tiere höher und die regionale Ausbreitung größer ist als jemals zuvor ist ein Indikator dafür, dass das Virus für Tiere sehr ansteckend und sehr gefährlich ist. Abgesehen von einem unklaren Fall ist bisher die Übertragung auf den Menschen nur auf engen Kontakt zu kranken Tieren zurückzuführen. Sollte es zu einer Virusmutation und zu Sekundäransteckungen kommen, dann bestünde potentiell auch für Menschen eine große Gefahr. Eine Zuspitzung der Lage findet momentan jedoch hauptsächlich in den Medien statt - im vergangenen Jahr kam es auch in den Niederlanden zu
Einzelerkrankungen von Menschen an einer Art der Vogelgrippe, dies ging aber im Dauerfeuer der SARS-Berichterstattung völlig unter. Nach den momentanen wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht keine erhöhte
Gefährdung.
Merkblatt des Gesundheitsdienstes (Stand: 29.01.2004)
Die Vogelgrippe ist eine Viruskrankheit, die überwiegend Vögel, vor allem Hühner und Puten befällt. Eine Übertragung vom Tier auf den Menschen ist selten, aber bei engem Kontakt zu infizierten Tieren möglich. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist bislang nicht vorgekommen. Reisen in betroffene Länder werden nach gegenwärtigem Kenntnisstand als unbedenklich angesehen. Der enge Kontakt mit erkrankten Tieren sollte jedoch vermieden werden. Der Verzehr von Vogelfleisch oder Eiern ist unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind. Weitere Informationen sind auf folgenden Web-Seiten erhältlich: Robert-Koch-Institut, Weltgesundheitsorganisation, Center for Disease Control.
Seit über 100 Jahren ist eine virale Erkrankung bei Vögeln bekannt, die von influenzaartigen Viren ausgelöst wird. Erregerreservoir sind Zugvögel. Weitere Gattungen können befallen werden, andere Tierarten nur in seltensten Fällen. Im Tierreich sind 15 pathogene Subtypen des Influenza-Virus bekannt, wobei die meisten Epidemien durch den Typ A und die Subtypen H5 und H7 hervorgerufen werden. Derartige
Epidemien, die häufig Hühner und Puten befallen, kommen weltweit vor. Seit Ende 2003 sind mehrere Länder in Asien (von Indien bis Japan) betroffen.
Seit 1997 ist bekannt, dass die Viren der Vogelgrippe bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tierarten auch auf den Menschen übertragbar sind. Damals wurden in Hongkong 18 Infektionen bei Tierhaltern nachgewiesen, von denen 6 verstorben sind. Seit Dezember 2003 wurden in Vietnam und Thailand erneut Influenza-Viren H5N1 beim Menschen
nachgewiesen. In einigen Fällen verlief die Erkrankung tödlich. Bei allen Infizierten bestand ein enger Kontakt zu betroffenen Tierarten. Die Laboruntersuchungen zeigten auch diesmal, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Übertragungen von Mensch zu Mensch vorliegen. Nach Expertenmeinung ist für die Zukunft aber nicht völlig auszuschließen, dass eine gleichzeitige Infektion mit Viren der Vogelgrippe und für
den Menschen pathogenen Influenza-Viren zu einer Mischung des Genommaterials der Viren führen könnte, mit der Folge einer möglichen Übertragung von Mensch zu Mensch.
Einige antivirale Substanzen haben bei ersten Behandlungsversuchen einen positiven Effekt auf den Verlauf der Erkrankung gezeigt. Die Influenzaimpfstoffe zur Prävention der menschlichen Grippe sind zwar nicht gegen Vogelgrippe wirksam, werden aber empfohlen, um einen
gleichzeitigen Befall von menschlichen und tierischen Influenza-Viren zu verhindern.
Nach heutigem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse ist der Verzehr von gekochtem Vogelfleisch oder Eiern unbedenklich. Inwieweit rohe Nahrungsmittel zu einer Übertragung führen können, ist bisher unklar, erscheint aber unwahrscheinlich.
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So, das war doch schon ein bisserl was...
